Pans Labyrinth

„Es war einmal“: Guillermo del Toros Film haucht dem Märchen mit poetischen Bildern und einer ungeheuer kraftvollen Geschichte neues Leben ein.

Pans Labyrinth

Die Uhr war zerschlagen und funktioniert doch noch: vorsichtig hantiert Capitan Vidal (Sergi López) am Innenleben jener Uhr, die sein Vater zu Boden warf, als er gewaltsam ums Leben kam. Die Uhr, das zeigt sich im Laufe des Films, ist für Vidal ein Erinnerungsstück, das seinen Vater, die Erinnerung an seinen Vater und damit die männliche Blutlinie am Leben hält, zugleich aber auch ein Memento mori, eine Mahnung, an die eigene Sterblichkeit zu denken und dafür zu sorgen, dass das eigene Andenken in der männlichen Blutlinie bewahrt wird.

Immer wieder gerne sind es Uhren und Uhrwerke, die in Guillermo del Toros Filmen auftauchen und die grausamsten Charaktere antreiben – ganz konkret wie in del Toros weithin unterschätztem Fantasy-Spektakel Hellboy (2004) bei Karl Ruprecht Kroenen, dessen Herz durch eine Apparatur ersetzt wurde, die einem Uhrwerk ähnelt, oder metaphorisch wie jetzt bei Capitan Vidal in Pans Labyrinth (El Laberinto del Fauno). Beide Figuren, das ist natürlich kein Zufall, sondern ein wiederkehrendes Thema in del Toros Arbeit, sind Schergen des Faschismus, deren Brutalität und Gefühllosigkeit im mechanischen Ticken des Uhrwerks gespiegelt wird.

Pans Labyrinth

Vidal gehört zu General Francos Armee und hat 1944 – der Spanische Bürgerkrieg ist eigentlich schon zu Ende – sein Lager in einer einsamen Mühle aufgeschlagen, um von dort aus einige versprengte Rebellen in den Bergen zu bekämpfen. Obwohl sie hochschwanger und die Reise sehr mühevoll ist, lässt er seine Ehefrau Carmen (Ariadna Gil) nachkommen, da er möchte, dass sie bei der Geburt seines Kindes bei ihm ist – er erwartet wie selbstverständlich einen Sohn. Carmen wird von ihrer elfjährigen Tochter aus erster Ehe, Ofélia (Ivana Baquero), begleitet, die über ihren Stiefvater offensichtlich nicht sehr glücklich ist.

In der Mühle werden die Neuankömmlinge von der Haushälterin Mercedes (Maribel Verdú) und dem Arzt des Hauses, Doktor Ferreiro (Alex Angulo), umsorgt. Mercedes und Ferreiro sympathisieren allerdings, wie Ofélia bald herausfindet, mit den Rebellen und versorgen sie mit Proviant, Medikamenten und Informationen.

Diese Geschichte allein würde für manchen Film genügen, aber del Toro hat ein großes Herz fürs Übersinnliche. Schon in The Devil’s Backbone (El Espinazo del diablo, 2001), den man als Fingerübung für Pans Labyrinth verstehen kann, verband er die im Spanien der Franco-Zeit angesiedelte realistische Erzählung mit einer Geistergeschichte und knüpfte daraus einen spannenden und zugleich poetischen Film über Schuld, Sühne und Verantwortung.

Pans Labyrinth

In Pans Labyrinth sind es nicht die Seelen von Verstorbenen, die Ofélia heimsuchen, obwohl Vidals Mordlust genug unruhige Gespenster hervorbringen könnte. Stattdessen taucht das Mädchen in eine Parallelwelt ein voll märchenhaftem Licht, verwunschener Prinzessinnen und geflügelter Feenwesen, in der aber auch Kinder unversehens zur Mahlzeit beim Festbankett werden können.

In den dunklen Räumen der alten Mühle und den Schatten des direkt benachbarten uralten Irrgartens geschieht der Übergang zur Welt des Phantastischen zuweilen ganz plötzlich. Ein geheimnisvolles Insekt verwandelt sich in eine schlanke Fee, und ein knorriges Gewächs beginnt sich zu bewegen: als Ofélia sich in das verwachsene Labyrinth vorwagt, wartet dort ein Faun (Doug Jones) auf sie, der ihr offenbart, sie sei eine Prinzessin aus einer unterirdischen Welt, die inzwischen vergessen habe, woher sie ursprünglich stammt. Drei Aufgaben stellt er ihr dann nacheinander, um ihre wahre Identität zu überprüfen.

Del Toro und sein Kameramann Guillermo Navarro, mit dem der Regisseur schon seit langen Jahren zusammenarbeitet, haben Ofélias Welt – die oberirdische wie die unterirdische – mit viel Sinn für Farben und Beleuchtung in Szene gesetzt. Auch im tiefsten Dunkel leuchten immer wieder einzelne Farbfetzen auf, erst in den Momenten höchster Not und Verzweiflung verwandelt sich die Dämmerung in ein schier undurchdringliches dunkles Blau, aus dem nur noch die Phantasie einen Ausweg bietet.

Pans Labyrinth

Die seltsamen Wesen, denen das Mädchen begegnet, sind so faszinierend wie beängstigend, und genau in dieser Schwebe bleibt die ganze Geschichte: selbst in den Momenten, in denen der Film äußerste Brutalität oder zumindest viel Blut zeigt, wenn etwa Vidal einen Rebellen foltert oder eine ihm zugebrachte Schnittwunde selbst verarztet, bewahrt sich der Film eine eigentümliche Schönheit, dass man kaum hin- und doch kaum wegsehen mag.

Carmens Ermahnung an ihre Tochter, sie solle ihr Schicksal und vor allem ihren Stiefvater mit mehr Ergebenheit ertragen, das Leben sei schließlich nicht wie im Märchen, meint freilich jene weichgespülte Form Märchen, die als Gute-Nacht-Geschichte oder für kitschige Disney-Filme taugen mag. Ofélias Leben aber ist so, wie del Toro seine Märchen mag: blutig und grausam, voll von Schönheit und Entscheidungen, die Mut und Willenskraft erfordern. Del Toro will das Potential von Mythen und Märchen voll ausschöpfen und moralische Geschichten mit atemberaubenden Abenteuern und poetischen Worten und Bildern erzählen.

Dabei geht es ihm gar nicht darum, selbst der Erzähler zu sein. Das Buch, in dem Ofélia liest, schreibt sich wie von selbst und vielleicht auch erst in ihrer Imagination, und del Toro lässt sich nie auf das unwürdige Spiel ein, zwischen Wahrheit und Phantasie wirklich unterscheiden zu müssen oder nur zu wollen. Aber auch auf eine einfache Trennung von Gut und Böse läßt er sich nicht ein. Wie im Ineinandergreifen von Realem und Phantastischem sind hier die Verhältnisse keineswegs einfach: die Widerstandskämpfer um Mercedes’ Bruder Pedro (Roger Casamajor) sind keine Engel, sondern töten fast ebenso rücksichtslos wie ihre Gegner. Und Capitan Vidal – López’ Leistung ist nicht genug zu würdigen – gerät nicht zur geist- und hirnlosen Tötungsmaschine, sondern zu einem trotz allem komplexen und mit Unsicherheiten, gar Selbsthaß beladenen Menschen.

Er möchte über seine männliche Blutlinie in Erinnerung bleiben, so wie er seinen Vater mittels dessen Uhr in Erinnerung hielt; für ihn ist Erinnerung etwas mechanisches, etwas, das weitergereicht und repariert werden kann wie eine Uhr. Del Toro setzt Vidals Vorstellung die Erinnerung der Märchen und Mythen, der lebendigen Erzählungen entgegen, deren Kraft aus dem Halbdunkel kommt. Das Zwielicht mag keine eindeutigen Wahrheiten kennen, aber mit Sicherheit die besseren Geschichten.

Trailer zu „Pans Labyrinth“


Trailer ansehen (1)

Kommentare


GenFox

Ich habe den Film gerade gesehen und ich muss sagen das er einfach nur EKELHAFT ist. Meinen Freunden und mir ist jetzt noch schlecht. Der Film hat sogut wie keine Story. Wir haben einen Fantasy-Film erwartet aber der Schwerpunkt dieses Filmes liegt auf dem zerschlitzen von Männern und dem erschießen von Kindern. Es wird keine Chance ausgelassen schlimmste Verletzungen herbeizuführen und diese auch offen zu zeigen. Es werden Köpfe abgebissen, eine Hand und ein Mund aufgeschnitten und Menschen gefoltert. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben! Ich kann nur empfehlen den Film nicht anzuschauen, danach ist einem nurnoch schlecht und mir machen solche Filme normalerweise nichts aus. Einfahc wiederlich...


blueraven

GenFox: Du hast den Film nicht verstanden...


Seraphina

Der Film ist ganz sicher nicht für Kinder geeignet!
Ebenfalls nix für Leute die zart besaitet sind! Die Altersfreigabe ab 16 ist absolut berechtigt!
Wer ausserdem in Pan´s Labyrinth einen FANTASY-Film erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden! Wie der Regisseur in einem Interview gesagt hat, wollte er mit diesem Film ein Märchen für Erwachsene und eine Parabel vom Faschismus darstellen!
Soll heißen, der FASCHISMUS (speziell des Franco-Regimes) mit all seinen physischen und psychischen Grausamkeiten - die schonungslos dem Zuschauer vor Augen geführt werden - ist das Hauptthema des Films und das kleine Mädchen versucht sich davor zu verstecken, indem es in ihre eigene Fantasy-Welt flieht. Am Schluss könnte man sich als Zuschauer fragen, ob diese Welt nun echt war oder doch nicht?!

FAZIT:
Ich möchte es nochmal mit Nachdruck sagen - Pan´s Labyrinth ist NICHT einfach nur ein etwas gruseliger Fantasy-Streifen, wie manche denken mögen.
Wenn man das bedenkt, wird man von der metaphorischen Thematik des Films nicht kalt erwischt!

BILIANZ:
80% harte, brutale Realität - 20% Dark-Fantasy!


Seraphina

Der Film ist ganz sicher nicht für Kinder geeignet!
Ebenfalls nix für Leute die zart besaitet sind! Die Altersfreigabe ab 16 ist absolut berechtigt!
Wer ausserdem in Pan´s Labyrinth einen FANTASY-Film erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden! Wie der Regisseur in einem Interview gesagt hat, wollte er mit diesem Film ein Märchen für Erwachsene und eine Parabel vom Faschismus darstellen!
Soll heißen, der FASCHISMUS (speziell des Franco-Regimes) mit all seinen physischen und psychischen Grausamkeiten - die schonungslos dem Zuschauer vor Augen geführt werden - ist das Hauptthema des Films und das kleine Mädchen versucht sich davor zu verstecken, indem es in ihre eigene Fantasy-Welt flieht. Am Schluss könnte man sich als Zuschauer fragen, ob diese Welt nun echt war oder doch nicht?!

FAZIT:
Ich möchte es nochmal mit Nachdruck sagen - Pan´s Labyrinth ist NICHT einfach nur ein etwas gruseliger Fantasy-Streifen, wie manche denken mögen.
Wenn man das bedenkt, wird man von der metaphorischen Thematik des Films nicht kalt erwischt!

BILIANZ:
80% harte, brutale Realität - 20% Dark-Fantasy!


Filmfan

Ich habe den Film heute gesehen und finde ihn überwiegend nicht gut. Abgesehen von der Brutaltität (wozu sollte die gut sein?) hatte ich etwas gegen den "Sinn" des Ganzen. Wenn ich die Szene am Schluss (Der König empfängt seine Tochter in einem sehr sakralem Umfeld) richtig deute, dann will uns der Film wohl mitteilen, dass wir in schlimmen Zeiten immer nur brav unserem Glauben folgen sollen, dann wird alles gut. Na, das paßt ja gerade gut in unsere Zeit! Vielleicht lege ich da etwas zu viel hinaein, aber es drängt sich der Gedanke dann doch immer wieder auf. Ofelia wird in Versuchung geführt (Weintrauben - warum nicht gleich ein Apfel?) und verstoßen - um dann doch noch eine Chance zu bekommen. Der Vater (Gott) vergibt! Man findet mehrere biblische Parallelen. Zuletzt kommt sie dann zum Vater, nachdem sie tot ist und ihr Blut, statt des eines anderen vergossen hat. Mann!
Und unlogisch war er auch oft. Warum nimmt Ofelia die Weintrauben, obwohl sie mehrfach gewarnt wurde und vorher alles zielstrebig und korrekt erfüllt hat? Warum tötet Mercedes Vidal nicht, als sie die Gelegenheit dazu hatte?


ghost

Ich möchte doch eine kleine Filmkritik schreiben. Ich wüßte wirklich gerne, welchen Film manche Leute gesehen haben. Weder sieht man in aller Deutlichkeit, wie ein Kopf durch Aufschlagen einer Flasche "platzt" noch, wie ein Bein abgesägt wird. Ein Mund wird nicht einfach zugenäht sondern eine Wunde vernäht. Dieses Nähen verläuft ohne sonderliches Blutvergießen. Manchmal glaube ich, dass die Leute die Augen zugemacht haben und sich all die schlimmen Dinge anhand der Geräuschkulisse selbst zusammen gestrickt haben. die einzig wirklich abscheuliche Sache an dem Film war die Zeit in der er spielt. Man sollte sich vor Augen führen, wie brutal, unbarmherzig und unmenschlich dieses Regime war. Das in einem Film in allerkleinster Deutlichkeit darzustellen, da hätte ich auch Schwierigkeiten, den Film zu verarbeiten. Jedoch war das nicht der Fall und jeder hat nun einmal eine andere Fantasie. Manchmal liegt es wahrscheinlich daran, dass Leute, die diesen Film sehen wollen eher denken, dass es ein Fantasyfilm im Stil von "Das letzte Einhorn" ist und vergessen dabei, das dieser Film auch über erhebliche Brutalität in wunderschönen Bildern verfügte. Natürlich ist es ein harter Streifen aber auch auf seine Art wunderschön. Der Balanceakt zwischen Realität und Fiktion (Fantasy) ist sehr gut gelungen. Die Handlung ist schlüssig und die Darsteller ganz hervorragend. Das Ende kann man sich ganz wundervoll vorstellen, dass Ophelia endlich wieder bei Ihren Eltern ist und sie glücklich und zufrieden bis ans Ende der Zeit leben. Aber auch so, dass das Mädchen unglaublichen Mut bewiesen hat, sich gegen seinen Stiefvater aufzulehnen, das Leben ihres Bruders zu schützen und sich selbst zu opfern (Im Film das 7., Zeichen war ein Zitat: Willst Du für ihn sterben). Wie es dem lieben Mistkerl von Stiefvater dann noch ergangen ist, ist einfach großartig. Er hat soviele Leben brutal genommen, Menschen unsäglich gequält. Am Schluß in seinen Augen zu lesen, dass man ihm sein Leben und alle Erinnerungen an ihn nimmt, war einfach nur großartig. Wir werden uns den Film auf jeden Fall noch einmal auf DVD ansehen.


Lihtfighter

Ich habe heute den Film auch angeschaut und ich weiß nicht.
Er ist auf jeden Fall sehr gut, nur darf man nicht den Fehler machen und denken das ist ein Fantasyfilm, mit der Einstellung bin ich rangegangen...
Ich kannte halt nur das Filmposter und im Titel kam "Pan" vor, was ja sehr deutlich auf eine Fantasiegestalt hinweißt.
Jedoch das andere Thema einfließen zu lassen, finde ich gut, denn es gibt wenig von solchen Fimen, die das ganze auch noch so gut rüberbringen. Denn so war die Zeit damals und so ist sie heute auch noch so, wenn nicht vielleicht bei uns, aber diese Menschen mit solch erschreckender Brutalität gab es und wird es immer geben und dafür sind doch auch solche Filme, das wir uns dies immer vor Augen halten, das ist nicht "nur" Film, das ist war.
Und das kleine Mädel da, sie schafft sich ihre eigene Welt, um den Druck von Außen standhalten zu können.

Also Fazit, ich fand den Film "erschreckend" gut.
Nur sollte man sich grade bei dem Film vorher informieren was man sich möglicherweise damit antut und dann kann man abwägen, weil es ist nicht für jeden das richtige.


DJ

EIN FANTASY FILM OHNE FANTASY?! Ich dachte wunder was, wie dieser Film wohl sein könnte. Ich habe viele gute Kritiken über diesen Film gelesen, die Story hat mich echt gereizt. Das Highlight 2007, so stehts in der Zeitung. Ich hab mich echt auf einen gigantischen Fantasyfilm mit tollen Special Effects gefreut (so wurde er von den Kritiken jedenfalls beschrieben). Auch wurde beschrieben dass ein paar brutale Szenen vorkommen, aber nicht so!

Leider wurde ich maßlos enttäuscht. Dermaßen brutal insziniert finde ich den Serengat. Der Film ist ab 16. Aber ich finde nicht dass dieser Film ab 16 zugelassen sein sollte. Das ist halt meine Meinung zu diesem Film. Wenn ich gewusst hätte wie brutal dieser Film in Wirklichkeit ist, hätte ich ihn mir nicht angesehen. Er ist die 9 Euro die ich gezahlt habe nicht wert. Ich möcht gerne noch wissen wo hier der Name Fantasy versteckt ist.


stan

Das war echt der schlechteste film den ich in meinem leben gesehen habe!


verwunderter zeitgenosse

film = schlecht, wenn iq < 125
film = gut, wenn iq > 125


Dr. analysis

Wer denkt das dies ein Fantasy-film ist liegt zum grössten teil Falsch!!!
man Sollte bevor man sich ein Film anschaut, den Inhalt des Films Lesen(und nicht aus der Tageszeitung,da steht Immer Falscher Mist!!!)
werend der Film in Arbeit ist,
Stellen viele Regiesseure die Handlung des Film im Internet bzw. in der eigenen Homepage zur verfügung! Somit weiss man im vorraus was auf einem zukommt. Und mir hat der Film sehr gut gefallen, nicht der Typische Hollywood Sch...


James

Nachdem der Film von vielen Zeitungen, Fachzeitschrifen usw. so sehr gelobt wurde, musste ich ihn auch sehen.
Ich bin mit der Erwartung daran gegangen, einen Fantasyfilm zu sehen.
Gewissermaßen hatte sich das auch bestätigt: nämlich dadurch, dass er eine Mischung aus Realismus und Fantasy.
Einige vorausgehende Kommentare sagen, es wäre kein Fantasyfilm, jedoch bin ich der Meinung, dass man das "Übersinnliche" durchaus in dieses Genre einordnen kann.
Grandios finde ich die Verschmelzung von den beiden genannten Elementen. Man fragt sich bis zum Schluss, ob diese Parallelwelt nur in dem Kopf von dem Mädchen existiert oder in "wirklich" ist. Dass Vidal am Ende den Faun nicht sehen kann, spricht dafür, dass alles Übersinnliche in dem Film nur eine Einbildung Ofelias ist; ähnlich wie das Buch, welches die Zukunft voraussagen soll. Da es an einer Stelle des Films etwas voraussagt, was eine kurze Zeit später eintrifft, stellt sich jedoch wieder die Frage, ob doch etwas an der Einbildung Ofelias dran ist. Sieht sie die Welt einfach mit anderen Augen, die wahre Welt?
Auf der einen Seite haben wir also dieses Mädchen, die etwas sieht, was Phantasie, aber auch die Realität hinter der Realität sein könnte.
Auf der anderen Seite die vermeindliche Realität, mit all ihrer Grausamkeit. Diese finde ich allerdings nicht überzogen, da sie den Kontrast zu der Welt Ofelias bietet. Man bekommt durch die Gewaltszenen nicht das Gefühl einen Märchenfilm zu sehen, und wenn, dann wird dieses durch sie wieder aufgehoben.
Ich denke die Schlussszene, in der die getötete Ofelia ihre verstorbenen Eltern in einer Art Königreich wiedertrifft, nachdem sie, statt ihren Bruder dem Faun zu übergeben, wie sie es versprochen haate, widerspricht und dabei selbst ums Leben kommt und ihrem Bruder das Leben rettet, will uns vermitteln, dass man nicht willenlos gehorchen sollte, sondern auf das eigene Herz hören und handeln sollte. Ofelia wurde für ihren Eigensinn belohnt, indem sie dadurch ihre letzte Aufgabe erfüllte.


James

[...]
Ach ja: ingesamt ein gelungener Film, allerdings keiner, der mich von den Socken gehauen hat, wie von den Medien angeprießen. Es war einer der besseren Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe, und bei all dem Mist der teilweiße so zu sehen ist, hebt er sich natürlich von der Masse ab. Es waren einige originelle Ideen dabei, z.B. Kombination von Realität und Phantasie. Die Darstellung der Unterdrückung durch den General und seine Leute ist sehr gut gelungen und man konnte in den Gewaltszenen die Qual der Menschen mitfühlen. Allerdings waren die Phantasieelemente nicht sonderlich innovativ: erfülle drei Aufgaben und du bist Prinzessin. Das klingt für mich eher kitschich.
Wie auch immer: sehenswerter Film.


pulaski

was für ein schrottfilm. auf billigste effekte setzend, dass es einem die hirnhaut zersetzt, und dann so tun, als sei das ganze ein märchen, gar eine erzählenswerte geschichte. für grobmotoriker und sensible halsabschneider, ja, noch nicht mal für die.


matfilm

Ich muß auch leider sagen, was für ein zusammengefegter Schrott.
Brutalo Bull Shit- keiner weiß was der Fil überhaupt erzählen will.
Übriegens hat der Regisseur wohl gesagt, dass der Film keine Kritik am Nationalsozialismus sein soll.
Egal, billige Splatterefekte und Gewaltorgien, wie das Absägen eines Beines oder das komplette Zertümmern eines Gesichtes durch eine Flasche machen für mich diesen Film zum Schrottfilm des Jahres.
Toll das dann wenigstens den kleinen Elfen auch noch der Kopf abgebissen wird und ein blödes Monster wie Kaugummi darauf rummkaut.


Frank Meyer

Eines der schlechtesten Filme, die ich in diesem Jahr gesehen habe. Ich rate jedem Interessenten sich diesen Film unter keinen Umständen anzusehen.
Eine Zumutung ist alleine schon der Trailer. Warum kommt in diesem zweiminütigen Trailer dreimal die Schlußsequenz im goldenen Saal der Unterwelt vor? Weil das die einzigen hellen Szenen in diesem düsteren depressiven und sehr sehr negativen Film sind!
Nochmal zum Mitschreiben - dieser Film ist weder eine Saga noch ein schlechtes Märchen oder ein Fantasy-Movie!
Obwohl der Hintergrund des spanischen Bürgerkriegs natürlich erschütternd ist, warum wird das nicht in aller Deutlichkeit im Trailer gezeigt?

Täuschung von jedem Kinogänger!!!


Nico

Ich finde, dieser Film ist sehr gut gelungen. Aber ich
finde, dass man die Gewalttätigen Stellen, wie ein
abgesägtes Bein u.s.w, weglassen hätte können. Das hätte den Film um einiges heller und freundlicher gemacht.


ich

Eine zugegebener Maßen etwas befremdliche Mischung aus übelst brutalen Szenen und Fantasy. Sicher auch recht depressiv, aber absolut empfehlenswert. Eine fantastische Reise zwischen grausamer Realität und imaginärer Märchenwelt. Also mir hat der Film bestens gefallen.


Rosa

Ich muss meinen Vorrednern widersprechen. Wer sich anmaßt den Film nur auf seine angeblich billigen Effekte zu reduzieren, der hat für mich keine Spur von Empathie, keine Emotionalität,...
Wenn man sich in verletzte Seele des Mädchens hinein denkt und sich auch etwas mit Kindern und Psychologie beschäftigt, dann bemerkt man dass die Protagonistin vermutlich unter einer Psychose leidet. Sie versteckt sich in Ihrer Phantasiewelt, einer Parallellwelt zur Realität. Leider hilft ihr niemand und somit bleibt sie darin gefangen bis zu Ihrem Tode.Vielleicht kann man es nur verstehen, wenn man nicht wohl behütet aufgewachsen ist. Wer diesen Film nicht versteht, "der hat kein Blut der hat kein Herz, der hat nur schlichtes Wasser in den Adern"!


jeannie19

Ich dachte mir schon, als ich von der Kombination Foltern und Fantasiewelt gelesen habe, dass der Film sicherlich etwas beängstigend wird, aba wie sehr, kann ich leider nicht ganz ausdrücken. texas chainsaw massacre und andere horrorfilme haben mir nicht so sehr den magen umgedreht, wie die folterszenen in diesem film. ich gucke bestimmt allerhand splatterfilme, aba hier wurde mit tatsächlich mal schlecht. wie die kritik schon komplett erkannt hat, weiß man in dem film nicht, ob man hin- oder wegsehen soll und ich hab mich da in den meisten szenen fürs wegsehen entschieden...die idee war echt interessant, jedoch hab ich die Welt des Mädchens weniger wahrgenommen, wie die vom Hauptmann. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, auf welchen part hier die Prioität gesetzt wurde. Das zauberhafte oder das kaltblütige??? die altersbeschränkung ist meiner meinung nach auch etwas falsch gesetzt worden. das irritierende cover, das an einen kinderfilm erinnert und die eigentliche brutalität des filmes lassen eher eine 18ner-Kategorie zu. dafür war der film einen deut zu aggressiv. an sich ein gelungenes konzept jedoch mit beachtung des alters wäre vielleicht mehr raus gekommen. das verhältnis war mir da ein stück zu unausgewogen. und noch zu der einen kritik, die die effekte als billig darstellte:ich bin der meinung"echter hätte es nicht aussehen können" .wenns billige effekte gewesen wären, hätte die film sicherlich keine 3 oskaer bekommen; wobei einer für die special effecte war! der oskargewinn des filmes hat mich ja auch erst gereizt, ihn anzusehen... übrigens ein oskar auf den inhalt war nicht dabei!!!!


Bluesweetness

Zauberhafte Mischung aus Horror und Fantasy absolut sehenswert.


Anita

Ich fand den Film eigentlich ziemlich gut ,wenn die etwas heftigen szenen draussengelassen worden wären wär erinterresanter geworden so hatte man die ganze zeit nur angst dass wieder so eine grässliche szene kommt (Nasenbruch, abgesägtes bein,)
Die schnittwunde am Mund des Haupmannes wurde aber gut gemacht auch wenns nihct schön anzusehen war.bin selbst erst 15 und finde die altersgrenze auch etwas zu niedrig.^^


Fyrsta

Hm
mehr fällt mir zu dem Film vorerst eigentlich nicht ein. Ich sah ihn in der Schule (!) in der Oberstufe im Spanischkurs, dementsprechend auf Spanisch. Der Film war nicht schlecht, gut umgesetzt, aber einiges leuchtet mir dann doch nicht ein. Zum einen ist da die Gewalt. Einige Male hab ich bei den Szenen aufgesehen, es wurde bereits diskutiert. Dass keiner das klasse findet, sollte klar sein, doch mir persönlich würde das wissen um die Brutalität vollkommen reichen. Auch ohne die Weinflasche-auf-Gesicht-Szene hätte ich gewusst, dass Vidal einen abstoßenden Charakter hat. Und auch, wenn Mercedes nicht Vidals Mundwinkel zerschnitten hätte, würde ich wissen, dass sie ihn verabscheut. Daher halte ich die Szenen für überflüssig. Es gibt solche Gewalt und es ist schlimm genug, dass man es weiß. Doch wenn es gezeigt wird, dann muss man das auch noch sehen. Einige in meinem Kurs reagierten auf die Szene mit "Boah geil, gibs ihm" und so weiter. Jetzt war das vermutlich ironisch, aber für manche ist es ein Anreiz, bzw es könnte einer sein. Und möglichst brutale Filme zu drehen, zählt für mich nicht zur Kunst. Von brutaler Realität will ich dann erst gar nicht reden...
Dennoch ist die Geschichte dahinter gar nicht so schlecht, doch war ich vom Ende enttäuscht. Dafür, dass der Film ach so toll sein soll, war das Ende in meinen Augen ziemlich vorhersehbar, desweiteren war ich mir oft nicht sicher, ob die Fantasiewelt jetzt besser ist als die reale (in Bezug auf Ofélia). Ob sie nun bei einem grausamen Hauptmann lebt oder vor kinderfressenden Monstern wegrennen muss, das wäre für mich gleich unangenehm. Glücklicherweise bekam sich diese Controverse am Ende wieder ein.

Schließlich denke ich, der Film ist ganz gut, doch ich finde nicht, dass das Gefallen an diesem Film von Intelligenz oder Anspruch abhängig ist. Wem es gefällt, dem soll es gefallen.


Rof Hoppla

Dieser Film ist einfach nur zum Abgewöhnen. Was soll das Ganze denn? Wozu diese Brutalität? Dieser Film ist genauso unausgegoren, wie die Aufarbeitung des Faschismus in Spanien. Das wäre die einzig sinnvolle Perspektive, aber selbst das ist extrem einseitig, dann wäre es ein Film von Spaniern für Spanier und würde wieder nur polarisieren und nicht wirklich weiterbringen. Was ist denn die Geschichte? Was ist der Inhalt? Fast nur Brutalität. Dafür reichen aber auch aktuelle Abendnachrichten mehr als genug, zudem lassen die Nachrichten noch Spielraum, man kann sich vorstellen, dass die andere Seite ebenfalls nicht zimperlich ist, das fällt hier ja vollkommen unter den Tisch. Warum eigentlich? Haben sich etwa linke Kämpfer in den letzten hundert Jahren aufgeführt wie Chorknaben? Nein, Überraschung! Sie haben ebenfalls geschlachtet und gefoltert. Deswegen ist das ein Film, den die Welt nicht braucht. Und @Rosa: mal nicht so voreilig. Wir sprechen hier über einen Film, und auch die größte Anteilnahme macht leider schlechte Filme nicht besser. Anderen Zuschauern diesbezüglich Vorwürfe zu machen ist nicht wirklich sinvoll.


clood19

Einfach fantastisch, dieser Film!
All den Einwände und niederschlagenden Kritiken der Gegenseite kann ich nur entgegensetzen: Die Zeit damals war schlimm, da muss man gar nichts beschönigen!
Ich verstehe, dass ein Film mit viel brutalität nicht jedermanns Sache ist, doch wenn man die Brutalität in eine derart packende Geschichte einwebt...
Die Figuren faszinieren, sowohl die fiktiven (Faun, Menschenfresser, etc...) sowie auch die realen. Jeder hat seine eigene Daseinsberechtigung und bereichert den Film. Die Fantasy-Elemente sind sauber eingefügt, jeder darf für sich entscheiden, was nun real ist, und was nicht und das Ende lässt jedem freies Feld für Interpretationen. Und die Grausamkeiten wirken nicht irgendwie eingebastelt und reinkonstruiert, sondern gehören genauso dazu wie all die anderen, visuel wunderbar umgesetzten Szenen auch!
Das die Fantasy-Elemente sehr viele ungeklärte Fragen lassen, darüber muss man hinwegsehen. Man darf nicht fragen: Warum bewacht der Kinderfresser den Dolch, warum die Kröte den Schlüssel?... Die Fantasy-Szenen erzählen ein Märchen... und in Märchen "ist es einfach so" (vergleicht mal mit den Brüdern Grimm-Märchen ;-))


Jo Ostendorf

Pans Labyrinth erzählt dem Zuschauer keine Geschichte. Eine genial geführte Kamera nimmt uns mit auf eine blutigbrutale Sightseeingtor in die symbolgeballte Welt eines pubertierenden Mädchens. Die brutalen Szenen machen einen Schnitt in die Welt eines Mädchens dessen Kindheit abbrupt endet. Es ist ein Märchen. Ein Märchen bei dem letztendlich das gute Siegt ... vohersehbar, polar, unterbewusst, zutiefst archetypisch und nach alter Tradition grausam. Bei all dem Fantasieschrott den es sonst so zu sehen gibt ist pans Labyrinth eine echte Bereicherung für all jene ab 16 Jahre und Menschen bei dem das Kleinhirn noch zum Gehirn gehört. Der Film ist handwerklich allererste Klasse und trotz aller Finsterniss und Schweremütigkeit in seiner Dramaturgie nicht zu Durchsichtig. Daher reist mana uf dieser Tour spannungsgeladent einer Erlösung entgegen ... Mit dem gewissen Kitsch eines Märchens halt.


newraven

dieser film ist das dümmste was ich in meinem leben je gesehen habe!!!!einfach schrecklich!
......ich bin fast sprachlos.ein ganz schlimmer sinnloser film.ja mag ja sein das es solche möchtegern phylosophen gibt die hier was weiss ich für eine erzählenswerte geschichte sehen.gut und recht, nur muss man diese geschichte nicht mit solchen kranken bildern erzählen!!schrecklich!!!!


Tanabor

das ist der beste film den ich seit langem gesehen habe. oftmals haben fantastische und wurnderbare filme die hang zum kitsch. hier ist genau das gegenteil der fall. durch die krasse darstellung der menschlichen gewalt wird umso mehr die sehnsucht nach dem für den rest der menschheit unerreichbaren königreich unterstrichen. diese gradwanderung zwischen wunderschöner fantasie und erbarmungslos harter realität wirkt geradezu genial. der film wirkt von anfang bis ende wie aus einem guss. es gibt keine einzige szene die ich weglassen oder ändern würde.


I.

ich verstehe gar nicht wieso sich manche Leute über die Brutalität in diesem Film aufregen. Es gibt Filme die sind ausschliesslich wegen Gewaltdarstellungen inszeniert worden und hier ist das eindeutig nicht der Fall. Wer das nicht zu unterscheiden vermag, sollte nicht voreilig kritisieren. Ich denke manche waren schlichtweg nur überfordert mit diesem Film.


David

achja und fals es noch keiner bemerkt hat, haben alle Aufgaben des Mädchens in der Phantasiewelt, Parallelen zu ihrer Realität,sowie der böse Frosch den General selbst darstellen soll z.B.Stichwort "Schlüssel". Wenn man das nicht erkennt, ist klar dass der Film nicht viel Sinn ergibt.mfg


was?

entschuldigung mal bitte!
wer denkt, dass das ein superfilm ist, der hat keine ahnung was gute filme sind! ich hab mir gerade den film auf pro7 angeschaut und ich muss sagen, ich will die 2,5 stunden meines lebens zurück haben, die ich beim gucken dieses "films" verloren habe...ich bitte euch, nur die, die ein IQ vom über 125 haben, sollen den film verstanden haben und ihn gut finden? ahja, alles klar!der durchschnitt der menschen scheinen sowas ja gut zu finden, jedoch hat der durchschnitt leider kein IQ von 125.
wer wirklich anspruchsvolle filme über die grausamkeit und die NS-zeit sehen will, der sollte "der pianist" oder "uprising" gucken und der fantasy sehen will, der sollte lieber lesen als seine zeit mit schlechten "märchen" zu verbringen.da gibt es wirklich guten stoff, den die heutigen filmemacher nicht wirklich umsetzten können weil sie alles auf eine ach so tolle, düstere, neumoderne art machen müssen, hauptsache spezialeffekte, alles andere interessiert nicht.der film war ja noch schlechter als eragon und der war ja schon furchtbar. also, eigentlich müsste man das geld, was man für den kauf von solchen "filmen" verschwendet hat, wieder zurückbekommen.
einfach nur mies!
hinterlässt einen in einer sehr komischen, schlechter verfassung, die nichts damit zutun hat, dass man den film interpretieren will/sollte. wer wirklich mal nach einem film philosophieren will, der sollte "K-PAX" gucken. also, verschwendet eure kostbare zeit nicht mit sowas, dafür ist es echt zu schade.


Trüffel

Also ich weiß nicht was ihr an dem Film nicht gut fandet. Ok, er ist nicht so einfach gestrickt wie K-PAX, aber wenn man sich ein paar Minuten Zeit nimmt und über den Film nachdenkt, kommt man schnell zum Schluß dass er sehr viel tiefsinniger ist als auf den ersten Blick.
Ofelias Märchenwelt hat einen konkreten Bezug zur Realität. Die Kröte welche den Schlüssel bewacht ist ein Abstraktum zum geborenen Kind welches in den Händen Vidals liegt. Vidal selber hält als Menschenfresser den Dolch als Werkzeug zur Probe auf Unschuld in seinem Besitz. Die Realität wird von Ofelia in ihre bekannte Märchenwelt übertragen, als wohl einzige Möglichkeit ihrem Unfrieden zu entkommen.
Die Grausamkeit im Film, denke ich, soll nicht nur die Grausamkeit des Krieges zeigen sondern ebenso wie gering die Grnzen zwischen Gut und Böse sind. Beide Seiten wenden die gleiche Art der Gewalt an und unterscheiden sich in Gut und Böse nur durch Ofelias Entscheidung. Es ist die Welt aus ihrer Sicht und die ihrer eigenen Entscheidung. Die Szenerie aus Fantasy und WW2 dient dabei nur als Kulisse.

Fazit: In meinen Augen ein äußerst sehenswerter Film der in den oberen Rängen mitmischt.


ma

grandioser film, wenn auch phasenweise sehr konkret brutal, was ich aber als stilmittel zum ausdruck der geschichte sehe.
kein kinderfilm, und sicher kein film für manche hirnlose flachgeister und pilcher-verwöhnte hausfrauen, deren horizont sich zwischen transformers und schwarzwaldklinik bewegt und die einen film sofort zu intellektueller hardcore-ware erklären, sobald 5 minuten dialoge ohne action vorkommen, oder mehr als 3 charaktere und eine liebesgeschichte das kleine walnußgroße gehirnchen überstrapazieren. bleibt doch bei den videothek top 5 und strapaziert hier nicht die nerven von echten filmfreunden und cineasten mit euren vor rechtschreibfehlern strotzenden dummkommentaren.


unsichtbar

realität und fantasy haben hier unmittelbaren bezug??? ach wirklich? erzählt mir mal was neues! ob ihr es nun glaubt oder nicht, es ist nicht grad sehr schwer zu verstehen. auch ein grad mal 16jähriger hauptschüler würde es verstehen, also, tut nicht so, als wärt ihr jetzt sowas von superschlau. das ist wohl jedem aufgefallen, der den film gesehen hat.auch denen, die den film schlecht fanden.und so anspruchsvoll war er nun wirklich nicht, zumindest nicht so, wie alle es behaupten.jaja, was in der realität passiert, passiert auch in der fantasy-welt.schon klar...und? soll das denn film etwa besser machen? also, ich denke auch, dass die macher nur irgendwas gemacht haben, damit sie eben was "neumodernes" und "noch -nie- da -gewesenes" machen. tja, war wohl trotzdem nichts!da waren sachen dabei, da kann man nur den kopf schütteln.warum isst das blöde mädchen denn auch was?warum denn grad zwei trauben, wenn sie so einen großen hunger hat?warum hört sie nicht auf das, was man ihr gesagt hat? hätte sie sich nicht denken können, dass das böse kinderfressende monster nicht einfach so da sitzt?warum bekommt sie eine zweite chance von dem pan?bekommt man denn im echten leben eine zweite chance? ist ihre realität nicht so böse und grausam?dann passt es ja wieder gar nicht zusammen. warum tötes das hausmädchen den arsch nicht? sie hat immerhin ewig für ihn gearbeitet und hätte ihm schon tausend mal was ins essen mischen können. warum bombardieren die rebellen alles aber öffnen das schloss und lassen es da auch ohne weiteres hängen. sind sie so blöd oder denken sie, dass alle anderen so blöd sind und es nicht merken? ich könnte noch ewig weitermachen aber ich lass es jetzt lieber...so muss ich ja nur noch länger über den film nachdenken und das ist er nun wirklich nicht wert. außerdem ist keine, wirklich keine person sympathisch.besonders der pan, dass sie ihm auch noch vertraut. das hätte auch gewaltig schief gehen können.immerhin könnte er ja genau so sein wie ihr schtiefvater.was soll uns das lehren? "geh nachts im wald spazieren und vertrau jedem und alles was dir vor die augen kommt?"jaja, ich weiß, am ende vertraut sie ihm nicht mehr, aber da hätte es auch zuspät sein können.
fazit: einfach nur schlecht und gar nicht in sich schlüssig!
aber für die neunmalklugen, was denkt ihr denn, war das nur ein hirngespinst oder real?
ich denke an zweiteres.


M

hmhm vllt sollten manche leute die sich hier über irreführende kritiken beschweren ihre filmtipps nicht aus dem burgerking-kino-magazin oder ähnlich qualitativen gratisbeilagen beziehen


torti

[bitte diesen ergänzten Kommentar einstellen]
Der Film stellt auf kindlich-naive phantastische Weise und verschlüsselt traumatische Erlebnisse, Grausamkeiten und die Verwirrungen der Kindheit vermutlich des Regisseurs dar. Das ganze verpackt in den Rahmen von Kriegsschrecken mit dem Aushängeschild Fantasy.
Deswegen reagieren viele, die hier Kommentare geschrieben haben, so getroffen und geschockt, obwohl sie sonst auch Filme mit Gewalt und Grausamkeiten sehen können. Weil der Film ans Eingemachte geht, die eigenen Ängste und Verwirrungen der Kindheit wachruft.
Daher hinterlässt er ein "komisches Gefühl", fällt es schwer zwischen gut und böse, real und fiktiv zu unterscheiden und einen Sinn zu finden. Es gibt keinen. Und daher fällt es such schwer wegzusehen, daher zieht es einen an.
Wie in der Kindheit werden Grausamkeiten für etwas Gutes ausgegeben.
Am Ende steht die "Heile-Welt-Illusion", die Eltern, die Familie in goldenem Glanz. In die retteten wir uns alle als Kinder, versuchten einen Sinn in der Grausamkeit zu sehen.
Eine typische Erziehungsquälerei steckt in dem kinderfressenden Monster: "Du darfst nichts von diesen tollen leckeren Sachen essen, wenn ich es nicht erlaube. Und ich SEHE alles, auch wenn du denkst ich guck nicht hin, auch wenn nur zwei Trauben fehlen!"

Leider nützt dieser Film nichtmal dem Regisseur, um seine Traumen aufzuarbeiten, da er sehr wahrscheinlich keine Ahnung hat, was er da eigentlich inszeniert.

Nur mit Vorwissen ansehen!!!


Voggi

Ob ein Film gut oder schlecht ist, kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Wenn sich viele Leute das Gleiche anschaúen, sieht doch jeder etwas Anderes. Ich jedenfalls fand den Film super, sehr unterhaltsam und keine Minute langweilig. Mal kein Allerweltsbrei. Einfach toll - für mich!
Ich muß es auch nicht begründen. Es ist, wie bei allen Dingen: Den Einen braucht mans nicht erklären und den Anderen kann mans nicht erklären.


Oscar

wenn ofelias fantasywelt, in die sie sich flüchtet, so düster und schrecklich ist, wie schlimm muss dann die realität sein.
dieser film ist grandios. ein film der auf besondere und andere weise zeigt, wie furchtbar die zeit des spanischen faschismus war. es gibt so viele filme über den widerstand, nationalsozialismus, holocaust, faschismus, die aber alle identisch sind.

titel für deutsche irreführend. warum pans labyrinth? der original spanische titel lautet übersetzt: das labyrinth des faunus. erklärung: faun= griechischer wolfsgott/waldgott. pan = römischer wolfsgott. viele werden durch den titel warscheinlich einen märchenhaften abenteuer fantasy film erwarten.

viele passen während des films nicht auf. bestes beispiel: in diesem forum schreiben viele: warum isst ofelia die weintraube? antwort: weil sie hunger hat. sie wurde am abend zuvor ohne essen ins bett geschickt.

wer den film nicht versteht, sollte anderen, durch ihre schlechte kritik den film nicht vermießen.


Tally

Ich finde den Film grandios! Ein unglaubliche Balance-akt zwischen realität und fiktion. Und zur Realität gehört leider auch brutalität, und im wahren Leben ist der Mensch zu weiß gott noch schlimmeren taten fähig.
Es ist schade dass viele menschen sich weigern selbstständig zu denken.
Nur weil der Film evtl. in ein falsches genre einsortiert wurde. Hätten sich diese Leute zB Forrest Gump mit der Überschrift Horror angeschaut wäre das für sie auch ein absolut schlechter Film weil keine Monster auftauchen, aber einfach mal selbstständig denken und sich einen Film frei von jeglicher katalogisierung anschauen und nur auf das Werk an sich konzentrieren scheint für viele einfach zu anstrengend zu sein...oder evtl auch zu hoch.
Schade.


Fukeina666

Okay jetzt bin ich verwirrt.
70% aller Meinungen waren eher negativ eingestellt, so ziemlich 99% fanden den Film richtig brutal und man sollte ihn unter 16 nicht gucken.

Ich habe da eine komplett andere Meinung zu. Die Handlung und der tiefere Sinn der Geschichte ist ziemlich interessant, die gewaltszenen sind einfach da, um die Grausamkeit der Zeit klarzumachen.
Wer würde sich schon dahin stellen, während da Leute abgeschlachtet werden und sagen "nee nee nee das ist mir jetzt zu brutal"
Die Wahrheit ist nunmal oft brutal. Wenn man das nicht akzeptieren kann/will, dann kann ich auch nichts dafür.
Jedenfalls fand ich den Film auch nicht ach so brutal, und zur Info: ich bin noch nicht 16, noch lange nicht.
Es kommt auch immer darauf an, wie man den Film sieht bzw was für Filme man schon gesehen hat oder wovon man schon schlimmes gehört hat.
Ich finde den Film auf jeden Fall gut, auch wenn er mich anfangs ein wenig an 'narnia' erinnert hat, aber wirklich auch nur zu Anfang.

Alles in allem ist der Film sehr gut & sehenswert!


Marcel

Ich habe den Film gestern zum zweiten Mal gesehen und muss sagen - Wow! Ein Film der so düster, brutal aber auch fantastisch und einfach anders ist, habe ich schon lange nicht mehr im Fernsehen oder Kino gesehen. Ganz klar ist dies kein Film zum entspannen oder gar als chilliger Blockbuster zu sehen. Einige Szenen sind nicht ganz leicht verdaubar - gerade die mit der "Flasche-Gesicht" etc... Einfach nur hart - aber leider waren solche "Vorgehensweisen" Realität und kein Splattereuphorismus seitens des Regisseurs. Dennoch kann ich einigen meinen Vorrednern zustimmen - für Zartbesaitete ist dies wirklich harter Tobak! Ab der Szene als Ofelia das erste Mal in das Labyrinth absteigt und der Pan in Erscheinung trat, wusste man - dies ist kein Kinderfilm - dies ist ein düsterer, diabolischer Film für Erwachsene. Die Fantasiegestalten sind teilweise beängstigend und entsprechen nicht dem Klischee den man solchen Gestalten (in einem Fantasy-Film, der er ja nicht ist) zugesteht. Das augenlose humanoide Ding (sehr gut gemacht) in dem Gewölbe ist von allen Gestalten in dem Film das beängstigte Wesen - meiner Meinung nach. Im gesamten Film kommt niemals das Gefühl von "kitschig" auf - sondern vermittelt durchgehend einen gleichbleibenden, realen und auf hohem Niveau konstruierten Eindruck! Das Ende - nunja - passt finde ich nicht so recht. Der König, die Mutter, im großem "Rittersaal" - alles in bunten, hellem Licht, erinnert irgendwie an Herr der Ringe oder so etwas in der Richtung. Dies hätte man anders darstellen können - um das Filmerlebnis aufrecht zu erhalten - genau diese Szene fand ich dann doch etwas kitschig ... Im großen und ganzen ein wirklich sehenswerter Film, sehr gut gemacht, sehr realistisch - auch die Fantasiewelt - und dies kommt nicht häufig vor... Unbedingt anschauen!!! Ein wenig Intelligenz, Empathie und Fantasie sollte man mitbringen ;-) Neben "Six Sense", "The others" und noch ein paar wenige Filme gehört dieser zu meinen Lieblingen mittlerweile!


Sara

ich muss sagen, mir hat der film definitiv nicht gefallen. Ich hatte einen Fantasy-Film erwartet, stattdessen kommen in dem film vergleichsweise wenige und kaum nachvollziehbare fantasy-szenen vor, die eigentlich eher am rande erzählt werden. das hauptthema des films scheint zu sein, möglichst direkt (zu direkt, für meinen geschmack) gewalt zu zeigen. die mit abstand schlimmste szene war für mich die, in der dem jungen mann mit einer glasflasche die nase zertrümmert wird. das bild hat sich bei mir regelrecht "eingebrannt" und es hat eine ganze weile gedauert bis ich sie verdaut hatte, einfach weil ich nicht erwartet hatte, dass die filmemacher genau zeigen, wir das nasenbein in den schädel "hineingeprügelt" wird. ich kann nur davon abraten diesen film kindern zu zeigen. ich persönlich halte nicht viel von kitsch, aber dieser film ließ nirgendwo hoffnung auf eine besserung der situation zu. man muss schon sehr abgestumpft sein, um diesen regelrechten blutrausch unterhaltsam zu finden. meiner meinung nach macht eine gesunde mischung verschiedener gefühle einen guten film aus, dieser hier war einfach nur traurig, schockierend brutal und äußerst kaltherzig. das hätte man besser machen können.


Silvester

Der Film wäre gerne eine Mischung aus Alice im Wunderland und Die fabelhafte Welt der Amelie...leider funktioniert dieses Konzept meiner Meinung nach überhaupt nicht. Eine, so leid es mir tut, ganz schlechte Hauptdarstellerin und ein geschichtlicher Hintergrund, der so dargestellt nicht wirklich Hand und Fuß hat, tun ihr übriges dazu. Ich hatte mir sehr viel von diesem Film erwartet und ihn gestern zum Ersten mal gesehen. Als der Film vorbei war, war ich einfach nur noch enttäuscht! Sehr viele unlogische Szenen (Weintraube, möglicher Mord des Kommandanten, etc.) machten diesen Film in meinen Augen noch katastrophaler. Mein Fazit: nicht empfehlenswert!


Martin Zopick

Die Frage, ob das im Titel erwähnte Labyrinth mit dem Hirtengott Pan oder einem Faun zu tun hat, ist obsolet. Man sieht das bocksbeinige Fabelwesen und kann sich seinen eignen Reim darauf machen. Es geht um Feen, Faune und Alraune.
Hier wird die Welt der Fantasie mit dem Terror der Faschisten im Spanien unter Franco polarisierend gegen einander gesetzt. Das Ergebnis ist ein Gruselmärchen mit Ekeleffekten und blutrünstigen Grausamkeiten. Hier ist, Hauptmann Vidal (Sergi Lopez) der Stiefvater der Bösewicht und sein Gegenspieler ein guter Faun, der auf der Seite der kleinen Ofelia (Ivana Baquero) steht. Eine Widerstandgruppe bekämpft den machohaften Faschistenhauptmann. Hier profiliert sich besonders Mercedes (Maribel Verdú), deren Rolle an Facettenreichtum alle anderen überragt. Am Ende treffen beide Welten auf einander – die unsichtbare Welt befindet sich mitten in der sichtbaren und bleibt doch verborgen. Es gibt viele Tote, die dann aber zum Teil märchenhaft ‘erlöst‘ werden. In den letzten Einstellungen spielt Regisseur del Toro mit der Einsicht der Zuschauer, ob Ofelia überlebt oder nicht.
Und die Moral von der Geschicht: Widerstand lohnt sich oder die Fantasie siegt letzten Endes über die Diktatur, Ideen gegenüber menschenverachtender Grausamkeit. Interessant. Die Oscars hat er allemal verdient.


Kommentator

Ich habe den Film grad auf DVD gesehen und denke über die Interpretation nach. Wo mein IQ liegt weiss ich nicht genau (s.o.). Ich fand den Film zunächst mal eindrucksvoll. Definitiv ein Film, der einen berührt und in Erinnerung bleibt. Ich werde ihn aber nicht nochmal sehen, weil ich alles einfach extrem traurig finde und das muss man sich ja nicht antun. Gewalt war gerade noch akzeptabel aber nichts für zart Besaitete. Die wichtigste und einfachste Botschaft ist doch, dass das Mädchen die reale Welt nicht erträgt und sterben muss, um glücklich zu werden. Kein schöner Gedanke.
Also ich find, den Film muss man mal gesehen haben. Aber einmal reicht auch. Das Leben ist schon traurig genug.


Anne-Marie

Ich habe den Film ohne jede Erwartung geschaut, ich wollte ihn hauptsächlich sehen, weil er mich bereits im Erscheinungsjahr immer faszinierte. Doch zu dieser Zeit war ich deutlich zu klein und beschloss ihn später zu gucken.
Ich habe hier oft gelesen, dass die Brutalität den Film abwertet und ich sage das selber oft über viele Filme, aber hier war es nötig um den Zuschauer auch nur ansatzweise spüren zu lassen, wie es in solchen Zeiten zugeht.
Ich war völlig in dem Film gefangen und konnte bis jetzt nicht aufhören über ihn nachzudenken.. Jeder Schauspieler ist grandios und nicht zu übertreffen, der Pan unglaublich realistisch und die Fülle an sinnvollen, tiefsinnigen Metaphern unübertroffen!
Der Film ist genauso magisch wie auch brutal, Ofelias Handlungen sind völlig verständlich! Der Pan ist sowohl düster als auch ihr Lichtblick und ich frage mich, ob sie sich vor ihrem Tod einfach nur wünscht er wäre eine gute Figur gewesen oder er es wirklich war.?
Der Film hinterlässt einen tiefen Eindruck und er trägt so viele Botschaften, dass ich jetzt noch keine klare für mich bestimmen kann.
Schaut man ihn mit offenen Ohren, geöffnetem Geist und einer guten Beobachtung entdeckt man so viele Verbindungen und winzige Pinselstrich der Handlung das es einen fast erschlägt.
Ein Meisterwerk!

Ich bin im übrigen 17 Jahre und finde ab 16 völlig akzeptabel, da man in diesem Alter schon einen Blick für das ganze haben sollte.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.