Yo-Yo Girl Cop

In den Händen kurzberockter Frauen wird ein Spielgerät zur nicht wirklich tödlichen Waffe. Worum es dabei eigentlich geht, verrät dieser japanische Trash-Streifen nie wirklich.

Yo-Yo Girl

Die äußerst widerspenstige junge „K“ (Aya Matsuura) wird aus den USA, wo sie mit ihrer Mutter lebte, nach Japan abgeschoben. Dort wird sie alsbald von Kazutoshi Kira (Riki Takeuchi) für dessen Undercover-Spezialeinheit angeworben und bekommt sofort einen Auftrag: unter dem Alias Asamiya Saki soll sie als Schülerin undercover an einer Schule ermitteln. Mehrere Absolventen dieser Institution sind in letzter Zeit ums Leben gekommen – sie hatten Sprengstoffgürtel umgeschnallt, die zur Explosion gebracht wurden. Irgendwie scheinen die Ereignisse auch im Zusammenhang mit einer Website zu bestehen, die „Enola Gay“ benannt ist und auf der ein Countdown langsam zu Ende zählt – „K“ bleiben nur wenige Tage Zeit.

So sieht Trash aus. Yo-Yo Girl Cop (Sukeban Deka: Kôdo nêmu = Asamiya Saki) ist der jüngste Spross einer langen „Sukeban Deka“-Reihe, die mit einem Manga von Shinjii Wada in den achtziger Jahren begann und neben einer Anime-Serie auch schon zwei Kinofilme hervorgebracht hat. Man sieht Yo-Yo Girl Cop diese Herkunft an: Immer wieder gibt es an den Manga erinnernde Einstellungen, ruhige Bilder mit entweder flirrenden Bewegungen oder ganz ohne jegliche Regung, wie Architekturstudien leerer Räume.

Yo-Yo Girl

Die Handlung verankert den Film ein wenig in der Realität: Es geht letztendlich um Mobbing an der Schule und die Drangsalierung lesbischer Mädchen – das war es aber auch schon. Als Ganzes ergibt der Film keinen rechten Sinn, und das soll er wohl auch nicht. Zum Drama fehlt Yo-Yo Girl Cop jeglicher Tiefgang außerhalb der aufgesetzten Emotionalität: Alles ist Oberfläche.

Zum richtigen Trash hingegen fehlt dem Film der Mut, es ordentlich krachen zu lassen: Die „Ermittlungen“ Sakis sind ebenso wie die gesamte Filmlogik nicht abstrus genug, um richtig egal zu sein, so dass der Film mit Mädchenproblemen nur so vor sich hin dümpelt, bis die Heldin auf einmal einen seltsamen Anzug anzieht und mit ihrem Jojo den Bösewichtern zeigt, wo es lang geht. Dieser Auftritt ist auch nach dem einigermaßen furiosen und mehr versprechenden Auftakt die einzig wirklich nennenswerte physische Auseinandersetzung in Yo-Yo Girl Cop. Selbst das titelgebende Jojo sieht man viel zu selten im Einsatz.

Hinzu kommen eher lachhaft aussehende Explosionen – da kann der eigentlich deutlich angenehmere Anblick der eher hölzern agierenden Hauptdarstellerin Aya Natsuura, in Japan eine bekannte Pop-Sängerin, auch nichts mehr rausreißen.

Kommentare


Kyoko

Also ich kann den film nur weiter empfehlen !!!!

er ist einfach nur supi gelungen und sehenswert, wer also auf verrückte filmchen steht sollte sich ihn zulegen ^.-






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