Sunshine

Danny Boyle entwickelt berauschende Bilder rund um die Sonne. Darüber vergisst er komplett, seine Science-Fiction-Geschichte voranzutreiben, geschweige denn, sie mit einer Metaebene auszustatten.

Sunshine

In der öffentlichen Klimadebatte warnen Experten seit Jahren vor einer Erhitzung der Erde und einem einhergehenden Temperaturwandel, der verheerende Veränderungen mit sich bringt. Noch freuen sich die Winzer über Jahrhundertjahrgänge, doch schon bald könnte es Weinanbau in Skandinavien geben. Und an den anderen nördlichen Orten, die dann noch nicht überschwemmt sind.

In Sunshine ist Polschmelze jedoch nicht das Thema. Ganz im Gegenteil: Unser Lieblingsstern, die Sonne, droht zu verglühen. Der Kälte ist nicht wie in Roland Emmerichs The Day after Tomorrow (2004) auf Erden zu begegnen; die Menschheit muss, ähnlich dem Plot von Michael Bays Armageddon (1998), im Weltraum gerettet werden – wieder per atomarer Sprengung.

Bei Danny Boyles Version ist die Rekrutierung der Astronauten bereits abgeschlossen, kein Team von Space Cowboys befindet sich an Bord, sondern eine ethnisch und geschlechtlich gemischte Truppe zunächst einmal sehr unterschiedlich agierender, weitgehend durchschnittlich wirkender Typen. Eine Konstellation, bekannt durch Alien (1979).

Sunshine

Searle (Cliff Curtis) nimmt ein Sonnenbad – aus der Fensterfront der Ikarus II schaut er, geschützt durch eine dunkle Brille, ins gleißende Licht. Die melodische Damenstimme des Bordcomputers teilt Searle im Tonfall des telefonischen Weckdienstes exakt mit, bei welchem Grad er wie lange durch die Scheibe sehen darf. Der Mediziner reizt die maximale Bestrahlung aus und erlebt einen Sonnenflash. Auf ihn wirkt das Licht wie eine Droge - die Grenzerfahrung als Kick. Capa (Cillian Murphy) hingegen ist damit beschäftigt, seinen Lieben auf der Erde eine Videobotschaft zukommen zu lassen: Sollte eines Morgens die Sonne scheinen, würden sie wissen, dass er seine Mission erfüllt hat. In einem gewöhnlichen Studiofilm wie The Day after Tomorrow oder Armageddon wäre klar, was in der Folge geschieht: Capa wäre nach dem an Alien orientierten Dezimierungsspektakel an Bord der letzte Überlebende, dem es unter Aufbringung aller menschlichen und übermenschlichen Kräfte sowie der eigenen selbstlosen Opferung gelänge, die Erde zu retten – signalisiert durch einen prächtigen Sonnenaufgang über schneebedeckter Landschaft.

Zu diesem Zeitpunkt hält man ein solch schematisches Ende des Films noch für unwahrscheinlich. Schließlich ist Sunshine kein Blockbuster oder High Concept-Film, sondern eine mit bescheideneren Mitteln ausgestattete britische Produktion, der man das zum einen nicht ansieht, und die es darüber hinaus nicht nötig hat, auf das ganz große Mainstreampublikum zu schielen. Vor allem aber ist Cillian Murphy kein Bruce Willis. Und Danny Boyle kein Michael Bay. All dies, verbunden mit dem bilderstürmerischen Kino-Trailer, der gar entfernte Erwartungen einer Alloper im Stile des Genrevaterstücks 2001– Odyssee im Weltraum (2001 – A Space Odyssee, 1968) weckt, lässt den Zuschauer zunächst noch keinen Verdacht schöpfen. Zu nett sind auch die Ideen der Setdesigner und Drehbuchverantwortlichen. Die Besatzung verfügt über einen eigenen Wald zur Herstellung von Sauerstoff an Bord. Und bei mentalem Zusammenbruch verschreibt der Psychologe zwei Stunden im „Earth Room“ – einer Computersimulation sehr irdischer Eindrücke, in der Wellen eine große Rolle spielen.

Als die Besatzung eine ungewöhnliche Entdeckung macht, scheint der Film den Klassikern Alien und 2001 endgültig zu folgen. Nach einer missglückten Kampfabstimmung trifft Capa die Entscheidung, jener Entdeckung nachzugehen. Es handelt sich um das Vorgängerschiff, die Ikarus. Genau vor sieben Jahren war sie vom Radar und im Orbit verschwunden. Die Schöpfungszahl 7 findet zu Beginn des Films eine regelmäßige Verwendung. Welche Bedeutung ihr zukommt, welche Ebenen dieser Bezug öffnet, das könnte sich nun an Bord der Ikarus erschließen.

Sunshine

Selbstredend hat sich da auch etwas in Form eines Bordgastes manifestiert. Nein, kein Alien. Das Fremde ist hier das eigene. Könnte man sagen. Doch das wäre bei weitem zu abstrakt gedacht. Sunshine ist sehr konkret – ständig geben die Wissenschaftler technische Details von sich. Vor allem aber ist der Film simpel. In einem Satz lässt sich das personifizierte Böse an Bord der Ikarus fassen. Genau so wird es auch ausgesprochen: „Es ist der Kommandant des Schiffs, er ist verrückt geworden.“ verkündet Capa einer Überlebenden dieser Serienmörderepisode.

So könnte man Sunshine dann doch auf einen reinen Genrefilm reduzieren. Was in diesem Fall jedoch hieße, einem durchaus unterhaltsamen Regelkino wie The Day after Tomorrow unrecht zu tun. Denn im Gegensatz zu Emmerich erweist sich Boyle als überambitioniert. Die Bildkompositionen, Farb- und Kameraspielereien in Trainspotting (1996) haben ihn berühmt gemacht. Mit 28 Days Later (2002) wusste er, auf Basis eines spektakulären ersten Filmdrittels mit betörenden Bildern eines entvölkerten London, mit einer durchaus eigenständigen Variante des Zombie-Films zu überzeugen. Doch in Sunshine entbehren viele seiner optischen Kunststücke jeglicher Basis. So bleibt es ein Rätsel, warum der Serienkiller immer verzerrt gezeigt wird, ohne dass diese Bildquelle motiviert ist.

Was dabei herauskommt, ist eine Space-Odyssee, die wirkt, als habe man ihr jeglichen Kontext und jegliche Vision ausgewrungen. Als Kunstfilm, wenn man denn in diesen vermarktungstechnischen Kategorien sprechen möchte, taugt Sunshine also genauso wenig wie als solide Unterhaltungsware. Wenn man diesen Film einordnen will, bleiben nur zwei längst vergessen geglaubte Kunstkategorien: Manierismus und L’Art pour L’Art.

Kommentare


KGBerlin

Wow. Wiedermal wurden die besten 20 Sekunden des Films zu einem Trailer zusammengefasst um uns 16 Euro an den Kinokassen zu entlocken. Ich kann mich den ersten Kommentaren nur anschließen. Spätestens ab dem 2/3 des Films wartet man auf herrausgetrennte Augen da man diese sowieso nicht mehr braucht und auf Affen die Knochen auf schwarze Steinplatten schmeissen. Überraschend war das Freddy Krüger einen Gastauftritt als Drogenjunkie hatte. Was soll man zu diesem Film sagen ? Dieser Film stellt alles in den Schatten, einfach alles. Wenn etwas passiert, passiert es weil es so im Drehbuch stand und nicht weil es im Zusammhang der Geschehnisse steht. Ab der 30. Minute sitzt man völlig verwirrt im Film und fragt sich was man gerade verpasst hat oder ob ein Stück Film fehlt. Absoluter B Movie der hoffentlich bald in den hintersten Ecken der Videothek verschwindet und nur von Fans solcher "Kunstfilme" entliehen wird.


Schnull3r

also ich finde der Film ist gut gemacht und teilweise spannend allerdings auch ziemlich unrealistisch und zusammenhangslos


Gstyle

Es wäre eine
Warnung gerechtfertigt gewesen:
Achtung: Film enthält
fundamentalistische Mutanten !
Sunshine ist ein Machwerk...
Optisches SM...
Die Leiden des Physikers Jesu
im Weltraum....
gemixt mit Event Horizon und Alien...
tasächlich völlig verschwendetes Geld:
Wie kann Mr. Boyle
sein SciFi Debut nach der 1.Hälfte zu einem spektakuär billig-schlechtem
C-Horrormovie werden lassen....
Fragen über Fragen:
Mit l´art pour l´art
oder gar 2001 hat das
nichts zu tun: Eine
echte Warnung vor diesem Schund
wäre da angebrachter
gewesen.


Eric Cartman

Klasse Film. Ist zwar nicht auf dem Niveau von 2001 aber Längen besser als der dumm dähmliche Armageddon.

Story beginnt langsam und nimmt mit Verlauf ordentlich an Tempo auf, wobei auch ein kleiner Genremix zustandekommt. Zudem gibt es wunderbare Bilder hinterlegt mit einem guten Sound.

Fazit: 8 von 10 Punkten


butze4

Die Bilder der Sonne sind super, das wars aber auch. Ich war selten von einem Film so enttäuscht; das die Story total hohl ist war von Anfang an klar, aber was einem hier aufgetischt wird ist einfach nur unglaublich. Auf Anhieb könnte ich mindestens 20 Logikfehler aufzählen. Weder die Charaktere kommen zu Geltung (da hätten sie besser 8 Affen mitgeschickt die mit nem Stein auf ne Kokosnuss einhaun) , noch ein vernünftiger Handlungsstrang: Der verrückte Kommandant des Ersten Schiffes tötet einfach alles weil er der letzte Mensch sein will um so mit Gott reden zu können; hallo? Außerdem scheinen mehrfach elementare Szenen zu fehlen, anders sind die unglaublichen Widersprüche der Handlung nicht zu erklären. Naja, mein Eintritt hat sich gelohnt, weil ich den ganzen Film eigtl nur gelacht habe, so gesehen schon fast Kult!


SciSky

Ich hatte auch so meine Probleme aber - haben die Leute, die den Film vereißen eigentlich mal darauf geachtet wieviel Sci-Fi Filme in letzter Zeit rausgekommen sind? Wieviel davon ein finanzieller Erfolg waren und welche?

Die Antwort: Wenige und wenn dann solche die klar in das Horror-Genre fallen.

Das etwas unpassende Ende wird nicht primär Boyles Fehler sein, sondern der Versuch es - horrotechnisch -dem Studio recht zu machen.

Ganz besonders unglücklich ist die Nutzung des 10-kleine-Negerlein Prinzips welches (bei begrenzter Filmlänge) keinen Platz für Charakterentwicklung lässt.
Gerade Weltraumfilme (einsam, lebensfeindlich) sind aber eigentlich prädistiniert um die inneren Dämonen darzustellen. Dem angeblich so langweilige Monster fehlt es somit eigentlich nur an Zeit sich zu entfalten (genau wie den anderen Charaktären).

Der Drehbuchautor müsste diese Gefahr kennen, hat sie aber in einem Anfall von solarer Hybris ignoriert.

Negativ fallen ganz besonders die Frauen auf: extrem passiv und vernünftig bleiben sie jederzeit braf im Schiff sitzen. Die Sprüche sind lahm und die Biologin fängt ständig an zu heulen. Somit freut es einen direkt wenn der Bösewicht zumindest das Problem mit der leckenden Biologin löst ( allerdings zu früh, sie heult auch noch wenn sie tod ist).

Mist jetzt, habe ich den Film auch verissen. Was er nicht verdient hat: Boyle hatte schon die richtige Richtung eingeschlagen, die Ganze Idee hätte das Zeug zu einem Klassiker. Nur: Sci-fi Horror ist etwas anderes (etwas mehr) als ein Slasher (TCM contra 2001?). Ich glaube hier gibt es ein echtes Kulturproblem zwischen den echten Scifi-fans (die offenbar inzwischen zu wenige sind, um so einen Film zu finanzieren)und den anderen. Das das schwer zu überbrücken ist wird spätestens nach diesem Film auch den Studios aufgefallen sein. Ergo werden wir wohl demnächst keine Sci-fi Filme auf Kino-niveau mehr zu sehen bekommen.


mcRebe

Ich bin maßlos enttäuscht von den Film. Die Story ist dermaßen träge, 90% des Filmes bestehen aus Effekten und mit Logik hat das ganze auch nichts zu tun. Nach einer Stunde MUSSTE ich quasi vorspulen, da ich sonst gänzlich eingeschlafen wäre.
Fazit: Tolle Effekte - mieße Handlung.


Locki

Seit einiger Zeit bleiben Filme so sehr an der Oberfläche, die schwimmen sogar in Milch...


Skyline

Also mit einem Stimme ich voll überein, das ist ein Sci-fi Film.
Nur folgendes Problem:
aus meiner Sicht versuchte der Regisseur hier sich an "Event Horizont" zu orientieren, das nur teilweile gelingt.
Die schauspielerische Leistung von Cilian Murphy ist wie auch schon in 28 Days Later hervoragend, wie die Storyidee eigentlich auch, aber bei der Umsetzung haperte es.
Der anfang zieht sich zerrend in die länge und das ende kann für den ein odere anderen kompliziert wirken.
Was gut gefällt ist das, im gegensatz zu den Amis, hier kein Glory Hero entsteht sondern das Ende aus sicht der akteuere schlecht ausgeht.

Im großen und ganzen aber nur etwas für Sci-Fi Fans.


bigganigga

Der erste Eindruck des Films war: Endlich mal wieder ein ernsthafter SciFi-Film, der nicht wie Battlestar Galactica oder Star Wars (nichts gegen Star Wars aber das hat nichts mit ernsthafter SciFi zu tun) daherkommt.
Dabei definiere ich "ernsthaft" in gewisser Weise mit realistisch, obgleich SciFi immer ein Stück weit unrealistisch bleiben wird, dass liegt in der Natur des Genres.
Aber ich genieße Filme dieser Art, die sich bis auf gelegentliche kleinere Logikfehler auf Naturgesetze stützen und bei denen nicht beispielsweise durch eine energiegeladene Membran der lebensfeindliche Weltraum vom inneren des Raumschiffes abgetrennt wird.

Warum ist dieser Betrachtungsansatz wichtig für die Beurteilung des Films "Sunshine"?

Ganz einfach, weil es Filme mit genau diesem Ansatz nur noch sehr selten gibt.

Und von daher wird es bei aller Kritik an diesem Film auch recht schwer wirklich bessere Vertreter in diesem Genre zu finden, was nicht heißt, dass "Sunshine" eine echte Offenbahrung ist.

Genannt wurden hier schon Filme wie "2001 - Odyssee im Weltraum", "Armageddon" und "Event Horizon". Ich würde bei dieser Aufzählung auch noch "Supernova" einreihen, der eher unbekannt aber ähnlich wie Event Horizon einzuordnen ist.

2001 ist zwar ein Klassiker und quasi der Urvater derartiger Filme mit einer für damalige Verhältnisse bemerkenswerter Weitsicht aber vom Flair her doch schon etwas in die Jahre gekommen. Ich denke da nur an die Inneneinrichtung der Raumschiffe, die mir mittlerweile nur noch ein Schmunzeln abringt.
Armageddon ist mit wenigen Worten als Popcorn-Kino zu bezeichnen - nicht mehr und auch nicht weniger.
Event Horizon schließlich hat wirklich gute Ansätze und ist wie ich finde auch ein gelungener Film, doch er ist in der Tat ein im Weltraum spielender Horrorfilm.

Bleibt als Maßstab eigentlich nur noch "Alien", der im Vergleich zu "Sunshine" allerdings immer noch klar unangefochten bleibt. Sicherlich handelt es sich auch bei Alien letztlich um einen Horrorfilm. Aber selten wurden in einem SciFi-Weltraumfilm derart realistisch die Naturgesetze im Umgang mit dem Weltraum dargestellt. Und Ridley Scott vermochte es, dem Zuschauer ein Gefühl zu vermitteln, wie die Menschheit in vielen Jahren einmal Handel im Weltraum treiben könnte.

Und so ist es im Ansatz auch mit "Sunshine", bei dem geschickt mit den Naturgewalten und -phänomenen herumgespielt wird. Sei es nun bei der Reparatur der Sonnenschilde oder beim zunächst unglaublichen Versuch ohne Raumanzug durch die feindliche Umgebung des Weltraums zu gleiten. Da Menschen mit Glück bis zu 20 Sekunden in dieser Umgebung überleben können, ist diese Szene nicht reißerisch oder gar völlig abwägig dargestellt. Gewächshäuser als Sauerstofflieferanten für eine derart lange Reise zu installieren wird sogar schon von Wissenschaftlern für spätere bemannte Mars-Reisen in Betracht gezogen und unterstreicht den realistischen Ansatz einmal mehr.

All diese Szenen und auch die Story selbst sind vom Potential her gewaltig. Aber durch die Umsetzung eines schwachen Drehbuchs bleibt dem Film ein Platz unter den Spitzenfilmen verwehrt. Zu durchsichtig ist der Rest des Films, nach dem klar ist, dass wir es mit einem verrückt gewordenen Kapitän der ersten Ikarus zu tun haben, der quasi unkaputtbar ist (X-Men lässt grüßen). Warum wird der Knilch eigentlich immer nur verschwommen dargestellt?

Aber die viel entscheidenere Frage ist doch: Warum hat das Drehbuch überhaupt eine derartige Figur nötig? Warum kann nicht vielmehr mit der Thematik der noch verbleibenden Luft der Mitglieder und den daraus resultierenden ethischen Fragen bis hin zur Paranoia unterhalb der Crewmitglieder, die sich gegenseitig nach dem Leben trachten, gespielt werden?
Hier böte sich ein herrlicher Ansatz, der aus zunächst souveränen Besatzungsmitgliedern Figuren herauskristalisieren lässt, die entweder dem Überlebensdrang und dem daraus resultierenden Egoismus einzelner die Menschlichkeit anderer gegenüberstellt. Sozusagen die moralische Frage, ob man darüber entscheiden darf, wer weiterleben kann und wer nicht und wofür. Die Frage wurde zwar kurz angerissen aber nicht wirklich beantwortet, da ja Freddy Krüger (alias Kapitän der Ikarus 1) den Job des Besatzungsmitgliederdezimierens übernommen hat.

Was bleibt ist ein weitestgehend unterhaltsamer, spannender, wenn auch manchmal etwas langatmiger Film, der schöne Bilder zeigt aber leider nicht das volle Potential des Themas ausreizt, sich aber dennoch von der Masse derartiger Hollywood-Produktionen wie Armageddon etc. abhebt.

7 von 10 Punkten


Tuor

Ich fand den Film eigentlich ganz gut, im Vergleich zu anderen Filmen des Genres. Die Atmosphäre war bis mitte des filmes eigentlich gelungen, Am Ende wirkte das alles etwas gehetzt unlogisch und auch zu leict durchschaubar.

@bigganigga
Star Wars war/ist/und wird nie ein Scifi-film sein. Diesen Anspruch hatten die Filme, aber auch nie. Star Wars ist und bleibt ein Fantasy-Märchen, das im Weltall spielt oder besser gesagt "vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie" angesiedelt ist.


Martin Z.

Ein Film nur für Science Fiction Freaks. Es gibt unendlich viele Lichteffekte, voluminöse, farbenprächtige Explosionen, allerlei blinkende Systeme unterlegt mit breiigen Synphonklängen. Für alle anderen hapert es an der Logik. Mal abgesehen von dem Anlass der Mission, die etwas fragwürdig erfüllt wird und dem überraschenden rosaroten Ende, das fast nicht mehr auszuhalten ist. Höchstens als winterliche Abkühlung nach über 90 Minuten permanenter Feuersbrunst. Ansonsten geht es wie bei den besagten ’10 kleinen Negerlein’ zu. Selbst die menschliche Komponente, unter deren Aspekt Begriffe wie Verantwortung, Mitgefühl oder Selbstaufopferung kurz diskutiert werden, versickert wirkungslos, weil immer irgendwie neue Fakten geschaffen werden und die Crew zur Tagesordnung übergeht. So siedelt sie das Drehbuch zwischen Alien und Space Odyssey an, ohne deren Niveau nur annähernd zu erreichen.
Bleibt noch der Hinweis auf den doppeldeutigen Titel ’Sunshine’, der uns trotz des Films hoffentlich noch lange erhalten bleibt.






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