D 2026. Regie: Angela Schanelec. Mit: Agathe Bonitzer, Vladimir Vulevic Start:
Es wird viel gesprochen in Angela Schanelecs Meine Frau weint – auf dem Arbeitsplatz, im Auto, auf Berliner Grünflächen. Und doch kreist der Film in seinen langen Kamerafahrten um die Einsicht, dass das Gesprochene nie ganz dem entspricht, was man fühlt. Filmkritik
D 2025. Regie: Lutz Pehnert. Mit: Egon Krenz Start:
Indianerspiele mit Egon Krenz. Lutz Pehnerts Dokumentarfilm Kommunist will keine historische Aufarbeitung liefern oder gar moralisches Diktatur-Bashing. Sondern einen Mann porträtieren, der zum inneren Zirkel der DDR-Staatsmacht gehörte und nun als Rentner an der Ostsee lebt. Doch dieser Essay hinterlässt das Gefühl, der Regisseur habe dem kalten Krieger Krenz einen Film geschenkt. Filmkritik
VCH, F 2025. Regie: Bi Gan. Mit: Jackson Yee, Shu Qi Start:
Erleben statt verstehen. Bi Gans Resurrection reist durch Epochen und Genres der Filmgeschichte und entwirft dabei traumwandlerische Bilder, die man nicht immer begreifen muss, um sie zu genießen. Filmkritik
Alexandre Koberidzes prekär unscharfes, archaisch gestriges Fußball-Roadmovie Dry Leaf schlägt sich wie ein Pyro-Fan auf die Seite der Vernebelung. Und lernt vom trockenen Laub und vergeistigten Superkickern, wie man mit minimaler Kontrolle Tore schießt. Filmkritik
F 1973. Regie: Jean Eustache. Mit: Jean-Pierre Léaud, Bernadette Lafont Start:
VoD: Mit seinem Post-68er-Feeling offenbart Die Mama und die Hure einen Regisseur, der das Symbol der 1970er Jahre werden sollte wie es Godard für die 1960er Jahre gewesen war. Filmkritik
MEX, USA 2025. Regie: Michel Franco. Mit: Rupert Friend, Jessica Chastain Start:
In einer unaufgeregten, souveränen, wenn auch ein wenig mechanisch anmutenden Bildsprache erzählt Michel Franco in Dreams von der komplizierten Liebesbeziehung zwischen einem Ballettänzer und Migranten aus Mexiko und einer US-amerikanischen Kulturmäzenin. Filmkritik