Semaine Internationale de la Critique de Cannes 2006

Die (Ganz) Junge Kritik

 

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Die Filmkritiker-Gewerkschaft in Frankreich hat einen besonderen Status. Jeder der über Film schreibt, würde gerne aufgenommen werden, denn die Mitgliedsausweise ermöglichen den freien Zugang zu allen Kinos des Landes. Und außerdem wäre da noch die älteste Nebensektion des Festival du Film de Cannes, die die Gewerkschaft im 45. Jahr in Folge organisiert und ihr einen über die Landesgrenzen hinausgehenden Ruf verleiht. Das Festival nutzen die Filmkritiker zudem, den Nachwuchs zu fördern. In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Fernsehsender TV5 laden sie Jugendliche von beiden Seiten des Rheins nach Cannes ein. Wie im vergangenen Jahr verfolgt critic.de dabei die Schüler, die über die am Morgen gesehenen Filme nachmittags Kritiken schreiben und hier zugleich eine Einführung in die Praxis der Filmkritik erfahren. Lesen Sie auf diesen Seiten täglich aktuell Kritiken der deutschen Teilnehmer der (Ganz) Jungen Kritik.

 

26.5.2006


Pingpong Sieger der (Ganz) Jungen Kritik

Die 32 Teilnehmer der (Ganz) Jungen Kritik aus Frankreich und Deutschland kürten am letzten Tag der Semaine Internationale de la Critique ihren klaren Favoriten: einen deutschen Film. Mehr...

 

 

 

24.5.2006

Fresh Air und Woman and Gramophone

Ein eher unauffälliger Film sorgte zum Abschluss der Wettbewerbsreihe bei den Schülern der (Ganz) Jungen Kritik doch noch für einigen Wirbel. Natürlich macht gerade das ein Festival wie die Semaine Internationale aus, das sich vom Hauptwettbewerb und den anderen Nebenreihen vor allem durch ihre Entdeckungen abhebt. Einen Konsens darüber, was gutes Kino ausmacht, wollen die Filmkritiker, die die Auswahl treffen, mit Sicherheit nicht herstellen. Unausweichliche Folge davon: die durchaus wohltuende Heterogenität der „Woche“, die mit Fresh Air (Friss levegö) zu Ende geht. Kritiken zu Fresh Air und Woman and Gramophone.

 

23.5.2006

Drama/Mex und News

Der Titel „Drama/Mex“ weist auf den Rohzustand der Gedanken hinter der Reisbrettkonstruktion der drei Fäden, die Gerardo Naranjo in eine „dramatische“ Geschichte zu betten versucht. Durchdachter und intensiver wirkte der vorangehende Kurzfilm News, der so viele Gedanken in nur vier Minuten verbindet, dass man regelrecht berauscht in die Plattitüden des Langfilms taucht. Kritiken zu Drama/Mex und News.

 

22.5.2006

Komma und L'écluse

Heute lief im Espace Miramar, Veranstaltungsort der Semaine Internationale de la Critique, ein „Double-Feature“ zum Thema Leben und Tod. Nach dem französischen Kurzfilm L’écluse, in dem es um das Leben und die Verdrängung des Todes an einer Schleuse geht, folgte mit Komma, der erste Film der Reihe, bei dem bereits nach wenigen Minuten, die ersten Zuschauer flüchteten und am Ende das Filmteam selbst den Applaus animieren musste. Auch hier wiederkehrendes Motiv und Haupthandlungsstrang: der Kampf ums Leben und die Todessehnsucht. Kritiken zu Komma und L’écluse.

 

21.5.2006

Sonhos de Peixe

Der vierte Langspielfilm des Wettbewerbs stellte die 32 Schüler der (Ganz) Jungen Kritik vor eine schwierige Aufgabe. Die brasilianisch-russisch-US- amerikanische Koproduktion bezieht sich formal und inhaltlich auf den Neorealismus und strotzt nur so vor Déjà-vus. Kritiken zu Sonhos de Peixe.

 

20.5.2006

The Bothersome Man (Den brysomme mannen)

Auch der dritte Film im Programm der Kritik-Woche kam aus Europa. Mit The Bothersome Man (Den brysomme mannen) lieferte der Norweger Jens Lien seinen zweiten Langspielfilm ab. Es ist die Inszenierung der albtraumhaften Vorstellung einer stoischen Gesellschaft, in der weder Leid noch Glück vorhanden sind und Gleichgültigkeit herrscht. Ein Plädoyer fürs Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Kritiken zu The Bothersome Man.

 

19.5.2006

Pingpong

Mit Pingpong von Matthias Luthardt lief am zweiten Festivaltag der deutsche Wettbewerbsbeitrag, der bereits jetzt als geheimer Favorit in Festivalkreisen gehandelt wird. Überhaupt wird in Cannes viel vom deutschen Film gesprochen, auch wenn es wieder keiner in den Wettbewerb schaffte. Pingpong beweist, dass es dafür Material gegeben hätte. Kritiken zu Pingpong.

 

18.5.2006

Les amitiés maléfiques

Der Eröffnungsfilm der Semaine Internationale de la Critique kam dieses Jahr aus Frankreich. Das Thema: Ein manipulativer Literaturstudent trügt seine angeblichen Freunde beim Versuch ihr Leben zu bestimmen. Der Saal reagierte verhalten auf diese bekannte Konstellation. Kritiken zu Les amis maléfiques und dem vorangehenden Kurzfilm Krystall.



Kommentare zu „Semaine Internationale de la Critique de Cannes 2006“

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