Dokumentarfilm

Hitlers Hollywood

Es knistert weiter zwischen Politik und Ästhetik: Hitlers Hollywood erinnert daran, wie Propaganda wirkt. Aber manchmal gerät auch die aus dem Rhythmus.  Filmkritik 

Adriana's Pact

Folter und Skype: Lissette Orozco befragt ihre Tante, die in Chile der Folter angeklagt wird und nach Australien geflohen ist. Was als klassisch persönlicher Dokumentarfilm beginnt, wandelt sich vor unseren Augen derart häufig und radikal, dass einem nur schwindlig werden kann. Filmkritik 

For Ahkeem

Zwischen großen Träumen und trister Realität zeichnet For Ahkeem exemplarisch nach, mit welchen Widersprüchen junge schwarze US-Amerikaner heutzutage konfrontiert sind. Dabei irritiert der Film auf produktive Weise gängige Vorstellungen von Dokumentation und Inszenierung.  Filmkritik 

Railway Sleepers

Zwei Tage und zwei Nächte ziellos durch Thailand ruckeln. Sompot Chidgasornpongses Bahnfahrt macht nicht schläfrig, sondern andächtig. Filmkritik 

Mama Colonel

Dieudo Hamadi hat erneut einen Film gedreht, der ein unermessliches Land in einem einzelnen Thema aufschimmern lässt. Es ist die Geschichte einer Heldin, die widrigsten Umständen trotzt und sich teils unerträglichem Leid annimmt. Filmkritik 

Tinselwood

Berlinale 2017 – Forum: Mit sensiblem Technikeinsatz zum kontemplativen Naturempfinden: Marie Voigners Dokumentarfilm erkundet eine fremde Welt, ohne sie erobern zu wollen. Filmkritik 

Beuys

Ernährung durch Kraftvergeudung: Andres Veiel stürzt sich für seinen Film über Joseph Beuys in einen Sturm der medialen Dokumente – und entdeckt, dass es manchmal die Kunst des Selbstverzehrs ist, die wahrhaft bleibende Werke entstehen lässt. Filmkritik 

Politics, Instruction Manual

Lehrjahre einer Partei: Der Dokumentarfilm über Podemos stürzt sich in den Widerspruch, der das Wesen jeder politischen Organisation ausmacht, und ist dann doch nur gelangweilt von der kleinteiligen Mechanik des Machterwerbs. Filmkritik 

I Am Not Your Negro

Berlinale 2017 – Panorama: Worte aus Wut und Hoffnung: In Zeiten wieder aufflammender Rassenkonflikte in den USA wendet sich Raoul Pecks I Am Not Your Negro zurück zum Schaffen James Baldwins. Und findet eine Stimme, die Amerikas Wesen erkennt. Filmkritik