Step Up to the Streets
In der Fortsetzung des Tanzfilms Step Up wirbelt eine junge Straßentänzerin in einer elitären Schule Staub auf.
Die Wetterprofile für Baltimore müssen offensichtlich umgeschrieben werden: Sieht man sich Step Up to the Streets (Step up 2 the Streets) an, so herrscht in der im Norden der USA gelegenen Stadt ewiger Sommer, so dass Hauptdarstellerin Briana Evigan ausführlich ihren stets freigelegten Bauchnabel zur Schau stellen kann.
Leider wird es durch die fehlenden Jahreszeiten nahezu unmöglich nachzuvollziehen, wie viel Zeit in diesem Film vergeht – die oft seltsam unvermittelte Aneinanderreihung von Szenen tut ihr Übriges dazu. Dabei passiert vorgeblich so einiges: Andie West (Evigan) bekommt von ihrem Freund Tyler Gage (Channing Tatum) – Hauptfigur des Vorgängerfilms Step Up (2006) – die Chance, an der Maryland School of Arts Tanz zu studieren. Dort ist sie Außenseiterin, fühlt sich aber bald zu Hause, nachdem sie sich mit einer Reihe anderer Misfits zusammengetan hat – gemeinsam wollen sie an „The Streets“ teilnehmen, einem Untergrund-Tanzwettbewerb.
Es sind in diesen Filmen natürlich immer die Außenseiter, die die eigentlich erfolgreichen sind. Weil auch Romantisches zu den Plattitüden des Genres gehört, muss zwischendrin noch der Schulschönling Chase (Robert Hoffman) sein Herz an sie verlieren, während – so viel Konflikt muss sein – sein Bruder Blake (Will Kemp) Andie in seiner Eigenschaft als Schuldirektor irgendwann rauswirft, bis sich alles in einem Tanzfinale und Wohlgefallen auflöst.
Blasse Abziehbilder der klassischen Schulfilmfiguren (der Geek, die Handfeste, der Schönling) versammeln sich hier also wieder einmal, nur mit der Zusatzeigenschaft versehen, dass sie gut tanzen können. Von ihren angeblich sehr individuellen Tanzstilen ist aber nie etwas zu sehen – und ebenso wenig ist die Handlung von Step Up to the Streets je etwas anderes als stereotyp. Das vermeintlich vergebliche Vortanzen zur Aufnahme, die ersten Auseinandersetzungen mit dem Schulleiter und der schulbesten Tänzerin, schließlich der Schulverweis – all diese Versatzstücke werden abgenudelt, ohne dass sie sich je irgendwie zwingend aus der Handlung ergäben.
Ohnehin sollen diese anzitierten Momente nur den Rahmen bieten, in die sich die Tanzszenen irgendwie einbinden lassen. Diese allerdings sind mit wenigen Ausnahmen durch hektische Schnitte aller Dynamik und Kraft beraubt. Erst im tatsächlich einigermaßen sehenswerten Finale gibt die Kamera den Tänzern ein wenig Zeit und Raum, die Leinwand mit Energie zu füllen.
Filmkritik von Rochus Wolff
Veröffentlicht am 06.03.2008
Kommentare zu Step Up to the Streets
vanessa 08.01.2009 16:02
ich finde diesen film total super!! vorallem die musik und die tänze dazu echt klasse gemacht!!
Hinterlassen Sie hier Ihre Meinung oder Anmerkungen zu Step Up to the Streets. Kommentare werden in der Regel innerhalb eines Tages freigeschaltet.
Kommentar schreiben
Blog: Berlinale im Dialog

Verfolgen Sie das Festivalgeschehen der Berlinale auch im deutsch-französischen Berlinale-Blog des DFJW auf critic.de/berlinale-im-dialog
Film-Angaben
Titel: Step Up to the Streets
Originaltitel: Step up 2 the Streets
USA 2008
Laufzeit: 95 Minuten
Regie: Jon M. Chu
Drehbuch: Toni Ann Johnson, Karen Barna
Produktion: Patrick Wachsberger, Erik Feig, Adam Shankman, Jennifer Gibgot
Darsteller: Briana Evigan, Robert Hoffman, Will Kemp, Cassie Ventura, Adam Sevani
Kinostart: 06.03.2008
Zugehörige Filme
Step Up
USA 2006
Von Anne Fletcher
Step Up 3D
USA 2010
Von Jon M. Chu
Copyright Step Up to the Streets
Fotos: © Constantin
BERLINALE 2012

Unser Special zur Berlinale 2012 - schon jetzt mit Trailern und Vorab-Infos zu den Filmen! www.critic.de/berlinale/
Berlinale 2012: Empfehlungen
Filmempfehlungen für Forum, Forum Expanded und Panorama der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. weiter
Aktuelle Filme
The Firm
R: Alan Clarke
Der Junge mit dem Fahrrad
R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Hugo Cabret
R: Martin Scorsese
Boardwalk Empire
R: Timothy Van Patten, Allen Coulter ...
Neu im Kino
02.02.2012
Underworld Awakening
R: Måns Mårlind, Björn Stein
Die Summe meiner einzelnen Teile
R: Hans Weingartner
Dame, König, As, Spion
R: Tomas Alfredson
Moneyball
R: Bennett Miller
26.01.2012
Michael
R: Markus Schleinzer
26.01.2012
Ein riskanter Plan
R: Asger Leth
Arirang - Bekenntnisse eines Filmemachers
R: Kim Ki-duk
The Artist
R: Michel Hazanavicius
Drive
R: Nicolas Winding Refn
Demnächst im Kino
Der Junge mit dem Fahrrad
R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Hugo Cabret
R: Martin Scorsese
Die Unsichtbare
R: Christian Schwochow
In Darkness - Eine wahre Geschichte
R: Agnieszka Holland
Black Gold
R: Jean-Jacques Annaud
Don 2
R: Farhan Akhtar
Take Shelter
R: Jeff Nichols
Shame
R: Steve McQueen
Beauty
R: Oliver Hermanus
Das Turiner Pferd
R: Béla Tarr
Der Schnee am Kilimandscharo
R: Robert Guédiguian
Viva Riva
R: Djo Munga
Der Preis
R: Elke Hauck
Young Adult
R: Jason Reitman
Der perfekte Ex
R: Mark Mylod
Der König von Bastøy
R: Marius Holst
Kill Me Please
R: Olias Barco
Martha Marcy May Marlene
R: Sean Durkin
Das Leben gehört uns
R: Valérie Donzelli
Beloved
R: Christophe Honoré
The Yellow Sea
R: Na Hong-jin
Aktuell im TV
Motel
Mi 08.02, 22:10 Uhr, Kabel Eins
Waltz with Bashir
Nacht von Mi auf Do, 08.02-09.02., 02:00 Uhr, arte
Berlin is in Germany
Do 09.02, 20:45 Uhr, kultur (ZDF digital)
Metropolis - restaurierte Fassung
Do 09.02, 21:00 Uhr, 3sat
Spur der Steine
Fr 10.02, 22:25 Uhr, 3sat

















1 Kommentar