Mein verschärftes Wochenende

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Mein verschärftes Wochenende verbindet auf phantasielose Art die Peinlichkeiten aus American Pie (1999) mit den Schmerzen aus Jackass – The Movie (2002).

Mein verschärftes Wochenende

Die Entwicklung der analogen Videotechnologie in den siebziger Jahren war mit großen Hoffnungen verbunden. Jeder sollte von nun an in der Lage sein, eigene Filme zu produzieren - mit dem Ziel dabei eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Stattdessen: Hochzeits-, Kindergeburtstags- und Sexvideos. Neben pornografischen Bildern wurde vor allem die Schadenfreude der Fernseh- und Videokonsumenten bedient. Kameras waren allgegenwärtig, bereit jedes Missgeschickt aufzunehmen. Fernsehsendungen wie „Pleiten, Pech und Pannen“ (1986-2003) boten dabei den Hobby-Cineasten die ideale Platform ihre Filme einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Mein verschärftes Wochenende (The Long Weekend) bedient sich nun genau dieser plumpen Schadenfreude. Bereits in den ersten Minuten wird ein Sammelsurium an möglichst peinlichen und schmerzhaften Bildern präsentiert. Schläge, Tritte, Bisse und das am besten in die Genitalien. Im Laufe der Jahre hat sich Ed (Brendan Fehr) ein riesiges Video-Archiv angelegt. Genau wie Wes Bentley in American Beauty (1999) sieht er die Welt durch das Objektiv der Kamera, wenn auch aus einer ganz unterschiedlichen Motivation. Sein Bruder Cooper (Chris Klein) dagegen ist der große Aufreißer und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ed fürs Wochenende eine Frau zu finden.

Mein verschärftes Wochenende

Was folgt ist eine monotone Szenen-Dramaturgie, die sich immer wiederholt. Ed und Cooper treffen sich mit Frauen, doch während Cooper sofort Erfolg hat, wiederfährt Ed eine Peinlichkeit nach der anderen. Das einzige das sich verändert sind die Lokalitäten: Stripclub, Waschsalon, Restaurant, Ponyhof, Bar.

Gegen Ende gewinnt der Film dann plötzlich an Tempo, nur leider treten die Schwächen des Films umso deutlicher hervor. Ed muss bis Montag früh ein Werbekonzept erstellen, sonst wird er gefeuert. Die Idee dazu kommt ihm mit seiner Traumfrau, welche er am Sonntag Abend trifft. Was in diese letzten zehn Filmminuten gequetscht wird, ist schon erstaunlich. Alle Subplots werden zu einem glücklichen Ende gebracht, egal wie unmotiviert diese auch sind. Die Phantasielosigkeit von Mein verschärftes Wochenende zeigt sich dann am Ende in ihrer ganzen Pracht. Eds grandiose Werbekampagne für ein Versicherungsunternehmen besteht aus Videoschnipseln schmerzhafter Unfälle und alle Jubeln über die Originalität des Werbefilms.

 

Filmkritik von Hannes Brühwiler

Veröffentlicht am 28.06.2006

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Film-Angaben

Titel: Mein verschärftes Wochenende

Originaltitel: The Long Weekend

Kanada 2005

Laufzeit: 90 Minuten

 

Regie: Pat Holden

Drehbuch: Tad Safran

Produktion: Paul Brooks, Shawn Williamson

Darsteller: Brendan Fehr, Chris Klein, Chandra West, Craig Fairbrass, Cobie Smulders

 

Kinostart: 29.06.2006

 

DVD-Angaben

Titel: Mein verschärftes Wochenende

Vertrieb: Universal Pictures

Bild: k.A.

Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Altersfreigabe: ab 16 Jahren

Spieldauer: 86 Minuten

 

Extras: kein Bonusmaterial

 

Verleih ab: 30.11.2006

Verkauf ab: 30.11.2006

 

Weitere Filme

... mit Brendan Fehr

Sugar
Kanada 2004
Von John Palmer

... mit Chris Klein

American Dreamz
USA 2006
Von Paul Weitz

Wild X-Mas
USA 2006
Von Roger Kumble

 

Copyright Mein verschärftes Wochenende

Fotos: © UIP

 

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