Playa del Futuro - Suche nach dem Glück

Unaufdringlich charmant und mit trockenem Humor erzählt Peter Lichtefeld in Playa del futuro die Geschichte von Suchenden und Träumern im spanischen Andalusien, deren Leben sich für kurze Zeit kreuzen und dadurch verändern.

Playa del Futuro

In seinem Debütfilm Zugvögel - ... einmal nach Inari (1998) hat Regisseur Peter Lichtefeld seine Charaktere in Zügen nach und durch Finnland reisen und dabei zu sich selber finden lassen. In seinem zweiten Spielfilm Playa del futuro reisen die Protagonisten nicht in den Norden, sondern nach Spanien, zum Strand der Zukunft - so die Übersetzung des Titels.

Peter Lohmeyer, der in Zugvögel einen verbissen gutmütigen Kommissar spielte, ist Jan, ein Koch, der seit Jahren in Kati (Outi Mäenpää), die finnische Freundin seines besten Kumpels Rudi (Hilmi Sözer) verliebt ist. Alle Drei betreiben eine Kneipe in Köln, bis Rudi sich plötzlich entschließt alleine nach Andalusien auszuwandern. Jan und Kati beschließen die Kneipe in ein richtiges Restaurant zu verwandeln, aber ihr Traum scheint schon am Tag der Neueröffnung zu zerplatzen, denn Rudi hat Jan nicht über alles informiert. Also begibt sich Jan nach Spanien, um Rudi aufzuspüren und trifft dabei auf viele Sinnsuchende und Träumer.

Peter Lichtefeld mag seine verträumten Figuren, die sich von nichts an der Verfolgung ihrer Träume aufhalten lassen, ganz egal wie weit man dafür fahren muss; getreu der Maxime, dass nur wer über die Grenzen – in diesem Fall Landesgrenzen - hinaus geht, seine Möglichkeiten überhaupt wahrnehmen kann. Dabei lässt er den Zuschauer an der langsamen Entwicklung der Gestrandeten teilhaben, nimmt sich Zeit bei der Beobachtung und findet poetische Bildarrangements in der kargen Landschaft Andalusiens. Lichtefeld bedient sich nicht spanischer Stereotype, sondern begibt sich erfolgreich auf die Suche nach neuen Perspektiven, den Blickwinkeln der Träumenden auf das neue Land. Playa del Futuros optimistischer Blick auf die Welt und sein Glaube an die Möglichkeiten ist erfrischend, anders und eine empfehlenswerte Ausnahme im Komödien-Einerlei.

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