Kommentare

L.A. Crash

L.A. Crash

21.07.2005

In seinem Episodenfilm beleuchtet Paul Haggis die zerstörerische Kraft von Vorurteilen und beweist anhand seiner differenziert gezeichneten Charaktere, dass niemand so ist wie es zunächst scheint. >> weiter...




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Martin Z. aus Höchberg

Sonntag, 06-09-09 18:26

Der Film beleuchtet das Phänomen Rassismus von mehreren Seiten. Ein packender Bilderbogen zeigt uns einen kleinen Lebensabschnitt von einem Dutzend Figuren, die alle irgendetwas mit einander zu tun haben. Und um das zu bemerken müssen sie ihren eigenen Dunstkreis verlassen und in irgendeiner Weise mit anderen kollidieren, sagt einer. Drum der Titel! Obwohl es mit einem Unfall anfängt und auch so endet. Neben Zynikern und Frustrierten, neben Illegalität und Aggression, Morddrohungen und Prügeleien sieht man aber auch wie sich Kinder hingebungsvoll um ihre alten Eltern kümmern. Und man beginnt zu verstehen, warum der eine so handelt und nicht anders. Die Story um Matt Dillon ist besonders gelungen, nicht nur weil er vom Saulus zum Paulus wird, sondern wegen der Beziehung zu seinem Vater. Intelligent und ergreifend gemachter Film, bei dem nur auf die Dauer die immer wiederkehrenden Klangwellen und Chorgesänge nerven.

 

viewer

Samstag, 05-05-07 13:06

der film ist auch meiner meinung nach sehr gelungen.
dennoch ist es klar, dass nicht jeder diese art von filmen gewachsen ist.
nicht jeder beschäftigt sich gerne mit diesen themen, indenen jeder von uns seine eigene schuld erkennen wird, denn jeder hat vorurteile.
schon alleine das drehbuch finde ich genial,
wo die anfangsszene, auch die schlussszene ist und man schon vorher weiß, dass der schwarze umgebracht wird, der zuschauer, jedoch trotzdem hofft, das schicksal könnte sich wenden.
ein typischer verlauf von dramen, der auch bei shakespeare oft vorkommt.
die geschichte ist sehr gut aufgebaut und ich muss widersprechen, dass dies nur eine collage von kleinen emotonalen geschichten ist!

 

aleka´s attik

Sonntag, 13-08-06 20:28

Kino ist NICHT der ort für Emotionen, der Film ist NICHT die grösste Scheiße, es geht hier nicht um realismus und die Kritik ist völlig in Ordnung so wie sie ist.
Es spricht doch für den Film, dass er gut ist trotz pathetischer Gesten und pseudo-melancholischer Musik eines R´n´B Sängers mit Cowboyhut. Wenn sonst nichts anderes dann beweist er zumindest, dass die Schnitt-Oscars nicht willkürlich vergeben werden, wovon ich persönlich positiv überrascht bin.

 

Seppzilla

Donnerstag, 01-06-06 22:49

Hey Zipper, sei nicht so hart mit dem Urteil. Immerhin hab ich gut geschlafen...Eins frag ich mich: L.A. ist eine Millionenstadt, und ausgerechnet immer dieselben Figuren treffen aufeinander. Voll unrealistisch, net?

 

Zipper

Mittwoch, 31-05-06 20:24

Dieser Film ist die grösste Scheisse, die ich jeh gesehen hab! Keine richige Handlung, einfach ein paar (irre) Leute gefilmt die abwechslungsweise ausrasten oder Dreck am Stecken haben. Abfall, ist bei mir auf der Blacklist!

 

Stefan

Samstag, 25-03-06 19:18

Ich stimme der Kritik des Films absolut nicht zu, ich halte den Film fuer grossartig. In amerikanischen Filmen werden Charaktaere meistens eindimensional gezeichnet, nicht in L.A. Crash. Jeder Charakter hat Tiefen, Ueberraschungen, Helle und daemonische Seiten, wirkt unberechenbar. Die ersten 50 Minuten sind gezeichnet von negativer Energie aller Akteure, durchdrungen von Hoffnungslosigkeit. Wahr, einige Geschichten loesen sich ueberzogen ins Positive auf, so ist es aber auch im echten Leben: selbst wenn es alles aussichtslos erscheint und duester, gibt es manchmal neue Perspektiven und Liebe, wo Du es nicht erwartest. Nicht alles Geschichten loesen sich ins Rosarote auf: die Mutter des Detectives verleugnet ihren eigenen Sohn, und der junge Polizist, der sich moralisch als ueberlegen sieht, bringt einen Farbigen um, nur weil er glaubt, dass dieser ihn mit einer Waffe bedroht. Er toetet ihn auf Grund der Annahme, dass Farbige eben Waffen tragen, und unterliegt so seinen eigenen Vorurteilen. Diese Charaktaere leben weiter mit Verzweiflung und Schuld. Das Drehbuch bringt geschickt alle Faeden zusammen und schont den Betrachter nicht mit Realismus, aber auch nicht mit tiefen Emotionen. Kino ist der Ort von Emotionen, das scheint der Kritiker wohl nicht zu vertragen.

 

Joker

Dienstag, 13-12-05 00:57

Der normale Wahnsinn; so nah am Leben, dass man es spüren kann

 
 

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