Marley & Ich

Hunde sind die besseren Menschen. Owen Wilson ist auf dem Grund des Familienunterhaltungsfilms gelandet.

Marley & Ich

Jennifer (Jennifer Aniston) führt ihr Leben nach einem Stufenplan. Aktuell steht ihre Heirat mit John (Owen Wilson) auf dem Programm, ihr folgt der Umzug von Michigan nach Miami, inklusive Karriereschritt. Als nächstes wünscht sie sich Kinder. Da John sich noch nicht so weit sieht, schenkt er seiner Frau kurzerhand einen Welpen – quasi als Familienversuchsobjekt. Sie entscheiden sich für das „Sonderangebot“ Marley. Zwar bricht damit häusliches Chaos aus, gleichzeitig eröffnen sich für John aber neue Chancen und Perspektiven. Eben ward er noch als Lokalreporter zum Feuer auf der Müllhalde geschickt, nun informiert er eine wachsende geneigte Leserschaft als Kolumnist über sein Leben mit Hund.

Marley & Ich

Owen Wilson stand lange Zeit, Seite an Seite mit Ben Stiller und Wes Anderson, beispielhaft für die Renaissance geistreicher amerikanischer Komödien mit Anarcho-Tendenz. Darjeeling Limited (2007), die optisch betörende Hommage an die große Zeit des indischen Kinos und sein Land, steht als bislang letztes Monument der gemeinsamen Arbeit von Anderson und Wilson. Gleichzeitig wirkt er als Fremdkörper in Wilsons Portfolio der letzten Jahre. Während sein langjähriger Weggefährte Stiller sich in der britischen Erfolgsserie Extras (2005-2007) und seinem Herzensprojekt Tropic Thunder (2008) auf die Parodie, der Branche und der eigenen Starpersona, spezialisiert hat, ist sein blonder Kompagnon mit der unverkennbaren Nase hauptsächlich in einem anderen Territorium unterwegs. Ein Mann für alle Unfälle (Drillbit Taylor, 2008) kann als Indikator verstanden werden für des Schauspielers abtauchen in die Tiefen der soften, zahmen, kreuzbraven und lahmen Familienunterhaltung. Mit Marley & Ich (Marley & Me) legt er nun nach auf diesem unheilvollen Gebiet.

Marley & Ich

Regisseur David Frankel, Shootingstar dank Der Teufel trägt Prada (The Devil wears Prada, 2006), inszeniert einen Film, der bei seinem avisierten Familienpublikum vor allem die Kleinen und Kleinsten im Auge hat. Für die mögen Albernheit und Redundanz der Episoden um den vermeintlich „frechsten Hund der Welt“ nicht ins Gewicht fallen – für Menschen jenseits der Grundschule schon.

Selbst wenn man gewillt ist, sich eineinhalb Stunden einer solchen Art des Banalitätenkinos zu überlassen, stößt einem irgendwann die Einfallslosigkeit der Inszenierung, vor allem was die diversen Schauplätze, insbesondere deren Exposition, angeht, auf. Noch während man abwechselnd mit diesem Unwohlsein und der lähmenden Langeweile beschäftigt ist, fährt der Film ein zunächst sehr plötzliches, dann aber ins Unendliche ausgedehntes Ende auf, das als Tearjerker angelegt ist und alle Register der plumpen Gefühlsmanipulation zieht. Da kann sogar eine verschluckte und wieder ausgeschiedene Halskette zum Zeichen furchtbarster, als Tierfreundlichkeit getarnter Menschenverachtung herhalten.

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Kommentare


Siggi

Langweiliger und nerviger Film -> auf keinen Fall mit Kindern ansehen (so wie wir), denn die sind nur enttäuscht, da es mehr um die Beziehung und die Sinneskrise eines Reporters geht als um den Hund. Ekelfaktor garantiert, wenn Marley ständig intensiv die Gesichter in Großaufnahme abschleckt und von demselben Teller/derselben Gabel isst wie sein Herrchen. Katastrophal der Schluss, nach dem sämtliche Kinder weinend den Kinosaal verlassen und sagen, wie blöd sie den Film fanden. Keine einzige Szene, in der man sagen könnte "oh wie süß", denn der Hund ist einfach nur nervig (wir sind Hundefans - haben selber einen, aber der ist wirklich toll). Falls man noch keinen Hund besitzt, will man das nach diesem Film bestimmt nie mehr in seinem Leben.


blade

tja,was soll ich zu dm film sagen?
jeder der das buch gelesen hat wird wissen das es nicht nur eine kinderfilm über einen hund ist.
ich finde zwar auch das buch besser,und der film ist nicht für kleine kinder.
aber es ist eine sehr gute buch verfilmung,
es zeigt man sollte manche dinge machen und leben.egal was kommt.
genau das zeigt marley uns in dem buch,
und mein "marley" bzw. sam
wir haben nicht ewig zeit,aber wir können uns in derzeit die da ist freuen.
und keiner kann das besser als unser aller hund den wir lieben.


Dave

Für mich ein sehr bewegender Film! Marley begleitet die Beiden das ganze Leben lang und ist ein Grund für den Zusammenhalt. Auf jeden Fall würde ich davon abraten den Film mit Kindern anzusehn da dieser mich Tränen kostete. Auf der anderen Seite leren Kinder mit dem Tod besser umzugehn. Für einen selber soll er einen dazu bewegen die schöne Zeit zu genießen


Gflobetrotter

Wenn ich die negativen Kommentare lese, frage ich mich was erwarte ich von einem Film? Unterhaltung, lachen, Dramen!? tiefsinniges!?,
was soll der intolerante Unsinn, alles was
nicht in die Weltuntergangstimmung der sogenannten Kritiker fällt ist also Mist. Hoch lebe der deutschsprachige Schwachsinn der Intoleranz. Ich habe mich bestens unterhalten, mit dem Buch als auch mit dem Film.


Moses

Gott sei dank sind Filme udn ihre Handlung sowie Umsetzung, reine Geschmacksache. Wenn man den Schwachsinn liest, den hier einige hinterlegen um diesen Film schlechter zu machen als er ist, weiß man wieso wir ein Volk von Miesmachern sind. Der Film ist weder Menschenverachtend noch ekelig. Meine Familie und ich fanden ihn unterhaltend. Und nur darum gehts.
Wenn man dann noch einen Labrador in seine Familie integriert hat, findet man viele Dinge aus seinem Leben wieder. Das reicht mir,und wenn man die Zahlen der Kinobesucher so ansieht, vielen anderen Menschen auch.


Meike

Ich konnte es kaum erwarten, endlich ins Kino zu gehen und mir den Film „Marley & Ich“ anzusehen. Wir selbst haben eine Labradorhündin die mich zu einem großen Fan dieser Hunderasse gemacht hat.
Umso enttäuschter war ich dann...
Der Film ist eine Katastrophe und ein Schock für jeden Hundefreund und Hundehalter.
Marley ist ein Hund, der nicht erzogen und nicht ausgelastet ist und deshalb zerstörerisch und
ungehorsam ist. Ein artgerecht gehaltener Labrador, der ein bisschen Erziehung genossen hat, ist ein wunderbarer Hund. Für mich der tollste Hund der Welt. Fast gar nichts an Marley hat mich an meine eigene Hündin erinnert. Ich hatte gehofft entzückt im Kino zu sitzen und immer wieder zu denken „oh wie süß, wie meine “ aber dem war nicht so. Ich hatte großes Mitleid mit Marley und hoffe, dass der Film wenigstens dazu dient, dass niemand unüberlegt einen (Hund oder) Labrador kauft.
Es ist schrecklich, wenn ein Hund nicht erzogen wird und seine Position in der Familie nicht kennt, es ist noch viel schlimmer, wenn ein Hund 10 Jahre alt werden muss, um mal ohne Leine draußen rennen zu dürfen, es ist schrecklich seinen Hund alleine draußen liegen zu lassen wenn er todkrank ist,
es ist herzlos ihn alleine in der Tierklinik zu lassen wenn in Betracht gezogen wird, das dies seine letzte Nacht sein könnte...
Der Film ist einfach unverantwortlich und wirft ein falsches Licht auf die so wunderbare Rasse. Ich bin mir dessen bewusst, dass der Film kein Dokumentarfilm sondern eine Familienkomödie mit Hund sein sollte aber auch unter diesen Gesichtspunkten ist er wirklich gar nicht gelungen.
Schade, dass anscheinend niemand bei dem Film mitgewirkt hat, der sich mit der Hunderasse auskennt und den speziellen Witz und die Drolligkeit rausstellen konnte.
Zum Beispiel wenn ein Labrador auf Labrador – typische - Art zum Spielen auffordert, Apportier - Spielchen macht , mit anderen Hunden rennt etc.
Statt dessen sollte man über das schlechte Benehmen eines unterforderten, unglücklichen Hundes lachen.
Nicht besonders toll wie ich finde.
Die einzige Eigenschaft die herausgestellt wurde war Marleys Verfressenheit.
Am Schluss wurde dann heftig auf die Tränendrüse gedrückt – schade, dass während dem ganzen Hundeleben wenig von der Liebe der Familie zu spüren war – sehr schade !.
Gott sei Dank alles nur ein schlechter Film !


Jessie

Ich habe mir heute den Film angschaut & ich liebe den Film. Ich verstehe auch nicht was die anderen hier so rumlabbern, denn ES IST DOCH NUR EIN FILM ! Der Film soll auch nicht die Hunderasse in irgendeiner weise beleidigen! Aber ich frage ich..wenn ich schon so bei dem Film rumgeheult habe..wie wird es später bei meiner Katze aussehn wenn was passiert? Aufjedenfall ist dieser Film nicht schlecht! obwohl ist ja geschmacksache.


Mops

Gut, es liegt möglicherweise daran, dass wir selbst mir einem Hund leben und deshalb wissen, dass dieses Tier mehr ist, nämlich ein Familienmitglied und unseren Respekt verdient. Ganz sicher ist, dass dieser Freund in uns nicht mehr hineininterpretiert als wir sind und dass es ihm völlig gleichgültig ist, wer oder was wir sind und was wir haben oder können. Das kann der Kritiker nicht wissen: er sucht in dieser wahren Geschichte einen Anspruch, den sie gar nicht zu geben in der Lage ist - sie möchte nur erzählt werden und die Menschen, die sie verstehen, auch berühren. So manche Geschichte ist einfach. Und sie erreicht jeden einzelnen.






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