So was wie Liebe

Internet-Unternehmer und Fotografin – kann das gut gehen? Ashton Kutcher und Amanda Peet in einer belanglosen Hollywood-Liebesgeschichte.

So was wie Liebe

Oliver und Emily treffen sich Ende der achtziger Jahre zufällig auf dem Flughafen. In der Flugzeug-Toilette kommen sie sich näher – was jedoch für Emily nur ein Flirt und vor allem eine Ablenkung von ihrem Macho-Geliebten ist, scheint für Oliver ernst zu sein. Dennoch verlieren sich die beiden aus den Augen. Aber sie wetten: In sechs Jahren, nimmt sich Oliver vor, sei er ein gemachter Mann – er will in das Internet-Business einsteigen – und Emily soll ihn dann anrufen, wenn er ein Haus habe, eine Frau, ein großes Auto ...

Natürlich kommt aber alles anders. Die beiden sehen sich, manchmal zufällig, manchmal geplant, in diesen Jahren einige Male wieder. Der Film steigt immer kurz vor diesen Treffen wieder in die Geschichte ein und fasst zusammen, was den beiden inzwischen passiert ist. Natürlich hält dies einige Situationskomik bereit und Amanda Peet gibt eine sympathisch-zerstreute Foto-Künstlerin, über deren kitschige Postkarten-Fotos man sich allerdings streiten könnte, und Ashton Kutcher einen everybodys darling wie aus dem Bilderbuch. Wie in jeder romantic comedy weiß der Zuschauer aber im Grunde von Anfang an, wohin die Geschichte führen wird. Der Einfall, immer gerade dann wieder in die Geschichte einzusteigen, wenn eine Beziehung der beiden in die Brüche gegangen ist, mutet auch nicht unbedingt originell an. Die beiden Hauptdarsteller geben wirklich ihr Bestes, einige schwache Szenen noch zu retten, aber das Drehbuch von Colin Patrick Lynch schreckt auch vor (ur)alten Gags nicht zurück und baut diese dann sogar noch aus. Vor allem bei Amanda Peet konnte man aber zuletzt in Melinda und Melinda (USA 2004) sehen, dass sie mit einem guten Drehbuch deutlich stärker ist. Die Eindimensionalität der Emily wird nicht als Meilenstein ihrer Karriere Bestand haben.

Die Dialoge von So was wie Liebe amüsieren nicht mehr als die einer guten amerikanischen Vorabendserie, die Drehorte (Los Angeles, New York, San Francisco) sind so bekannt, dass sie sogleich wiedererkannt werden können, und als Sommerkomödie mag der Film durchgehen. Wem das nicht gefällt, der sitzt dann wirklich im falschen Film.

Trailer zu „So was wie Liebe“


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