My Bloody Valentine 3D

Blut spritzt bis in den Zuschauerraum: My Bloody Valentine 3D konzentriert sich auf seine Schauwerte in drei Dimensionen und hat ansonsten nur Schlachterei zu bieten.

My Bloody Valentine 3D

Man sollte ja meinen, dass die Welle an Remakes von Slasher-Filmen aus den 1970er und 1980er Jahren langsam abebben sollte, nachdem mit Rob Zombies Halloween (2007) der Genre-Klassiker schlechthin neu aufgelegt wurde und Marcus Nispel sowohl The Texas Chainsaw Massacre (2003) als auch jüngst Freitag, der 13. (Friday the 13th, 2009) neu inszenierte. Aber natürlich ist die Fortsetzung von Halloween mit H2 schon in Arbeit, und schließlich setzen noch unzählige kleine Slasher in den Archiven Staub an.

Blutiger Valentinstag (My Bloody Valentine, 1981) von Regisseur George Mihalka ist so ein Film, kein ganz schlechter Streifen nach den Maßstäben des Genres, aber bis auf einige Momente nicht weiter bemerkenswert. Das Remake nun stellt seinen eigentlichen Schauwert schon groß im Titel aus: My Bloody Valentine 3D. Die weapon of choice des in diesem Film heimischen Serienmörders bietet sich für die dritte Dimension aber auch an: Es ist die Spitzhacke, sie fliegt und schlägt und sticht hier so einige Male in Richtung Zuschauerraum.

My Bloody Valentine 3D

Die Handlung ist ansatzweise dem Original entnommen: Nach einem Unglück in einer Mine überlebt nur einer der Bergleute, verfällt anschließend aber dem Wahnsinn und mordet sich durch seinen Heimatort. Zwar kommt er anscheinend bei einer Schießerei in der Mine ums Leben, zehn Jahre später beginnt das Morden aber wieder.

Die genauen Details sind ebenso unwichtig wie die darin agierenden Figuren, deren Charaktere flach wie Pappfiguren bleiben; dafür wird zumindest in der ungeschnittenen Fassung reichlich der Tiefe der menschlichen Körper gefrönt. My Bloody Valentine 3D beginnt mit einem in allen Farben und Dimensionen ausgewalzten Blutbad und schreitet dann fort, scharfkantige Gegenstände ohne Rücksicht auf Blutverluste in menschliche Körper einzuführen und innere Organe zu entnehmen.

My Bloody Valentine 3D

Das gerät rasch zur Nummernrevue, in der Regisseur Patrick Lussier, der bisher vor allem durch Horror-Dutzendware nicht aufgefallen war, auch immerzu die 3D-Effekte ausstellt. Diese sind in der Tat der einzige Grund, den Film zu sehen – so man denn eine Neigung zum einfallslosen, expliziten Splatterfilm hat. Denn die Handlung, die rasch zum minimal interessanten Whodunnit gerät, dessen vermeintliche Auflösung so offensichtlich angedeutet wird, dass sie nur falsch sein kann, fesselt nun wahrlich nicht.

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Kommentare


Bruce Lee

Ich kenne nicht das Original soll aber gut sein. Diesen Film habe ich im Kino geschaut. Ein sehr guter Horror Film, gute Story gute Besetzung und ein gutes Ende. Mit der 3D Technik einfach wow. Wer diesen Film nicht im Kino gesehen hat, hat was verpasst und ist selber Schuld. Aber auch auf DVD würd er sich lohnen anzuschauen. Zu Empfehlen.


Mary

Ich bin ja wirklich ein großer Horror/Slasher-Fan, auch von den etwas trashigen die während der 80er ja wie Pilze ausm Boden schossen. Und wenns mal ein bischen trashig ist, find ich das eigentlich auch ganz nett, aber das war wirklich mit großem abstand der laaaaaamste Film aller Zeiten.
Hätte er wenigstens das offensichtliche Ende gehabt, wäre es noch logisch gewesen, so frönte es nur dem all-amerikanischen "Klapse=Schizo, Schizo=unlogisches Morden"-Schema, das sowohl klinisch falsch, als auch für den Zuschauer wenig sehenswert ist.
Also ich sag, wenn dann das Orginal in diesem Fall!
Ein gutes hat es: Wenn man nicht schlafen kann, dieser Film ist so lame und langweilig, daß man schon vor der Glotze einschläft *thumbs down*






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