Kindsköpfe

Adam Sandler versammelt eine publikumswirksame Riege Comedians, die sich in der verkrampften Erzählweise von Kindsköpfe allerdings gründlich verheddern.  Der neue Film von Dennis Dugan baut gleichzeitig auf niveaulose Scherze und auf süffige Familienmoral.

Kindsköpfe

Fünf Jugendfreunde treffen sich mitsamt familiärem Anhang aufgrund eines traurigen Anlasses wieder, nachdem sie vor dreißig Jahren gemeinsam die lokale Jugendmeisterschaft im Basketball gewonnen hatten. Sie verbringen ein Wochenende am See, in dessen Verlauf sich jeder Beteiligte seine eigenen Schwächen eingesteht, diese sogleich überwindet und es sich im warmen Schoß des Familienglücks bequem macht.

Dennis Dugan, seines Zeichens Haus- und Hofregisseur für Adam Sandler, gelingt es in Kindsköpfe (Grown Ups) zu keinem Zeitpunkt, den grobschlächtigen Humor des platten Skripts (an dem Produzent Sandler stark beteiligt war) mit der ins Feld geführten emotionalen Aufladung zusammenzuführen. Fäkalwitze auf Vorschüler-Niveau wechseln eher unmotiviert mit einigen handwerklich gelungenen und schmerzhaften Slapstick-Einlagen, die bisweilen aber ebenfalls an Esprit verlieren, wenn sie allzu häufig in endlos lang gedehnten Slow-Motion-Einstellungen zu Tode zelebriert werden. Darüber hinaus kollidiert der naive Humor, der vorgibt, das „Kind im Manne“ zu feiern, mit der reaktionären Moral, die alle erdenklichen dramaturgischen Leerstellen behelfsmäßig verputzen soll. Ganz in der Tradition früherer Happy-Madison-Produktionen versucht Dugan, jedem Lacher gleichberechtigt eine Träne zur Seite zu stellen.

Kindsköpfe

Kindsköpfe schafft es, gleich fünf Publikumslieblinge in den Hauptrollen zu verheizen. Unmotiviert spielen sich die Stars ihre lauen Gags zu, die immer den kleinsten gemeinsamen Nenner suchen und ihre angepeilten Stereotypen niemals hinterfragen oder gar mit ihnen brechen. Chris Rock hat eine furzende, herrische Stiefmutter im Gepäck, Kevin James dagegen einen 4-jährigen Sohn, der wortwörtlich noch an der Mutterbrust hängt. Da gibt es Witze über Alte, über Hässliche, über selbstbestimmte Frauen (die hier ohnehin nur als Schreckschrauben agieren dürfen) und zum Schluss noch einen unerträglich gönnerhaften Moment, in dem Adam Sandlers Lenny die immer  unterlegene Konkurrenzmannschaft gewinnen lässt, um  sie zumindest einmal auch in den Geschmack des Erfolges kommen zu lassen.

Insgesamt fehlt Kindsköpfe das Selbstbewusstsein, seine Geschmacklosigkeit zum Prinzip zu erheben oder aber sich entspannt in Details zu verlieren, wo er doch ohnehin gründlich auf eine dichte Storyentwicklung pfeift.  Die disparaten Elemente Gross-Out und Feelgood mögen generell nicht unvereinbar sein, so isoliert nebeneinander gestellt  hat man sie allerdings selten gesehen.

Trailer zu „Kindsköpfe“


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Kommentare


Luxusproll

Absoluter Müll.
Wie kann dieser Film nur auf Platz 1 der Kino Charts kommen ???????


Hendrik

Der Film ist einfach nur erbärmlich. Er ist nichts anderes als eine Aneinanderreihung platter, geistloser Witzchen, auf die man ganz gut verzichten kann. Es gibt im Grunde genommen gar keine richtige Handlung, geschweige denn eine "Botschaft" des Regisseurs. Der Film ist ganz einfach unterste Schublade. Aber wer auf Fäkalhumor steht und über eine alte furzende Oma lachen kann, für den ist der Film sogar empfehlenswert.


Lucas

Der Film ist total öde,
Keine Handlung, schlechter Humor, keine Emotionen und andauernt Schleichwerbungen...


fucc critics

Der Film hat bis kurz vor der Hälfte einige gute verbale Gags zu bieten.Danach kippt das drastisch ab,die Formel der Comedians geht nicht 100 % auf.Kevin James wirkt wie in den fertigen film reingeschnitten,rob schneider fährt seinen typischen mini film im film ^^.chris tucker geht unter.Only Adam Sandler + David Spade halten die Stimmung.Und Muttermilchgags gehen überhaupt nicht.






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