Laws of Attraction

Komödie mit Anleihen aus den Screwball-Comedys um zwei konkurrierende Scheidungsanwälte, gespielt von Pierce Brosnan und Julianne Moore, die sich zunächst verbal bekriegen, um sich dann in die Arme zu fallen.

Laws of Attraction

Gegensätze, so heißt es, ziehen sich an. Und was sich liebt, das neckt sich. Daran müssen die Drehbuchschreiber Aline Brosh McKenna und Robert Harling gedacht haben, als sie sich mit Laws of Attraction befassten und dabei tief in die Stereotypenkiste griffen. Die schöne, strenge Audrey Woods (Julianne Moore) ist erfolgreiche Scheidungsanwältin in New York. Männer braucht sie nicht in ihrem Leben, was sicherlich auch mit ihrem Beruf zusammenhängt. Wer braucht schon eine Beziehung, wenn diese sowieso früher oder später vor dem Richter endet. Ihre lebenslustige, männermordende, ewig junge Mutter (Frances Fisher) gibt ihr dennoch immer wieder gerne Ratschläge, die Audrey ignoriert. Eines Tages steht sie im Gerichtssaal ihrem etwas schlampigen, nonkonformistischen Kollegen Daniel Rafferty (Pierce Brosnan) gegenüber, der ihr an juristischem Scharfsinn in nichts nachsteht. Bis zum glücklichen Ende des Films liefern sie sich einen amüsanten Schlagabtausch, sowohl beruflich wie privat.

Laws of Attraction

Mit Pierce Brosnan und Julianne Moore hat Regisseur Peter Howitt ein Hauptdarstellerpaar vor der Kamera, deren Flirten und Streiten, Lieben und Leiden glaubhaft und äußerst unterhaltsam ist. Frances Fisher spielt die reiche New Yorker Gesellschaftsdame mit guten Verbindungen zu Klatschblättern und zur New York Post mit ironischem Augenzwinkern und Lust an der Übertreibung. Ironie jedoch ist bei Howitt nur den Akteuren vorbehalten. Seine Inszenierung nimmt den Liebesstoff sehr ernst, zu ernst für eine Komödie, die sich weitgehend der üblichen Genreideen bedient: zwei sich ebenbürtige Menschen, die sich zuerst hassen und sich dann ineinander verlieben, die ausgeflippte Mutter, unmögliche Situationen auf Herrentoiletten. All dies hat der Regisseur elegant in Szene gesetzt, die reiche Audrey im stilvollen Appartement, der attraktive Daniel im lebendigen Chinatown. Allerdings hätte Peter Howitt besser daran getan, das Drehbuch nicht einfach nur mit attraktiven Menschen in geschmackvollen Wohnungen und romantischem Schloss zu bebildern. Die schöne Oberfläche scheint ihm wichtiger als die innere Logik des Films. Über Daniel Rafferty erfährt man nichts, sein Verhalten wird nicht erklärt, auch erschließt sich nicht warum Audrey am Schluss diejenige ist, die sich entschuldigen muss. Howitt verlässt sich zu sehr auf den Dialogwitz und seine Schauspieler. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass Laws of Attraction dennoch ein lustiger Film ist, eine kurzweilige, schnell vergessene romantische Komödie.

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