Step into Liquid
Egal ob Profi oder Badewannensurfer, alle haben sie dasselbe Ziel: Möglichst oft die perfekte Welle surfen. Mit dem Auge eines Insiders porträtiert Regisseur Dana Brown höchst unterschiedliche Surferpersönlichkeiten.

Stoked sein ist das oberste Ziel eines jeden Surfers. Dieses unübersetzbare Wort bedeutet im Wellenreiterjargon, dass man sich nach einem exzellenten Surf in einem rauschartigen Zustand befindet. Nachdem Vater Bruce Brown, Surfer- und Filmemacherlegende aus Kalifornien, in seinen berühmtesten Filmen The Endless Summer 1 (1966) und The Endless Summer 2 (1994) dem Surffieber auf den besten Wellen rund um den Globus nachgejagt ist, begibt sich Dana Brown nun auf die Suche nach den größten Fanatikern dieses Sports. Step into Liquid dokumentiert seine Begegnungen mit einer Reihe von ganz verschiedenen Surferpersönlichkeiten, die vom Vollblutprofi bis zum Freizeithelden allesamt dem Rausch völlig verfallen sind.
In kurzen Sequenzen eilt Brown von einem Surfer zum nächsten, filmt ihre unterschiedlichen Liebeserklärungen an den Sport und vergisst dabei nicht, zwischendurch die eigentlichen Protagonisten, die vielgesichtigen Wellenerscheinungen, zu huldigen. Mal zu riesigen Bergen aufgetürmt, mal ziemlich mickrig, als aufgewühlte Windsee oder gleichmäßige Dünung, nahezu alle Launen des Meeres rollen über die Leinwand hinweg. Immer wieder vom Sammelsurium an talking heads unterbrochen, ist jede Wellenimpression mit flotter Musik unterlegt und dynamischen Surfern bespickt bis gegen Schluss des Filmes alles verstummt, der Ozean sich zur allergrößten Welle zusammenballt, auf die sich nur noch die Mutigsten wagen, und ihr Donnern den Kinosaal erbeben lässt.

Die Größe der Welle ist für einen guten Surf jedoch nicht ausschlaggebend. Viel wichtiger ist, was man daraus macht. Streng dieser Philosophie folgend, lässt Dana Brown in seinem Film Surfer auftreten, die genauso unterschiedlich wie die Wellen sind. Er versucht einen Rundumschlag um die Surfspots dieser Welt, auf denen sich neben der Big Wave Ikone Laird Hamilton, auch Leute wie der komische Kauz Dale Webster, der seit 25 Jahren jeden Tag surfen geht, oder die Supertankerwellensurfer aus Texas tummeln.
Step into Liquid liefert durch die Kombination der Ausstellung eines Kuriositätenkabinetts des Surfens auf der einen Seite und atemberaubender Bilder von einigen der Höchstleistungen, die auf der Welle möglich sind, auf der anderen Seite, einen unterhaltsamen und interessanten Einblick in die Kunst des Wellenreitens, die für alle gezeigten Personen weitaus mehr als nur ein Sport ist.
Filmkritik von Marguerite Seidel
Veröffentlicht am 01.06.2005
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Film-Angaben
Titel: Step into Liquid
USA 2003
Laufzeit: 88 Minuten
Regie: Dana Brown
Produktion: John-Paul Beeghly, Bruce Brown
Darsteller: Layne Beachley, Daniel Malloy, Keith Malloy, Laird Hamilton, Keala Kennely, Kelly Slater, Rob Machado, Bruce Brown
Kinostart: 02.06.2005
DVD-Angaben
Titel: Step Into Liquid
Vertrieb: Alamode Film, Pierrot Le Fou, Al!ve AG
Bild: 1,85:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Altersfreigabe: ab 6 Jahren
Extras: „Let’s Go Surfing“; Capturing The Wave; Trailer
Verleih ab: 23.01.2006
Verkauf ab: 17.02.2006
Copyright Step into Liquid
Fotos: © Filmwelt Verleihagentur
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