Thriller

Mother!

Darren Aronofskys neuer Film über die Heimsuchung einer kontrollsüchtigen Hausfrau beginnt als Kammerspiel-Horror über Verlustängte und mutiert dann zu einer wuchtigen Allegorie über Liebe, Schöpfung und Familie. Filmkritik 

What Happened to Monday?

Partial-Ichs gegen Kohärenzzwang: Nazizombie-Experte Tommy Wirkola schaut in die Zukunft und schickt Noomi Rapace gleich in siebenfacher Ausfertigung in den Kampf gegen einen totalitären Staat. Filmkritik 

Dunkirk

Schon nach einer Viertelstunde ist man völlig erschöpft: In seinem Film über eine spektakuläre Rettungsaktion im Zweiten Weltkrieg immunisiert uns Christopher Nolan gegen seine eigene Großspurigkeit. Filmkritik 

Destruction Babies

Grinsende Soziopathen und sadistische Hipster: Tetsuya Marikos kleiner, dreckiger Festivalhit Destruction Babies schleift den Zuschauer über den Asphalt einer japanischen Kleinstadt und drückt ihn in die nächste Blutlache. Filmkritik 

You Were Never Really Here

Ein der Welt überdrüssiger Killerkörper schleppt sich ein letztes Mal durchs Bild und räumt auf. Der Wettbewerb von Cannes endet mit einem müden, unfertigen Film. Und seinem vielleicht besten. Filmkritik 

L'amant double

Das Auge und die Vagina: François Ozon glaubt an die Kunst der Penetration und die Wahrheit der visuellen Wahrnehmung. Seine Lust aber richtet sich auf etwas Drittes. Filmkritik 

Die Verführten

Endlich mal wieder richtig rausputzen: Ein verletzter feindlicher Soldat bringt in Sofia Coppolas neuem Film die sexuell ausgehungerten Bewohnerinnen einer Mädchenschule gegeneinander auf. Filmkritik 

Muttertag

Einst ein Aufreger in der Horrorvideo-Debatte und bis heute beschlagnahmt: In Charles Kaufmans Muttertag führt der American Way of Life geradewegs in die Hölle – schuld sind nicht derangierte Psychopathen, sondern ausgerechnet die Menschen, die wir mit bedingungsloser Liebe assoziieren: die Mamas. Filmkritik 

Planetarium

Woche der Kritik 2017: Zwei Schwestern beschwören die Toten. Einem Filmproduzenten gefällt das. In Planetarium geistert Rebecca Zlotowski wie in Trance durch das Paris der 1930er Jahre. Filmkritik 

The Dinner

Eine Runde Familienpolitik: Hysterisch lachend lässt Oren Moverman sein weißes Bürgertum vom Dinnertable aufstehen, um in der Vergangenheit zu bohren, Gesetze auf den Weg zu bringen und Hate Crimes zu vertuschen. Filmkritik 

xXx 3: The Return of Xander Cage

Vin Diesel als Zwölfjähriger im Action-Wunderland: xXx – Die Rückkehr des Xander Cage gibt sich als dritter Teil des Vin-Diesel-Franchises und verleugnet dabei seine wahren Vorgängerfilme. Filmkritik 

Deepwater Horizon

Beim Sinken der Bohrinsel ordnet sich jede menschliche Regung der Technik unter: 20 Jahre nach Titanic findet Peter Berg einen neuen filmischen Zugang zur Katastrophe. Filmkritik 

Nocturama

Dem Terror kein Gesicht geben. Bertrand Bonello zeigt sich in seinem überragenden neuen Film über eine Gruppe junger hipper Staatsfeinde vor allem an der reinen Bewegung der Zerstörung interessiert. Filmkritik 

The Infiltrator

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne – und jedem Anfang ein Ende? Brad Furmans Mafiafilm um einen von Bryan Cranston verkörperten Undercover-Agenten löst die dramaturgische Struktur in einer Logik der Sucht auf. Der große Pablo Escobar ist ausnahmsweise mal nur ein Gimmick. Filmkritik 

Jason Bourne

Gefährlicher als Edward Snowden und noch immer in der Identitätskrise: Jason Bourne scheucht zum vierten Mal die CIA auf. Und Regisseur Paul Greengrass entfaltet ein Bewegungsspiel, dessen Spannung sich ganz entspannt erwarten lässt. Filmkritik 

Elle

Wenn eine Vergewaltigung zum Rollenspiel wird. Paul Verhoeven knüpft mit einem fulminanten neuen Film an sein Kino der dunklen Obsessionen an. Filmkritik 

The Neon Demon

Was ist Fläche, was ist Farbe, was ist Leben? Nicolas Winding Refn widmet sich der Stadt L.A. und ihren Models. Kaum zu glauben: Er hat ein Auge fürs Feine im Groben. Filmkritik 

The First Avenger: Civil War

Marvel läutet die dritte Phase seines Cinematic Universe ein: Im dritten Captain-America-Film müssen sich etwas zu viele Figuren zwischen Freiheit und Sicherheit entscheiden. Filmkritik