In 3 Tagen bist du tot

Wen erwischt es als Nächsten? Im österreichischen Horrorfilm In 3 Tagen bist du tot macht ein unbekannter Killer Jagd auf ahnungslose Maturanten.

In 3 Tagen bist du tot

Gerade haben Nina (Sabrina Reiter), ihr Freund Martin (Laurence Rupp), Clemens (Michael Steinocher), Alex (Nadja Vogel) und Mona (Julia Rosa Stöckl) die Maturaprüfung bestanden und schon gibt’s Ärger. Alle fünf bekommen eine SMS mit der ominösen Botschaft: „In 3 Tagen bis Du tot.“ Anfangs scheint es ein blöder Scherz zu sein. Doch dann verschwindet während der Abschlussparty Martin. Die Todesursache: Gewaltsames Ertrinken unter Mithilfe eines Gullydeckels.

In 3 Tagen bist du tot

Nach dem „Meta-Slasher“ Scream – Schrei! (Scream, 1996) und dessen Parodie in Scary Movie (2000) geht Regisseur Andreas Prochaska zwei Schritte zurück und knüpft mit In 3 Tagen bist du tot an Ur-Slasher wie Halloween – Die Nacht des Grauens (Halloween, 1978) und Freitag, der 13. (Friday the 13th, 1979) an. Zurück bleibt der Eindruck alles bereits einmal gesehen zu haben: die Ermordung der „unschuldigen“ Teenager und der Rückgriff auf die Vergangenheit als Ursache des Übels gehören genauso zu den Grundelementen des Slasher-Films wie die Kluft zwischen der Welt der Jugendlichen und der von den Erwachsenen.

In 3 Tagen bist du tot

Prochaska beherrscht zwar den Spannungsaufbau, und das Raten, wen es als Nächsten erwischen wird, sorgt für kurzweiligen Nervenkitzel. Letztendlich bewegt sich In 3 Tagen bist du tot jedoch im engen für das Genre typischen Spielraum. Scream löste dieses Problem, indem offen über immer wiederkehrende dramaturgische Mittel gesprochen wurde. Während sich die Protagonisten im Fernsehen Halloween anschauten, stellten sie lapidar fest, dass wenn jemand alleine in den Keller geht, der Mörder nicht sehr weit weg sein kann. Die Ironie von Scream war dabei, dass die Figuren trotz dieses Wissens die gleichen tödlichen Fehler begangen haben. In 3 Tagen bist du tot fehlt dieser frische Zugang und der Film beschränkt sich auf das routinierte Aufzählen zahlreicher Horrorfilme. Anstatt dass die Figuren in den Keller gehen, hätte man sich gewünscht, dass sie einfach vor dem Fernseher sitzen bleiben.

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