Nachts im Museum 2

Wieder einmal kommt Leben ins Museum: Diesmal hat es Ben Stillers Larry Daley mit einer Riesenkrake, Al Capone und Napoléon Bonaparte zu tun. Und das sind noch die kleineren Probleme.

Nachts im Museum 2

Ein lebendiges Museum: Das ist ein Widerspruch in sich und zugleich wohl der feuchte Traum jedes Kurators. Wie wunderbar wäre es, wenn die Exponate ihre eigene Geschichte selbst erzählen könnten?

Larry Daley (Ben Stiller) kennt das aus eigener Erfahrung. Als Nachtwächter im New Yorker „Museum of Natural History“ hatte er es mit einem Dinosaurierskelett, Höhlenmenschen und Teddy Roosevelt (Robin Williams) zu tun – allesamt Ausstellungsstücke, die Nacht für Nacht durch eine geheimnisvolle ägyptische Tafel zum Leben erweckt wurden.

Nachts im Museum 2

Das ist einige Jahre her, inzwischen hat Larry mit Erfindungen Geld verdient und ist nur noch selten im Museum. So erfährt er erst zu spät, dass fast alle Exponate – neue Digitaltechnik soll sie ersetzen – nach Washington gebracht und im Archiv des Smithsonian eingelagert werden sollen. Dort aber erweckt die Tafel Kahmunrah (Hank Azaria) wieder zum Leben, der mit ihrer Hilfe die Weltherrschaft anstrebt. Während Larry sich mit seinen Freunden dagegenstemmt, versinkt das plötzlich sehr lebendige, größte Museum der Welt im Chaos.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der mit computergenerierten Spezialeffekten gesättigte Film das große Lob der Wachsfigur singt. Für die Fortsetzung der Komödie Nachts im Museum (Night at the Museum, 2006) hat sich Regisseur Shawn Levy immerhin nicht zu sehr auf den reinen Schauwert der zum Leben erweckten Museumsstücke verlassen, obwohl er dem Konzept sogar einige poetische Momente abringt. Er hat dem Film jedoch vor allem einen ordentlichen Bösewicht spendiert, der die Handlung in Bewegung hält und von Hank Azaria mit einer sehr komischen Mischung aus Gefährlich- und Lächerlichkeit versehen wird.

Nachts im Museum 2

Amy Adams gibt ihrer Amelia Earhart die Pose der selbstbewussten und ironischen Frau auf der Suche nach Abenteuern, und wirkt dabei um Längen aufregender als der fast apathische Ben Stiller. Dass man Earhart – immerhin die erste Frau, die im Alleinflug den Atlantik überquert hat – in Europa kaum kennt, trifft übrigens auch auf viele andere Figuren des Films zu: Viele Anspielungen und Hinweise werden vor allem am jüngeren Publikum hierzulande vorübergehen.

Aber auch unabhängig davon gelingt, trotz zahlreicher Kurzauftritte von Komikern und anderen Stars – Ricky Gervais ist ebenso zu sehen wie Jonah Hill – so mancher Scherz nur halb oder gar nicht; das fällt deshalb nicht weiter auf, weil die Handlung so entschlossen mit hoher Geschwindigkeit voranschreitet, dass man sich doch gut und sehr familienfreundlich unterhalten fühlen kann.

Trailer zu „Nachts im Museum 2“


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Kommentare


Philipp

der film ist eigentlich gelungen aber sie konnten sich nicht entscheiden ob er jetzt witzig werden soll oder nicht

was mir nicht gefallen hatt ist synchro vom museumsleiter sehr schlecht






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