Sergeant Pepper

Sandra Nettelbecks zweite Regiearbeit ist ein erfrischender Kinderfilm um die Freundschaft zwischen einem Hund namens Sergeant Pepper, der von seinem Besitzer Haus und Vermögen erbt, und einem kleinen Jungen namens Felix, der am liebsten im Tigerkostüm herumläuft.

Sergeant Pepper

Sergeant Pepper, das sollte vorangeschoben werden, hat nichts mit dem gleichnamigen Beatles-Song zu tun. Es ist der Name eines Hundes, dessen Besitzer, Herr von Gordenthal, verstirbt und der in dessen Testament, sehr zum Ärger der beiden leiblichen, erwachsenen Kinder (Barbara Auer und Oliver Broumis), großzügig bedacht wird. Der Clou dieses Testaments ist, dass Pepper sich quasi selber aussuchen darf, mit wem er in Zukunft die Villa bewohnen möchte. Deshalb planen von Gordenthals hinterlistige Kinder, Pepper umzubringen. Doch der kann fliehen und findet sich plötzlich bei der äußerst sympathischen Familie des Erfinders Johnny Singer (Ulrich Thomsen) wieder, mit dessen Sohn Felix (Neal Thomas) - der am liebsten den ganzen Tag im Tigerkostüm herumläuft - der Hund schnell eine ungewöhnliche Freundschaft eingeht.

Es ist überraschend, dass Sandra Nettelbeck, Regisseurin der leisen Tragikomödie Bella Martha (2001), sich als zweite Arbeit einen Kinderfilm ausgesucht hat. Gelungen ist ihr eine erfrischende Komödie, die tatsächlich mehr für Kinder als Erwachsene gedacht ist. Nettelbeck arbeitet mit bewährten Mustern: böse oder chaotische Erwachsene, schlaue und mutige Kinder. Dabei findet sie eine Bildsprache, die zwar sehr kindgerecht ist, aber auch Erwachsene für die eher konventionelle Geschichte erwärmen wird. Hinzu kommt eine hervorragende Darstellerriege, in der alle Akteure ihre Figuren mit einer natürlichen Lebendigkeit spielen und aus der besonders die Leistungen der Kinder hervorstechen. Sandra Nettelbeck lässt eine ganze Reihe namhafter Schauspieler in Nebenrollen und als Statisten auftreten, darunter auch Martina Gedeck und August Zirner, die ihre Rollen aus Bella Martha wieder aufnehmen und den Film fast als eine Art Fortsetzung zu ihrem Erstling erscheinen lassen.

 

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