Transporter – The Mission – Kritik

Im Sequel zu The Transporter (2002) wird Frank Martin verdächtigt, an einer Entführung beteiligt gewesen zu sein. Das sollte eigentlich fetzen.

Transporter – The Mission

Frank Martin (Jason Statham) arbeitet als Kurierfahrer für heikle, nicht immer besonders legale Frachten. Ein wenig widerwillig übernimmt er für einen Freund einige Wochen lang den Auftrag, den kleinen Sohn von Audrey Billings (Amber Valletta) zur Schule und zu anderen Anlässen zu fahren. Als das Kind entführt wird, gerät Frank in Verdacht, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein, und macht sich auf die Suche nach den Entführern.

Die Handlung nimmt eine ganze Reihe von Figuren und Versatzstücken aus dem Vorläufer The Transporter wieder auf, mit dem Regisseur Louis Leterrier 2002 debütiert hatte. Das heißt aber nicht, dass Leterrier nur alte Muster wiederkäut; die erste Hälfte des Films vermag sehr gut zu unterhalten und nimmt flott Fahrt auf.

Dann plötzlich wird der Film aber, fast von einem Moment auf den anderen, schlagartig langweilig. Die Löcher in der Handlung klaffen wie Scheunentore: Der freundliche Polizist aus der französischen Provinz (François Berléand) mutiert zum Spezialisten für amerikanische Polizeidatenbanken, und Frank Martin dämmt im Alleingang eine Seuche ein, die bereits ausgebrochen ist.

Transporter – The Mission

Zugleich werden die eigentlich sehr ansehnlichen Nahkampfszenen, wieder von Corey Yuen choreographiert, schier unendlich gedehnt, die Spezialeffekte wirken schlampig gemacht, und die Fähigkeiten des Protagonisten werden ins Absurde übersteigert, als wolle man James Bond übertrumpfen, ohne allerdings seine lässige Selbstironie nachbilden zu können.

Schließlich Lola: Die Frau mit dem kindlichen Namen, gespielt von Kate Nauta, wird mit einigem Aufwand als psychopathische Geliebte des Bösewichts und nicht zu unterschätzende Femme fatale eingeführt – ein Archetyp von Männermörderin. Sie schwingt zwei automatische Pistolen, läuft stets in Unterwäsche und meist pitschnass herum. Und wird dann in einer kurzen Kampfsequenz ohne Esprit und besondere Höhepunkte einfach abserviert.

Ähnlich lieblos wirkt der ganze Film zum Ende hin: Als plustere er geräuschvoll sein Gefieder auf, um dann mit einem immerhin recht lauten Plopp außer ein paar leise fallenden Federn nur heiße Luft zu hinterlassen.

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Kommentare


Max Payne

Der Fim ist auf alle Fälle besser als der erste obwohl das Geschmackssache ist !
Wer auf eine gute Story verzichtet und auf einen totalen Harten Typen steht der alles kann und nur wild um sich ballert dann ist der Film das richtige für sie ! Wer aber eher Storys und auf Schauspielttalente steht wie ich der sollte sich lieber Lucky number Slevin angucken !!!
The Transporter versucht James Bond auf die dumme völlig arschlose Franzöische Art nachzumachen was ihnen aber total misslingt !






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