Apichatpong Weerasethakul in Berlin, Wien und München

Der Thailänder Apichatpong Weerasethakul gehört spätestens seit Tropical Malady (Sud Pralad) – der Film mit dem Tiger – aus dem Jahr 2004 zu den international bekanntesten Regisseuren des World Cinema und wird regelmäßig auf Filmfestivals gefeiert.

Tropical Malady

Seine Filme verbinden eine hybride Medialität, die verschiedene Formen der Popkultur neu kontextualisiert, mit mythisch-spirituell aufgeladenen Szenarien. Eigentlich stammt Weerasethakul aus der Kunstszene, als einen seiner wichtigsten Einflüsse nennt er Andy Warhol. Bereits seit Mitte der 90er Jahre drehte er experimentelle Kurzfilme und produzierte Videoinstallationen, die seine taktilen Bildwelten begründeten und erweitern. Im Kino Arsenal bietet sich ab dem ersten April die Möglichkeit, beide Seiten des Werks Weerasethakuls kennen zu lernen. Im Filmmuseum München startet die Reihe am dritten April, im österreichischen Filmmuseum Wien läuft sie bereits seit dem 26. März. Gezeigt werden überall neben allen Kinofilmen, vom vielstimmigen Experiment zwischen Dokumentar- und Essayfilm Mysterious Object at Noon (Dokfa nai meuman, 2000) bis zu seinem majestätischen Syndromes and a Century (Sang sattawat, 2006), eine ganze Reihe kürzerer Arbeiten, die zu großen Teilen aus Installations-Kontexten stammen. Unter anderem sind mit Primitive: A Letter to Uncle Boonmee und Phantoms of Nabua zwei aktuelle Arbeiten aus 2009 zu sehen, die für die Ausstellung „Primitive“ im Münchner Haus der Kunst entstanden sind.

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