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Where to Invade Next

Wer bei dem Titel eine weitere Anklage der US-Außenpolitik durch den Berufspolemiker erwartet hat, wird überrascht sein: Michael Moore marschiert selbst in Europa ein, auf der Suche nach guten Ideen. Ein originelles Filmkonzept war leider nicht darunter. Filmkritik 

La casa dell'orco

Die Villa und die Gruft (11): Eine Kreatur aus dem Keller macht Jagd auf drei Amerikaner in einem italienischen Schloss, und Lamberto Bava zeigt Dynamiken im Kleinst-Kosmos Familie. Filmkritik 

Suffragette – Taten statt Worte

Die britische Regisseurin Sarah Gavron setzt der Bewegung für das Frauenwahlrecht ein gut gemeintes Denkmal. Der deutsche Zusatztitel des Films deutet aber schon an, warum es ein unzulängliches sein könnte. Filmkritik 

Eyewitness

Die Villa und die Gruft (10): In der Nacht sind alle Mörder blau. Mit einem düsteren und minimalistischen Giallo über eine blinde Mordzeugin bringt Lamberto Bava 1989 sein großes Jahrzehnt mit einem Paukenschlag zu Ende. Filmkritik 

Trumbo

Nonchalante Kommunisten in Hollywood: Jay Roach entwirft ein gemütliches Porträt eines Autors zur Zeit der McCarthy-Ära. Filmkritik 

The Hateful 8

Katerstimmung nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Quentin Tarantino trauert einem Kino nach, das noch Haare am Sack hatte, und überrascht mit ungewohntem Klassizismus. Filmkritik 

Il maestro del terrore

Die Villa und die Gruft (9): Kontrolle über das Licht, Kontrolle über den Raum: In der Residenz seines fiktiven Regiekollegen Vincent Omen findet Lamberto Bava den perfekten Schauplatz für ein kleines Meisterstück des postklassischen Horrorfilms. Filmkritik 

Bone Tomahawk

Das wunderschöne Plakat von Bone Tomahawk verspricht vieles – und S. Craig Zahlers Film kann fast alles einlösen. Ein mit viel Liebe gedrehter Western von Kinoliebhabern für Kinoliebhaber, der hierzulande nur leider ausschließlich auf DVD erscheint. Filmkritik 

Caprice

My French Film Festival: Platinblond oder rothaarig? In seinem Film gibt der französische Regisseur und Schauspieler Emmanuel Mouret den weltfremden Sonderling und lässt zwei Theaterdarstellerinen auf ihn einwirken. Filmkritik 

15. Hofbauerkongress: Wenn Filme lasziv die Hüften kreisen lassen

Nach längerer Pause gab es in Nürnberg eine weitere Expedition an die Ränder der Filmgeschichte: Michael Kienzl und Lukas Foerster schwärmen von der Unberechenbarkeit des Festivals, erinnern sich an eine verstörende Höllenfahrt in die Münchner Prostitution und staunen darüber, wie längst vergessene Softpornos im Kino als große Kunst erkennbar werden. Special 

Anomalisa

Vollendete Einsamkeit in einer durch und durch funktionalen Welt: Charlie Kaufman zelebriert die moderne Entfremdung des Menschen von sich selbst. Filmkritik 

Der Bunker

Für das Kind nur das Beste – in einem Bunker am Ende der Welt. In Form einer düsteren Groteske erzählt Nikias Chryssos von elterlichem Totalitarismus. Filmkritik 

Die Wahlkämpferin

Der langweiligste Fund in einer moralfreien Welt ist die Moral: David Gordon Green schickt eine amerikanische Ego-Strategin nach Bolivien und holt sie als Altruistin wieder ab. Filmkritik