Monster House

DJs (Mitchel Musso) Eltern sind am Vorabend zu Halloween ausgegangen. Terrorisiert von der Babysitterin Zee (Maggie Gyllenhaal) zieht sich der Junge in sein Zimmer zurück und beobachtet das geheimnisvolle Haus seines Nachbarn Nebbercracker (Steve Buscemi).

Monster House

Immer wieder verjagte der bösartige Alte Kinder von seinem Grundstück und beraubte sie ihres Spielzeugs. Doch am letzten Nachmittag war der Nachbar bei dem Versuch, DJ und seinen Freund Chowder (Sam Lerner) von seinem Anwesen zu vertreiben, tot umgefallen – zumindest müssen die beiden Jungen dies annehmen. Anschließend entwickelt das allein gelassene Haus ein beängstigendes Eigenleben: es frisst Menschen.

Die Produktion von Monster House wurde von zwei der zuverlässigsten Hitlieferanten Hollywoods der letzten drei Jahrzehnte, Steven Spielberg und Robert Zemeckis, überwacht. Wie im Fall von Zemeckis’ Der Polarexpress (The Polar Express, 2004) verschwinden auch in Monster House die Grenzen zwischen Real- und Animationsfilm. Beide Filme verwenden die Motion-Capturing-Technik der zum Sony Konzern gehörenden Special-Effects-Firma Imageworks. Anstatt wie die Konkurrenzfilme der Pixar Studios (Die Unglaublichen, The Incredibles, 2005; Findet Nemo, Finding Nemo, 2003) oder der Shrek-Serie (seit 2001) die Figuren komplett am Computer zu erstellen, verwendet Monster House reale Schauspieler als Grundlage seiner Figuren. Allerdings werden diese ausschließlich dazu benutzt, die Bewegungen der Charaktere realistischer erscheinen zu lassen, ansonsten findet sich kaum eine Ähnlichkeit zwischen den Realpersonen und ihren digitalen Alter Egos, die sich in einer 100% digitalen, perfekt animierten Kleinstadt bewegen. Vor allem die Vorlagen der Nebenfiguren wie Kathleen Turner oder Jon Heder werden auf bizarre Weise entstellt.

Monster House

Bizarr ist auch die Story des Films. Nicht nur die Grundidee eines menschenfressenden und menschenähnlichen Hauses, auch die dahinter zum Vorschein kommende Familiengeschichte des Nebbercracker und seiner übergewichtigen Frau (Kathleen Turner) erscheint für einen Kinderfilm doch reichlich ungewöhnlich. Der Versuch, Familienunterhaltung und Horrorfilm zu vereinen, scheint sich denn auch weniger an die ganz Jungen zu richten. Die Protagonisten stehen kurz vor der Pubertät, sind für die amerikanischen Halloweenrituale eigentlich schon fast zu alt und beginnen sich für Mädchen – genauer gesagt die altkluge Jenny (Spencer Locke) – zu interessieren. Mindestens das Alter dieser Identifikationsfiguren sollte auch das Publikum besitzen, auf jüngere Kinder könnte der Film, vor allem der stilistisch stark an erwachsenen Horrorfilmen orientierte zweite Teil des Streifens, verstörend wirken.

Welches Zielpublikum das illustre Produzententeam konkret im Sinn hat, bleibt unklar. Denn irritieren kann die Spielberg/Zemeckis-Produktion aufgrund des psychosexuellen Subtextes des Nebbercrackerplots selbst Erwachsene. Die Verbindung aus Grusel- und Kinderfilm erscheint wenig ausgewogen und so setzt sich Monster House zwischen alle Stühle.

Kommentare


I love it

ich finde den Film sehr gut. Für mich gibt es keine Szenen wie aus Erwachsenenhorrorfilmen und ich schaue hauptsächlich nur solche. Wenn es darum geht dann sind andere Filme wie Schneewittchen, Dornröschen oder Pagemaster Horror. Klasse Film






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