Benedetta – Im Cannes-Fieber
Erste Eindrücke zu Filmen aus dem Cannes-Programm. Heute: Paul Verhoevens theatraler Exploitationfilm Benedetta, der das Perverse im Kloster sucht. News
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Erste Eindrücke zu Filmen aus dem Cannes-Programm. Heute: Paul Verhoevens theatraler Exploitationfilm Benedetta, der das Perverse im Kloster sucht. News
Vom deutschen Alain Delon zum erratischen Essayfilmer: Die Karriere des Ulli Lommel verbindet Fassbinder mit Warhol, Lederhosenfilme mit Slashern, Kunst mit Küblböck. Das Berliner Zeughauskino widmet ihm ab Freitag eine Retrospektive. Über einen Regisseur, der sich nicht darum scherte, wie die Dinge auszusehen haben. Special
Neu auf DVD: Ficken auf dem Kreuzweg. Der japanische Regisseur Isao Yukisada mischt Schicksalsschlag und Softporno und lässt das Roman-Porno-Genre des Filmstudios Nikkatsu wiederaufleben. Filmkritik
VoD: Die eine kann jeden haben, aber keinen halten – die andere würde jeden nehmen, wenn sie nur einen abbekäme. Catherine Breillats Sommerferienfilm über zwei sehr ungleiche Schwestern ist gewissermaßen die Horrorversion von Éric Rohmers Pauline am Strand. Filmkritik
Ein Essayfilm mit zwei Prinzipien als Protagonisten: In Catherine Breillats Romance 2 - Anatomie einer Frau treffen sich ein paar Nächte lang die Frau an sich und der Mann an sich. Zum Vorschein kommen die männliche Angst vor der Unendlichkeit und die Geschlechterschlacke in uns allen. Filmkritik
Eine Neue an der heterosexuellen Frontier: In ihrem Debütfilm begibt sich Catherine Breillat mit ihrer jungen Protagonistin auf Erkundungen in bereits vermintem Gebiet. Ein wirklich junges Mädchen ist ein Coming-of-Age-Western, der keinen Showdown und kein Erwachsenwerden kennt. Filmkritik
Weil ihr Partner nicht mir ihr schlafen will, begibt sich Marie auf einen Passionsweg durch ihr Begehren. Catherine Breillats kontroverser Romance setzt Pornografie und Religion zu neuen Fantasien zusammen – und denkt über Kino und Heterosexualität nach. Filmkritik
Ermittelt wird in Schmutziger Engel nur nebenbei. Das Cop-Milieu interessiert Catherine Breillat vor allem als Ort windiger Männerbündeleien. Hauptfigur ist ein Pariser Macho, unter dessen wabbeligem Äußeren ein unbändiger Sextrieb haust. Filmkritik
VoD: Sex essen Liebe auf. Hafsia Herzi spielt in ihrem Regiedebüt Du verdienst eine Liebe eine Frau, die sich in die Suche nach Liebe flüchtet, aber nur Flüchtiges findet. Lebensnah ist der Film vor allem in den Lücken der Erzählung. Filmkritik
VoD: In Catherine Breillats Kostümdrama vergewaltigt die „Kreatur“ Asia Argento ihren Liebhaber neben dem Scheiterhaufen ihrer Tochter. Filmkritik
Salzgeber Club: In einem Paris aus Nicht-Orten treffen sich Männer zum Sex – oder träumen davon. Die Darsteller des lange verschollenen Pornos Gleichung mit einem Unbekannten wirken wie hypnotisiert, als Zuschauer fühlt man sich wie in einem Loop gefangen. Filmkritik
Ein Teenager und eine Enddreißigerin verbringen eine Nacht auf hoher See: Aus Catherine Breillats wenig beachtetem Film spricht eine Zärtlichkeit, die der sonst so strengen Regie widersteht. Filmkritik
Lust und Selbsthass machen den Figuren einen Strich durch die Rechnung, Entsetzen und Befreiung fallen zusammen. Mal sind die Filme der Französin Catherine Breillat explizit und drastisch, mal bleibt alles der Fantasie überlassen. Special
Inmitten der Sexfilmwelle der 1970er Jahre wirkten die Regiearbeiten von Jürgen Enz steif und verklemmt. In seinen Dirndl- und Lederhosen-Filmen herrscht überall Zwang. Doch mit ihrer bizarren Ästhetik und zermürbenden Qualität haben sie uns viel zu bieten. Special
Taipeh, Seoul, Tokio – drei Filmschauplätze voller Einzelschicksale. Über ein sublim bebildertes Kinorätsel, einen pessimistischen Autorenfilm aus dem Giftschrank und eine neo-dadaistische Sex-Collage mit hoffnungslosen Minderjährigen. Special
Melancholie in Gummi: Der traurige Held in Latex kann die geheimsten sexuellen Wünsche der Menschen erkennen, aber nicht an ihnen teilnehmen. Ein Endzeit-Kunst-Porno, bei dem man manchmal zurückspulen muss, um alles zu verstehen. Filmkritik
Laura Gemser als Naturkind auf einer Insel, auf der man Liebe Zucker nennt. Ein Ingenieur will die Zivilisation bringen, doch die Einheimischen machen nicht mit. In Amore libero steckt kein falscher Ehrgeiz, dafür viel Nachdenklichkeit, Sorgfalt und Liebe. Filmkritik
In L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn erschaffen sich zwei junge Geeks die perfekte Frau, um ihre Unschuld zu verlieren. John Hughes' Komödie lässt seine Helden dabei nicht nur hochnotpeinlich scheitern, sondern befreit sie auch von den Fesseln ihres Selbst. Filmkritik
Alptraum mit nostalgischer Patina: Laura Gemser spielt eine afrikanische Prinzessin, die ins faschistische Italien gebracht wird, um zu dienen. Starre Hierarchien und ein ungezügeltes Begehren bringen Lust und Zerstörung. Filmkritik
Geschmackvolle Dekors und sleazige Entgleisungen, erotische Tagträume und Albträume von Sex und Gewalt: Emanuelle Around the World mit Laura Gemser schwankt zwischen Lust- und Realitätsprinzip. Filmkritik
Für einen Exploitationfilm zu poetisch und krude, für einen Kunstfilm zu wenig an der Legitimation seiner Vorliebe für den Unterleib des Menschen interessiert: Die tollste Eigenschaft von Velluto Nero ist, dass es einen Film wie ihn überhaupt gibt. Manchmal mittendrin: Laura Gemser, die heute 70 wird. Filmkritik