Jumper

Der neue Film von Doug Liman lässt Hayden Christensen als beliebig durch den Raum springenden „Jumper“ gegen einen sehr bösen Samuel L. Jackson antreten. Dazwischen gibt es Sonnenstühle auf der Sphinx zu sehen.

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Seit Reisen um die Welt in den Bereich des Machbaren gerückt sind, ist das ein alter Traum: Frühstück in Paris, Mittagessen in New York, Abendessen in Peking. David Rice (Hayden Christensen) schafft das und mehr an einem Tag, und sonnt sich zwischendurch noch ein wenig auf dem Kopf der Sphinx. David kann einfach nur durch seine Willenskraft beliebig durch den Raum springen; sein Geld beschafft er sich, indem er verschlossene Tresorräume von Banken heimsucht.

Jumper bereitet seinen Grundkonflikt schon in den ersten Einstellungen vor, in denen ein mit künstlich geweißter Haarpracht eher lächerlich hergerichteter „Paladin“ namens Roland (Samuel L. Jackson) einen jungen Mann mit brutalen Mitteln fesselt und ermordet. Da ist die Lage schon klar: auf der einen Seite der gut gelaunte, nichts ahnende Jungspund, auf der anderen sein unerbittlicher, grausamer Verfolger.

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Viel mehr Gehalt ringt das Drehbuch der Grundidee auch im weiteren Verlauf nicht ab; die Story wird nur noch geringfügig und ein wenig künstlich durch eine Liebesgeschichte verkompliziert und durch das Auftauchen von Griffin (Jamie Bell) verziert, der David über Roland und die „Paladine“ aufklärt, die die „Jumper“ jagen.

Natürlich erlauben es Davids besondere Fähigkeiten dem Film, einige Scherze und hübsche Effekte einzubauen – er springt in seiner Wohnung vom Sofa zum Kühlschrank und zurück, ohne mehr als einen halben Schritt zu tun, und das ist tatsächlich für einen kurzen Moment unterhaltsam. Sobald aber die Verfolgungsjagden mit mehreren Sprüngen zu ganz unterschiedlichen Orten beginnen, wird es schnell unübersichtlich, denn die Kamera springt immer mit, und diese abrupte und letztlich nur bedingt motivierte Hopserei durch Szenerien und über Kontinente strapaziert nicht nur die Sehnerven.

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Bei all den Sprüngen bleibt der Film eine weitgehend strukturlose Masse; Regisseur Doug Liman – eigentlich nach Die Bourne Identität (The Bourne Identity, 2002) und Mr. & Mrs. Smith (2005) mit ausreichend Erfahrung versehen – kann dem Film keinen Spannungsbogen geben und kommt letztlich gegen das Drehbuch nicht an, das voller Schlampereien steckt und am eigenen Stoff wenig interessiert zu sein scheint: Weder David noch Griffin halten sich je auch nur einen Moment damit auf, sich über die Gründe oder gar die moralischen Implikationen ihrer besonderen Begabung klar zu werden.

Man könnte auch sagen: Eigentlich bereitet der Film nur sein eigenes Sequel vor, in dem vielleicht geklärt wird, warum Roland so seltsam rituell ein bestimmtes Messer dazu verwendet, die „Jumper“ zu töten. Und warum diese von den „Paladinen“ überhaupt gejagt werden. In der Fortsetzung würden dann vielleicht auch Kristen Stewart und Diane Lane, die hier nur absurd kurze Auftritte haben, ein bisschen länger zu sehen sein.

Und obwohl diese beiden Schauspielerinnen zwei starke Argumente für eine Fortsetzung wären – der ganze, große, lange Rest des Films macht keine Lust auf mehr. Stewart und Lane finden ja vielleicht auch noch ein anderes gemeinsames Projekt.

Filmkritik von Rochus Wolff

Veröffentlicht am 19.03.2008

Kommentare zu Jumper

Marilyn 31.03.2008 20:57

Ich habe den Film endlich im Kino gesehen und bin immer noch total im "Jumper" Fieber, da wünscht man sich doch glatt auch solche Fähigkeiten zu besitzen.
Das Beste am ganzen Film war eindeutig Jamie Bell !! Der hatte einfach die coolste und interessanteste Rolle von allen und noch dazu stiehlt er Hayden Christensen total die Show !! Jamie Bell spielt wirklich jeden an die Wand,
sehr bedauerlich das er eigentlich in viel zu wenig Szenen zu sehen ist .
Max Thieriot (die jüngere Version des David Rice) gefiel mir sogar viel besser als Hayden Christensen. Hayden war okay aber nicht herausragend. Samuel L. Jackson war klasse wie immer und auch Rachel Bilson hat mir gut gefallen.
Negativ am Film war die viel kurze Laufzeit. Hoffe echt das man im zweiten Teil mehr auf die Handlung und so eingeht und vorallem Griffin mehr im Vordergrund steht

8 / 10

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Film-Angaben

Titel: Jumper

USA 2007

Laufzeit: 88 Minuten

 

Regie: Doug Liman

Drehbuch: David S. Goyer, Simon Kinberg, Jim Uhls

Produktion: Simon Kinberg, Lucas Foster, Stacy Maes, Jay Sanders

Darsteller: Hayden Christensen, Jamie Bell, Samuel L. Jackson, Rachel Bilson, Diane Lane

 

Kinostart: 27.03.2008

 

DVD-Angaben

Titel: Jumper

Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment

Bild: 2,35:1, 16:9

Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Spieldauer: 86 Minuten

 

Extras: Audiokommentar von Regisseur Doug Liman, Drehbuchautor/Produzent Simon Kinberg und Produzent Lucas Foster; Trailer

 

Verleih ab: 29.07.2008

Verkauf ab: 22.08.2008

 

Weitere Filme

... von Doug Liman

Fair Game
USA 2010
Mit Naomi Watts, Sean Penn

Mr. & Mrs. Smith
USA 2005
Mit Brad Pitt, Angelina Jolie

... mit Hayden Christensen

Die Herrschaft der Schatten
USA 2010
Von Brad Anderson

Takers
USA 2010
Von John Luessenhop

New York, I love you
USA 2009
Von Mira Nair, Park Chan-wook ...

... mit Jamie Bell

Ein riskanter Plan
USA 2012
Von Asger Leth

Jane Eyre
Großbritannien, USA 2011
Von Cary Fukunaga

Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn
USA, Neuseeland, Belgien 2011
Von Steven Spielberg

 

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