The Messengers

Kristen Stewart fürchtet sich sehr schön vor den eher gewöhnlichen Schrecken des platten amerikanischen Horrorhinterlands.

The Messengers

Warum amerikanische Kleinfamilien immer noch aufs flache Land ziehen, um gruselig knirschende, jahrelang verlassene Häuser neu zu bewohnen, ist durchaus unklar. Schließlich müssten sich die Konventionen des amerikanischen Horrorkinos inzwischen ja einigermaßen tief ins kulturelle Gedächtnis der Nation eingegraben haben, so dass Handlungsverläufe wie in The Messengers nicht mehr vorkommen dürften.

Denn Handlung wie Gruseleffekte sind hier Dutzendware: Nachdem ein traumatisches Erlebnis die Familie Solomon nicht nur emotional geschwächt, sondern auch nahezu mittellos gemacht hat, kauft Vater Roy (Dylan McDermott) ein Haus in North Dakota um dort, wie einst sein Vater, Sonnenblumen anzubauen. Davon eine Familie ernähren zu wollen, ist zwar kaum realistisch, aber Zweifel an der Hintergrundhandlung werden alsbald durch die Ankunft übernatürlicher Erscheinungen überdeckt, die allerdings zunächst nur der Tochter Jess (Kristen Stewart) und ihrem dreijährigen Bruder Ben (Evan und Theodore Turner) erscheinen.

The Messengers

Was folgt, ist wohl inszenierter, aber doch eher konventioneller Horror der harmloseren Art, der mit bläulich schimmernden Körpern à la Der Fluch – The Grudge 2 (The Grudge 2) und vor allem bis zum Exzess donnernden, brummenden und flirrenden Toneffekten aufwartet. Auch das Drehbuch hat wenig Originelles zu bieten. Es ist zwar eine ganz hübsche Idee, dass der kleine Ben, der kein Wort spricht, nicht nur die Fähigkeit hat, die Geister im Haus zu sehen, sondern ihnen auch, ganz anders als Jess, weitgehend ohne Angst gegenübertritt, aber auch dieser Einfall verliert seinen Flair, wenn spätestens zur Hälfte des Films auch die langsameren Zuschauer verstanden haben dürften, wohin der Hase läuft.

Die wegen ihrer in Asien entstandenen Horrorfilme – unter anderem The Eye (Gin gwai, 2002), das demnächst ein amerikanisches Remake erfährt – mit viel Vorschußlorbeeren ausgestatteten Regisseure und Zwillingsbrüder Danny und Oxide Pang haben mit ihrem Hollywood-Debüt leider keinen großen Wurf getan. Das einzige Merkmal dieses Films, das ihn von der Masse absetzt, ist die sehr nuancierte Leistung seiner Hauptdarstellerin: Kristen Stewart, die nach Panic Room (2002) vor allem in kleineren Nebenrollen wie etwa in Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum (Zathura – A Space Adventure, 2006) zu sehen war, kann hier endlich einmal zeigen, zu was sie in der Lage ist.

Kommentare


phil

Der Artikel berichtet sehr gut, wie der Film ist. Finde den Film nicht schlecht, aber auch nicht ein muss für Horro- oder Thrillerfans. In einer geselligen Runde wirkt er eher witzig, da die "zombies" recht seltsam dargestellt sind. Recht witzig ist, wenn Ben dem "Ruckel-Knirsch-Monster" hinterher läuft ^^


gioia

ich liebe horror filme aber als ich denn gesehen habe wolte ich nie wieder im keller oder im dachboden gehen !!!!!






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