Preis der deutschen Filmkritik 2009

Der Verband der deutschen Filmkritik hat hierzulande nicht die Reputation wie etwa vergleichbare Vereinigungen in den USA. Dabei blickt er auf eine lange Tradition zurück: Existent seit über einem halben Jahrhundert, vergibt der Verband bereits seit vier Dekaden jährlich seine Preise, gestern zum vierten Mal in Folge in der Berliner Homebase. Warum die Technik dann noch immer nicht klappt, bleibt ein Geheimnis der Veranstalter und Organisatoren.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr ging es recht zivilisiert zu, wobei die Preisvergabe angenehm wenig zeremoniell, aber doch rekordverdächtig schnell über die Bühne ging. In anderer Hinsicht war der Preis der deutschen Filmkritik gestern der Oscarverleihung nahe wie nie. Es gab einen klaren Favoriten, der denn auch die meisten Auszeichnungen abräumte: Das weiße Band. Dessen Kameramann Christian Berger, Hauptdarsteller Burghart Klaußner, Drehbuchautor und Regisseur Michael Haneke sowie Produzent Stephan Arndt wurden für ihre Leistungen geehrt. Haneke war nicht anwesend, hatte Arndt aber einen der Presse schmeichelnden Brief überlassen.

Weitere Auszeichnungen gingen an Ali Samadi Ahadi und sein Spielfilmdebüt Salami Aleikum, Birgit Minichmayr als Hauptdarstellerin in Alle Anderen, den Komponisten Fabian Römer für seinen Beitrag zu Die Tür, Hansjörg Weißbrich für den Schnitt von Sturm und an Regisseur Peter Dörfler für seinen Dokumentarfilm Achterbahn.

Die vollständige Liste der Preisträger gibt es beim Verband der deutschen Filmkritik.

Sascha Keilholz

Veröffentlicht am 16.02.2010

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