Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith

Die Sith kommen an die Macht, Anakin Skywalker wird zu Darth Vader, und das alles in lupenrein sauberem Ambiente. George Lucas macht zur Freude seiner Fans zum Abschluss der Star Wars-Filme noch einmal mächtig Krach, in den Liebesszenen knirscht es allerdings gewaltig.

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith

Das Ende kommt nicht überraschend.

Mit Episode III – Die Rache der Sith (Revenge of the Sith) endet, es war lange angekündigt, die Krieg der Sterne-Reihe, und da der Film nahtlos an jene Stelle anschließen sollte, an der der erste Film Krieg der Sterne (Star Wars) 1977 begonnen hatte, war auch sein Ende schon weitgehend festgelegt.

Die ursprüngliche Trilogie machte den jungen Regisseur und Drehbuchautor George Lucas, der bereits mit THX 1138 (1971) und American Graffiti (1973) einem größeren Publikum aufgefallen war, schlagartig berühmt. Die Filme erzählen die Geschichte des jungen Luke Skywalker, der ein „Jedi-Ritter“ werden will, mit seinen Freunden gegen das böse Imperium kämpft und schließlich feststellen muss, dass der finstere Lord Darth Vader sein Vater ist, der als junger Jedi der „Dunklen Seite der Macht“ verfallen war.

Dass die Vorgeschichte zu den Star Wars-Filmen noch zu erzählen war (und auch ein Reservoir an Vermarktungsmöglichkeiten noch zu erschließen), deutete George Lucas schon im Untertitel zu Krieg der Sterne an: Episode IV – Eine neue Hoffnung. Die zweite Star Wars-Trilogie, die also zeitlich vor der ersten angesiedelt ist, erzählt dann die Geschichte von Lukes Vater Anakin Skywalker, seiner Versuchung durch den Imperator und der Vernichtung des Jedi-Ordens.

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith

Die Handlung von Episode III setzt mit einer gigantischen Raumschlacht ein, einer der letzten in den Klonkriegen, die am Ende von Episode II – Angriff der Klonkrieger (Attack of the Clones, 2002) begonnen hatten. Der intrigante Kanzler Palpatine (Ian McDarmid), der heimlich die Macht über die Republik anstrebt, hat sich zum Schein von den Separatisten entführen lassen und wird von dem Jedi Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und dessen Schüler Anakin Skywalker (Hayden Christensen) aus den Händen von Count Dooku (Christopher Lee) befreit. Der entscheidende Kampf zwischen Anakin und Dooku verweist bereits zu Beginn des Films auf das Duell zwischen Luke Skywalker und Darth Vader in Die Rückkehr der Jedi-Ritter (Return of the Jedi, 1983); sein Ausgang wird so für die eingeweihten Fans zu einem weiteren Zeichen dafür, was Anakins Zukunft bringen wird.

Palpatine gewinnt im Verlauf von Episode III mehr und mehr das Vertrauen Anakins, der sich von den Jedi unverstanden fühlt und nach mehr Macht strebt. Zugleich gelingt es ihm, sich Anakins Furcht um das Leben seiner schwangeren Frau Padmé (Natalie Portman) zunutze zu machen, um Anakin zur Dunklen Seite der Macht zu verleiten. Er wird so, während die Kämpfe weitergehen, die Republik an sich reißen, zum Imperium umformen sowie die Jedi entmachten können.

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith

Für den Film ist es ein erstaunlich geringes Problem, dass die Handlung schon weitgehend bekannt ist. Die Zweikämpfe und Schlachten sind dennoch spannend, aufregend und vor allem spektakulär. Lucas, der in Episode I und II das Regieführen schon verlernt zu haben schien, hat hier sein Händchen fürs rechte Bild wiedergefunden. So viel Bewegung und computeranimiertes Schlachtengemälde war selten, und auch, wenn gerade nicht geschossen wird, zeigt Lucas´ hauseigenes Effektteam, was es alles kann.

Die durchaus gehäuften Einstellungen über die Regierungsgebäude auf Coruscant im Abendrot wirken dann jedoch immer noch so, als müsse sich der Film mit der zur Produktion eingesetzten Rechenkraft brüsten; da man aber vergaß, den Häusern, Wohnungen und Raumschiffen ein wenig Schmutz und Abnutzung beizugeben, wirkt das Star Wars-Universum jetzt doch recht steril.

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith

Den zahlreichen Duellen hingegen hat Lucas sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet, und Fans wird freuen, dass der kleine grüne Jedi-Meister Yoda wieder zum Lichtschwert greift. Das rechte Maß scheint Lucas aber zu fehlen: Ein scheinbar finales Duell jagt das nächste, immer wieder ist – die Vermarktung eines Videospiels scheint hier schon vorweggenommen – ein weiterer, stärkerer Gegner zu schlagen. Es werden zahlreiche lose Enden zurechtsortiert, damit sie am Ende zu Episode IV passen, aber es ist doch auffällig, wie wenig Interesse Lucas bei allem Spektakel daran zu haben scheint, eine wirklich packende Geschichte zu erzählen.

Das hat auch mit den doch recht platten Charakteren zu tun, die er auftreten läßt. So flott und fetzig Lucas seine Kämpfe inszeniert, so hölzern und ungelenk geraten ihm – das ist nichts Neues – die Dialoge, vor allem die Liebesszenen zwischen Anakin und Padmé: Über den Austausch “Du bist so wunderschön.” – “Weil ich dich liebe.” – “Nein, weil ich dich liebe.” kommen sie kaum hinaus. Sobald Padmé erfährt, dass sie schwanger ist, will sie sich nur noch gemeinsam mit ihrem Mann aufs Land zurückziehen. Von Portman als weinerlich und schwach gespielt, ist die angebliche Senatorin der Republik eine schlichtweg lächerliche Figur, passt aber gut ins patriarchale Universum des George Lucas. Eine einzige weibliche Jedi ist in Episode III halbwegs prominent zu sehen, sie wird aber schon in ihrer zweiten Szene ermordet, ohne sich wenigstens richtig wehren zu können.

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith

Woran Episode III – Die Rache der Sith aber letztlich scheitert, ist die Tatsache, dass der Wandel Anakin Skywalkers zu Darth Vader nicht im Geringsten überzeugt. Der Wechsel zur Dunklen Seite der Macht kommt zu abrupt, und das liegt zu einem Gutteil an der schwachen Leistung Hayden Christensens. Es gelingt ihm zu keinem Zeitpunkt, den Zweifeln und Gefühlen, die er angeblich empfindet, Ausdruck zu verleihen, und viele der emotionaleren Momente mit ihm und Portman sind hochgradig, aber unfreiwillig komisch.

Die Schwächen liegen auch in Lucas´ Drehbuch; Schattierungen und Grauzonen sind seine Sache nicht, er findet nur Bilder für die Auseinandersetzung zwischen Schwarz und Weiß, Gut und Böse. Die vorher wohlgetrennten Felder werden allerdings in Episode III gnadenlos vermischt: Die durch den Krieg zermürbten Jedi werden zu zornigen Kämpfern, die ihrer Rachsucht nachgehen, während mit dem aus falsch begriffener Liebe mordenden Darth Vader das Böse eine Geschichte und damit moralische Größe bekommt. Das war zwar auch in der ersten Krieg der Sterne-Trilogie schon bekannt, dort funktionierte es als nur behaupteter Hintergrund aber noch. Erzählen kann George Lucas diese Geschichte jedoch nicht.

Trailer zu „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“


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Kommentare


dari

MIR PERSÖNLICH HAT ER GUT GEFALLEN BIS AUF DIE LIEBESGESCHICHTE VON ANAKIN UND PADME


Kakashi

Ich bin ein großer Fan von Star Wars. Ich fand den Film einfach klasse! Aber ich kann nicht verstehen warum behauptet wird, dass Hayden Christensen nicht gut geschauspielert hat! Ich konnte gut die Gefühle erkennen und würde auch gerne so gut schauspielern können. Ich persönlich hatte nämlich Anakin als lieblings Person. Und Hayden Christensen ist sogar zu einem meiner 2 Idole geworden.Also ich würde mich freuen, wenn mir das jemand erklären könnte! ;)


Kakashi

Achja und ich fand die Szenen mit Anakin und Padme sehr gut! *lol*


Susi

ich fand die Scenen mit Anakin auch sehr gut:)


selma

Ich fande die liebesgeschichte von Ani und Padme auch schön.Ich würde es schöner finden wenn Geoge Luckas ein ganzen Film nur über Padmes und Anakins Beziehung ein Film drehen würde kann ja nur eine Stunde gehen das wäre super!!!In Clone Wars wurde sie wenig gezeigt.Trodtzdem fand ich die Liebesgechichte schön gemacht wurde. Eure Selma


Selma

ACH JA BIN AUCH EIN GROßER STAR WARS FAN!!!!!!ICH LIEBE STAR WARS!!!!


ilfirin Ainu

Ich verstehe es auch nicht. In allen Foren in denen ich war haben die alle voll über den Hayden hergezogen. Ich finde des total bescheuert.
Er ist ein super schauspieler.


Nihiler

Alles wunderbar, nur die Wandlung von Anakin überzeugt nicht im Geringsten. Schade, denn genau das ist die Schlüsselszene nicht nur diesen Films, sondern der ganzen Saga.


Luke

Hi,
ich bin auch ein großer Fan von Star Wars. Erst recht von Luke und den anderen. Die LIbesgeschichte von Admidaler und Aniken finde ich schon nen bischen hart am ende .Ich meine ja nur das der Aniken einfach Admidaler umbringt das kann man doch nicht machen oder?


Jonas

Ein super Film. Sind wir nicht alle etwas in Natalie Portman verliebt? Also ich auf jedenfall. In Episode 2 zeigte sich Star Wars mal von einer anderen Seite. Endlich so intensive Bilder voller Liebe. Obwohl Episode 3 sehr hart ist, ist die Romantik noch da.


Jörn Allers

Jonas hat schon Recht. Natalie Portman ist natürlich optisch ansprechend. Ich denke mal, dass das den Film auch sehr ausmacht. Natürlich die düstere Story, die Effekte. Die Antwort, wie Vader zu Vader wird.. Mein Lieblingsfilm bleibt wohl immer "the empire strikes back". Auch sehr düster und ohne wirkliches Ende. Genau so offen wie Episode 2. Nach Dookus Flucht.. Gruss von j.


Grievous

f


Grievous

Tut mir leid das ich bei der dem vorigen Kommentar nur einen buchstaben stehen habe ich habe mich verdrückt. Ich wollte schreiben: Für mich ist Episode III der wohl beste Film den die Filmwelt zu bieten hat. Für mich natürlich nicht für alle sind Episode I-III das ware STAR WARS.
Die Geschichte ist grandios. Die Kritik des Kritikers fand ich wirklich schlecht. Episode III ist der wohl creativste Film der gemacht wurde. Der Kritiker schreibt Episode III war schon klar was passieren würde. Ich hoffe er hat das nicht ernst gemeind. Hat irgendjemand nach Episode II gewusst das im nächsten Teil eine Eröffnungsraumschlacht statfindet ein vier armiger Droide namen Grievous mit Lichtschwertern kämpft sein eigenes Flagschiff und Leibwachen hat hat gegen Obi-wan kämpft. Das Mace Windu gegen Darth Sidious kämpft und stirbt so wie Kit Fisto und die anderen jedis. Hat irgendeinr schon gewusst das Obi-Wan auf Boga reitet einen wesen. Das Anakin verbrennt und gegen Obi-Wan auf einen Lavaplaneten kämpft. George Lucas hat bei Episode III zwei oder drei Jahre Drehbuch geschrieben. Mit den Konzeptkünstlern. Damit der Film komplett creativ wird. Und jetzt soll mir dieser Kritiker oder jemand anderer einen Film nenen der creativer als die Rache der Sith ist. Also das fand ich nur gemein. So etwas zu schreiben. Wenn man seine Kritik abgibt dann sollte auch stimmen was man schreibt.


Itaka13

Was Grievous schreibt kann ich nur unterstützen der Film war echt gut und spannend ich find alle Star Wars Filme sin geil obwohl Episode IV-VI sin ein bisschen lam wobei man bedenken muss das die damals noch keine PCs hatten und alles echt is also Georg super Leistung


HANSOLO

ZITAT:selma
Dienstag, 25-07-06 21:17
Ich fande die liebesgeschichte von Ani und Padme auch schön.Ich würde es schöner finden wenn Geoge Luckas ein ganzen Film nur über Padmes und Anakins Beziehung ein Film drehen würde kann ja nur eine Stunde gehen das wäre super!!!In Clone Wars wurde sie wenig gezeigt.Trodtzdem fand ich die Liebesgechichte schön gemacht wurde. Eure Selma

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HAHAHAHAHAHAHAHA :-)))

Oh man! Schorsch sieh nur was du getan hast!!

wegen solcher freaks und dem geld hast du die STARWARS Saga ZERSTÖRT...:-(((

p.s. warum besetzt man die rolle des darth vader mit einem stricher wie HAYDEN CHRISTIANSEN???!

:-)))


CHEWBACCA

HAHA episode3 war das dümmste VIDEOSPIEL das je im KINO lief...:-)))
Die Jedi Ritter (die angeblich die republik beschützen:-)) stellen sich als totale DILLETANTEN heraus die weder rechtzeitig den sith lord entdecken noch die Aufnahme eines padawans (der Ihr ende sein wird) verhindern können..
Oh man! Schorsch sieh nur was du getan hast!!
wegen geldgier hast du die STARWARS Saga ZERSTÖRT...:-(


wokub

ich finde an episode 3 total schlecht, dass dort kinder, nämlich die jungen jedis, ermordet werden. dass sowas in einem star-wars-film möglich ist hätte ich george lucas nicht zugetraut und macht den film letztlich zu einem nicht-sehenswerten Werk. Was soll man den fühlen, wenn man sieht, wie vor angsterfüllten Kindern ein Lichtschwert aufblitzt um sie zu töten?


Jörn Allers

Für mich vielleicht nicht die allerbeste Episode, aber Natalie Portman sieht sowas von hübsch und süß aus. In keinem Film war das danach nochmal so.
Einfach schön auch die Szene mit dem See.


J from the walley of Haze

Der Kritiker hat hier meiner Meinung nach den zentralen Inhalt des Filmes nicht verstanden...
Die Schlachten, der Verfall der Republik etc; all das wird doch nur als Vorwand benutzt um die Geschichte des Anakin Skyewalker zu erzählen. Das ganze Plakative Gut VS Böse ist auch nur der Rahmen. Denn was Anakin passiert ist die absolute Selbstaufgabe zu Gunsten seiner Liebe. Er handelt gegen sein Gewissen, das ihm sagt, er solle sich an den Jedikodex halten, da er glaubt seine Ideale aufzugeben sei der einzige Weg Padmé zu retten. Das scheitern lässt ihn zerbrechen, da er erkennen muss, das er alles aufgab um etwas zu retten, dass er erst dadurch überhaubt verloren hat.


Maxi

episode1 -12 Bringen






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