Europa
Streaming-Tipp: In seinem dritten Spielfilm Europa folgt der Italo-Iraker Haider Rashid einem Flüchtling über die türkisch-bulgarische Grenze. Inszeniert ist das als bitteres Abenteuer und filmische Achterbahnfahrt. Filmkritik
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Streaming-Tipp: In seinem dritten Spielfilm Europa folgt der Italo-Iraker Haider Rashid einem Flüchtling über die türkisch-bulgarische Grenze. Inszeniert ist das als bitteres Abenteuer und filmische Achterbahnfahrt. Filmkritik
In the Grey ist ein klassischer Guy-Ritchie-Film: abgebrühte Figuren, überdrehte Dialoge, verworrene Missionen. Neben Verfolgungsjagden und Schießereien gibt es diesmal aber auch Kaskaden abstrakter Informationen. Und dann dürfen die Helden auch noch weinen. Filmkritik
Cannes 2026: Der bisher unbeliebteste Film des Festivals ist einer der besten. Nicolas Winding Refns retrofuturistischer Her Private Hell treibt diverse Genres an ihre Grenzen und zeigt, was im Programm bisher gefehlt hat: Echte Experimentierfreude. Filmkritik
Karim Aïnouz’ Rosebush Pruning hat einen tollen, hochpräzise aufspielenden Cast und einige meisterlich inszenierte Szenen. Leider kommt am Ende dennoch nur eine weitere nihilistische Eat-the-Rich-Satire ohne große Überraschungen heraus. Filmkritik
Die Wahrheit findet sich im Zwischenmenschlichen: Rebecca Zlotowskis Paris Murder Mystery ist weniger Krimi als Psychogramm einer Frau, die ihr Gefühlsleben hinter einem Schutzpanzer verbirgt. In der Hauptrolle: Jodie Foster, die hauptsächlich Französisch spricht. Filmkritik
Wie man‘s auch beleuchtet, und welche Eleganz, Pointen, knisternde Musik und warme Farben man der sinnlosen, kalten Welt entgegensetzen mag: Es wird den existenziell orientierungslosen Gangstern in Christoph Hochhäuslers film noir Der Tod wird kommen nicht helfen. Filmkritik
Mit der deutsch-US-amerikanischen Koproduktion Dead of Winter inszeniert Regisseur Brian Kirk einen kurzweiligen Schnee-Thriller mit einigen erzählerischen Schwächen und einer toll aufspielenden Emma Thompson als trickreicher Witwe. Filmkritik
Mal amoklaufendes Raubtier, mal unschuldiges Äffchen. Ein tollwütiger Schimpanse macht in Johannes Roberts’ famosem Horrorfilm Primate einer Gruppe von Freundinnen auf Mädelsurlaub die Hölle heiß. Filmkritik
Ein arroganter Firmen-CEO strandet mit einer Untergebenen auf einer tropischen Insel. Was leicht eine bemühte Satire hätte werden können, verwandelt Regisseur Sam Raimis Send Help in eine lustvolle Erkundung von Identitäten, Körpern und der Faszination des Ekligen. Filmkritik
Eine verbrauchte 40-jährige droht im Erotikthriller The Housemaid von einer jüngeren Version ihrer selbst ersetzt zu werden. Paul Feig inszeniert selbstbewusst mitten im Mainstream einen Film für Erwachsene, bei dem die sexuellen und blutigen Attraktionen zu sehr Mittel zum Zweck bleiben. Filmkritik
Wohin schauen und wie lange? In der New Yorker Vorstadt der 1990er führt ein verdeckter Ermittler, der auf cruisende Schwule angesetzt wird, selbst ein Doppelleben zwischen Zweifel, Angst und unterdrückter Lust. Leider misstraut Plainclothes der Spannung, die schon allein in diesem Zwiespalt liegt. Filmkritik
Ari Asters Eddington ist eine Parabel aus der unheimlichen Fast-Vergangenheit von Pandemie und Black-Lives-Matter. Außer dem Mut, in eine filmisch noch recht unerschlossene Epoche vorzudringen, zeichnet den Film leider wenig aus. Filmkritik
Ein Genrefestival abseits der Metropolen: Seit 10 Jahren bringt das Konstanzer Shivers das fantastische Kino an den Bodensee. Die Jubiläumsausgabe erweist sich als äußerst entdeckungsfreudig. Geister, die in Staubsauger fahren stehen ebenso auf dem Programm wie zweiköpfige Trolle und PigMan-Wesen. Special
Netflix: Die Geschichte von Ed Gein, die neue Staffel von Ryan Murphys Monster-Anthologie, erzählt die Geschichte des Serienmörders, der Hitchcocks Psycho inspirierte. Die spärlichen Fakten des Falls reichert die Serie mit wilden Gastauftritten und einer kindlichen Freude am Tabubruch an. Filmkritik
Neu bei Amazon Prime: In After the Hunt gerät Julia Roberts an einer US-Eliteuni in die Wirren des Geschlechterkampfs. Luca Guadagninos Film wirkt wie das Negativbild jener romantischen Komödien, die einst den Ruhm des Leinwandstars begründeten – will dabei aber in zu viele Richtungen gleichzeitig. Filmkritik
Neu auf Netflix: Flackernde Displays und angespannte Gesichter. Kathryn Bigelows Thriller A House of Dynamite erzählt von schwierigen Entscheidungen, die während eines sich anbahnenden Dritten Weltkriegs getroffen werden sowie vom Dilemma, als fühlender Mensch reibungslos funktionieren zu müssen. Filmkritik
Geschmacklos-sehenswerte Matschszenen, skandinavisch-unterkühlte Jump-Scares und eine Vorlesung über den Horror des Kolonialismus. Im 2. Teil unseres Berichts vom Festival Européen du Film Fantastique de Strasbourg ist für jeden etwas dabei. Special
Ein Unterhändler, hinter dessen aalglatter Fassade sich doch etwas verstecken muss. David Mackenzie gelingt und misslingt mit The Negotiator ein schön dahingleitender Paranoiathriller, der die Angst zu sehr in Schach hält. Filmkritik
Gesichtsmuskeln machen Überstunden, Politsignale führen ins Nirgendwo und auf der Tonspur macht sich musikalischer Dauerhagel breit: P.T. Andersons Pynchon-Paraphrase One Battle After Another ist ein Film, der vieles kann, aber längst nicht so crazy ist, wie er es gerne wäre. Filmkritik
Warum zwischen Killerhai und Serienmörder entscheiden, wenn man beides haben kann: Sean Byrnes Dangerous Animals vermischt verschiedene Genre-Versatzstücke zu einem rasanten Thriller, der sich nicht allzu ernst nimmt, aber dennoch an die Nieren geht. Filmkritik
Ein cooler Barkeeper im Sog der New Yorker Unterwelt: Regisseur Darren Aronofsky inszeniert Caught Stealing als atemlose Gaunergeschichte und lässt seinen gewohnten Fatalismus weitgehend hinter sich. Ein Film, der in seinen besten Momenten wirkt wie aus der Hüfte geschossen. Filmkritik