Immortal - New York 2095: Die Rückkehr der Götter
In einem prächtig computergenerierten New York des Jahres 2095 sucht der Gott Horus nach einer Frau. In verschiedenen Inkarnationen und Körpern stakst er zwischen Menschen, Mutanten und Außerirdischen umher.

So viel zumindest ist klar: Der Regisseur Enki Bilal hat bei Frauen ein Faible für blasse Haut und leuchtende Haarfarben. In seinem letzten Film Tykho Moon (1996) ließ er Julie Delpy mit leuchtendroten und schwarzen Perücken auftreten, in Immortal (Immortel: ad vitam) dominiert die Farbe Blau.
Blau sind die kurzen Haare der geheimnisvollen Jill Bioskop (Linda Hardy), blau sind auch ihre Tränen, deren Farbe sich andere nicht mehr abwaschen können. Jill ist eine Mutantin, sie lebt im enorm angewachsenen New York des Jahres 2095, trotz ihrer erwachsenen Gestalt scheint sie jedoch ganz junge Körperzellen zu haben, als sei sie gerade erst geboren worden. Das macht sie für die Wissenschaftlerin Elma Turner (Charlotte Rampling) interessant, die dafür sorgt, dass sie nicht in den Labors der Firma Eugenics untersucht wird, und dafür eigene Untersuchungen an ihr vornimmt, deren Sinn und Inhalt aber offen bleiben.
In einer großen Pyramide reist zur gleichen Zeit der falkenköpfige Gott Horus (Thomas M. Pollard) an, der noch eine Woche Zeit hat, für einen Nachkommen zu sorgen, bevor ihm von den anderen Göttern die Unsterblichkeit abgenommen wird, während der für dreißig Jahre eingefrorene Alcide Nikopol (Thomas Kretschmann) durch einen Unfall aus seinem Gefängnis befreit wird. Die drei Handlungsstränge vereinen sich, wenn klar wird, das Horus Nikopols Körper benötigt, um mit Jill ein Kind zu zeugen; sie ist eine der wenigen Frauen, die die Fähigkeit haben, sich mit Göttern fortzupflanzen.

Wem all das ein wenig wirr und zusammengeschustert erscheint, darf von Immortal keine Aufklärung erwarten. Was es mit den Geschäften von Eugenics auf sich hat, mit den Mutanten oder Jills geheimnisvollem, anscheinend außerirdischem Freund John (Frédéric Pierrot) etwa, warum Senator Allgood (Joe Sheridan) Nikopol jagen läßt, dessen frühere Taten anscheinend die ab und zu vage angedeuteten Widerstandsgruppe „Spirit of Nikopol“ inspirieren, all das erfährt man nicht. Das Staatengebilde scheint ebenso eklektisch zusammengebastelt zu sein wie die Geschichte, und die Architektur der Megalopole New York stammt geradewegs aus den üblichen architektonischen Bezugspunkten der Science Fiction: Metropolis (1927), Der Blade Runner (Blade Runner, 1982) und Das Fünfte Element (The Fifth Element, 1997).
Immortal ist aber alles andere als visuell langweilig, im Gegenteil: seine eigentliche Stärke sind die Bilder. Regisseur Enki Bilal hat bisher vor allem als Comicautor gearbeitet; Immortal nimmt, wenngleich in starker Straffung und Veränderung, wesentliche Motive seiner Alexander Nikopol-Trilogie auf, die von 1981 bis 1992 veröffentlicht wurde.
Die Herkunft aus dem Medium Comic ist in jeder Szene des Films spürbar. Vieles sieht wie gezeichnet aus, und die ganze Filmwelt ist mit einem leichten bläulich-grauen Schleier überzogen. Für Immortal wurden Realbild, Zeichnungen und computergenerierte Animationen am Computer vermischt und verschmolzen, wie es bereits in Sky Captain and the World of Tomorrow (2004) gemacht wurde; am Endprodukt läßt sich kaum noch unterscheiden, womit man es im Einzelnen zu tun hat.

So prächtig und gelegentlich atemberaubend die Bilder auch sind, die so entstehen, Bilal hätte doch darauf verzichten sollen, auch seine Charaktere der gleichen Prozedur zu unterziehen. Nicht nur wurden die Gesichter von Rampling, Kretschmann und Hardy ebenfalls nachbearbeitet und der Ästhetik des Filmes angepasst; sämtliche anderen Figuren tragen gleich gänzlich computergenerierte Gesichter. Während dies einerseits natürlich hervorragend geeignet scheint, die seltsamen Physiognomien aus Bilals Comicwelt auf die Leinwand zu transferieren, produziert es andererseits Witzfiguren, die gegenüber den drei „realen“ Figuren wie Plastikpuppen wirken. Gerade im Verhältnis zu den realistischen Körperbewegungen, für die die Bewegungen von Schauspielern aufgenommen wurden, und im Vergleich zu den drei „realen“ Schauspielern wird deutlich, wie wenig realistisch die Gesichtszüge animiert sind. Das erweckt allenfalls den Eindruck von Leblosigkeit, stärker aber noch den von Schwächen der Computertechnik.
Das ist schade, zumal man in Bilals faszinierenden Bilderreigen schnell vergessen kann, sich mit den Abstrusitäten und offenen Fragen der trotz einiger netter Einfälle sowieso etwas schwächlichen Handlung auseinanderzusetzen. Letztlich hat Bilal den Versuch, die Form des Comics ohne Kompromisse auf die Leinwand zu übertragen, für die jetzigen technischen Möglichkeiten zu weit getrieben und damit nur erreicht, dass man Immortal gerne als Bilderbuch ansehen möchte: die einzelnen Einstellungen ergäben, jede für sich, viele phantastische Comicpanels.
Filmkritik von Rochus Wolff
Veröffentlicht am 25.05.2005
Kommentare zu Immortal - New York 2095: Die Rückkehr der Götter
Bettina 11.09.2005 11:53
Finde Immortal nicht schlecht. Die Bilder sind faszinierend und langsam fügen sich die einzelnen Elemente der Story zu einem Ganzen zusammen.
Da wir alle Filme wie Blade Runner, Matrix und das fünfte Element kennen, lässt sich der Inhalt assoziativ nachvolziehen.
Der Film gibt eine Endzeitstimmung wieder, an ein oder zwei Stellen kann man sogar lachen - Horus zu Nikopol: "wir sind kompatibel", nachdem er sich als Gast in anderen menschlichen Wirten nicht wohl gefühlt hat.
Habe den Film zufällig in der Videothek ausgwählt und war positiv überrascht. Natürlich geht es noch besser, aber alles in allem ist die Mischung aus Realfilm und 3D-Animation grafisch sehr gut gelungen.
Lmagon 24.09.2005 22:23
Einfach toll! Ein wahnsinns Film! Derjenige, der anspruchsvolle Fantasy und Sciene Fiction haben will, der muss ihn sehen. Geschmäcker sind verschieden, aber ich denke für Jerdermann ist etwas dabei, der sich in den oben genannten Genre´s einorientiert. Einfach mal angucken. -Viel Spass.
Sven Hollmann 05.10.2005 21:31
Achtung, echt komischer Film. Das 3d-Ambiente ist dilettantisch, die Story hochgradig ... was auch immer?!! Die eine oder andere Idee ist ganz nett, aber insgesamt kommt mir der Film echt zusammengeschustert vor. Vor allem die Mischung aus computeranimierten und echten Schauspielern ist richtig krass. Ich kann diesem Film auch keine künstlerische Seite abgewinnen. Die Hälfte aller 3d-Animationsfilmchen die als Zwischensequenzen bei diversen Computerspielen mitgeliefert werden, sind von der Story und der technischen Umsetzung her um WELTEN besser. Oder hab ich irgendeine Rückentwicklung in die TRON-Zeit verpasst? Vielleicht ist der Film nur was für Hardcorefans. Ich fand ihn sch...!
jhonghojhot 13.10.2005 23:55
extrem geiles cyberpunkambiente, mit extrem geiler dirt-collagen-graf-fick, ein augasmus für jeden abgefraggten chiphead, ein wohltat in den ganzen perfekt durchgestylten saubermann-cyber-schmonzetten der letzten jahre, einfach dirrty so wie es sein muss, schrottige grafik, schrottige leute, schrottiges ambiente, schrottige menschen, schrottige götter, einfach eine schrottorgie, cybertrash allerletzter güteklasse, einfach die fortführung von cyberpoesie in audiovisueller form, ein neuromancer der drecksjetztzeit, jeder der von den ersten cyberpunk-klassikern von william gibson in andere welten gebeamt wurde, den wird auch dieses geile datenmiststück mitreissen. dieser film ist über jede kritik erhaben, alle die den film schlecht gemacht haben werden sehr hart geschlagen und haben danach einen irreparablen schaden. verdammt nah am abgrund, zwischen filmriss und testbild, eine weltenaufnahme kurz vorm camera-ausfall...
Jabidde 19.10.2005 14:14
Meiner Meinung nach war der Film genial! Die Atmosphäre, Animationen, die Idee und Umsetzung der Filmfiguren...alles zusammen ergibt das einen gelungenen, appetitlichen Endzeit-Auflauf!!! Ich kann aber auch die Leute verstehen, die den Film sahen und irgendwie damit überfordert waren...
Trotzdem: ICH-FAND-DEN-FILM-PER-FEKT!
Paavo 10.03.2006 23:00
Ich finde den Film absolut genial. Aus meiner Sicht ist ist die Darstellung der animierten Charakteren absolut gewollt und nicht Produkt einer schlampigen, nicht zeitgemässen Umsetzung. Gerade der Umstand, dass "PC-Game-Figuren" neben realen Menschen in dieser Welt leben, ist faszinierend. Genial! Meine Kritik dazu:
http://www.genesis.ch/filmkritiken_detail.php?ID=76
Roger
Screamer 06.05.2006 23:05
Ich fand diesn Film ebenfalls einfach nur genial und habe ihn mir gerade zum zweiten mal angeschaut. Grade die mischung aus Animation und Reality hinterlässt einen guten eindruck. Ich finde es ebenfalls nicht schlimm das quasi keine "Vorgeschichte" erzählt wird. So kann sich jeder seine Hintergrundstory ausmalen. Sind es nicht gerade die Fragen, Wieso Horus die unsterblichkeit genommen wird, oder Wer oder Was ist eigentlich Jil? Wo kommt sie her und was war es was Nikopol zu dem gemacht hat was er ist?
Ich könnte noch viele fragen hier hinschreiben, aber ich bin der Meinung jeder sollte sie sich selber stellen und seine selber antworten drauf finden.
HonkyTonk 07.05.2006 14:27
alda der film war so langweilig und sch****e gemacht. im ernst einer der schlechtesten movies die ich jemals gesehn habe (wenn nicht sogar der schlechteste). boa das mit den real und 3D personen hat mal gar net gepasst neben den echten schauspielern sahn die 3D-models aus wie witzfiguren. ich dachte echt der ganze film ist nen witz. kein wunder das ich von immortal nix gehört habe bis ich ihn mir mitn paar kumpels inner mediathek ausgeliehn habe. erst jetzt erfahre ich das der film von franzosen ist, was einiges erklärt... ich versteh nicht wie man immortal gut finden kann leidet ihr an geschmacksverkalkung ? wenn ich das schon höre: perfekt, genial usw. das hätte ich vllt mit 12 jahren gedacht, aber im vergleich zu anderen movies kann ich sagen man verpasst NIX wenn man immortal noch nicht gesehn hat, er sagt NICHTS aus und bietet keine unterhaltung meiner meinung nach DERMAßEN FLACH und keineswegs sehenswert !!! leute die den film gut fanden sind bestimmt 30-40 jährige computergeeks irgendwelche comicshop-verkäufer oder trekkis... ich begreifs echt nicht...noch nie nen guten fim gesehn? schaut euch mal "snatch" oder "fightclub" an und nicht sone gequirtle K***E!! dies soll eine WAHRNUNG an alle sein die es in betracht ziehen immotal anzusehn, sonst hätte ich mir gar nicht die mühe gemacht das hier zu verfassen... also finger weg !! immortal lohnt keinetwegs... 100 min meines lebens für immer verflossen, was für ein sinnloses unterfangen :*(
jessy 31.05.2006 18:32
ich find immortal war total super wenn einer was gegen den film sagt dann hat der geschmacksverkalkung der film ist echt klasse gemacht bietet viel unterhaltung und vor allen total geile schauspieler (vor allen thomas kretschmann *gg*)
mcRebe 03.06.2006 20:32
der film ist animationstechnisch ziemlich imposant aber das wars dann auch schon. keinerlei spannung und die flache story machen das ganze schnell langweilig.
man merkt, dass der film von einem comic abstammt.
Shadow 03.06.2006 20:35
Also ich hab den Film nicht zu ende kucken wollen, aber dann hätten viele gesagt, "hättest du ihn dir zu ende angekuckt würdest du anderes schreiben" also hab ich ihn mir angekuckt, und ich fand ihn schwachsinnig, also die Mischung aus Reality und computergemachte Personen ist vollkommen schlecht verarbeitet, es gibt Spiele die vor 2004 entstanden sind, wo man kaum erkennen kann ob die leute echt sind oder gemacht worden sind, aber dieser film hatte wohl zu wenig geld dafür. Also es stimmt schon, man verpasst nichts wenn man den nicht gesehen hat. Weder eine gute Story, noch ein gutes Ende hat der Film.
MfG
Shadow
web 03.06.2006 20:44
schrottfilm
Dennis 03.06.2006 21:48
Super Film... wenn man genug blaue Pillen intus hat.
Janus 03.06.2006 22:23
Der Film war ganz nett, allerdings war die Animation der Götter ein bissel dürftig (Proportionen waren so gar nicht stimmig.).
Alles in allem hätte man ein bisschen mehr aus der Story machen können.
thojan 03.06.2006 22:34
Mein Fazit: Klasse Film !
Nachdem ich die schlechten Kritiken zu diesem Film gelesen habe, mögen die Kritikpunkte berechtigt sein, kann Ihnen aber selber nicht zustimmen. Die surrealistischen Bilder haben mich eben so sehr beeindruckt wie die (realistischen) Hauptdarsteller. Natürlich mag man über die Handlungsarmut streiten, aber es gibt auch viele Songs mit total sinnlosen Texten, die man gut findet. Die Stimmung, die sich durch den Film zieht, fand ich genauso beeindruckend. Was mich geärgert hat war, das der Film zuende war wie er zuende war. Einen zweiten Teil würde ich mir auf jeden Fall reinziehen (die gleichen Macher voraussgesetzt). Im Gegensatz zu einem meiner vorrausgegangenen Kritiker müsste ich behaupten einen guten Film verpasst zu haben, hätte ich Ihn nicht gesehen.
Zeroslammer 04.06.2006 01:44
Guter Film wenn man faible für die bilder hat und genügend vorstellungskraft für die rahmenhandlung.nix für die üblichen hollywoodkonsumenten...
General Smoker <S.A.R.S.S. CLAN> 04.06.2006 07:00
Ich finde es war ein guter Film. Mich hat die Idee überzeugt, die Tatsache, dass einiges offen bleibt und dass man sich seine eigenen Gedanken dazu machen kann.
Anji 04.06.2006 11:44
Bilder zum Eintauchen, atemlos, fremd, fesselnd und das Verlangen nach mehr Bildern.
Irritierend die Armada multipler comicgleicher Mutanten - ein paar mehr Echtwesen nach Art der Ärztin hätten "lebendiger" gewirkt.
Ansonsten schwebe ich den ganzen Tag über weiter in diesen Bildern (das blau bleibt hartnäckig durchfärbend)
Einer der wirklich seltenen tollen Filme im Samstagabendprogramm.
$pikè 04.06.2006 14:00
Ich fand den film wirklich klasse! Ein mal ganz anderer film, als der, die sonst so im Tv laufen!! Mich hat fastziniert, immer den unterschied zwischen annimiert, und real zu suchen.. Die bilder und der rahmen waren einsame spitze! Das einzigste was nicht so toll war, war der Mund von Hores, er war viel zu tief angesetzt! Sonst, super!
peacemaker 06.06.2006 22:26
Immortal find ich einen der besten Filme aller Zeiten
okay die Animationen sind noch lang nicht so gutaussehend wie die Hauptdarsteller (im besonderen Linda Hardy als Jill Bioskop)
und die Story ist am Anfang ziemlich fesseln aber besonderst das Ende Empfinde ich als nicht zufriedenstellend aber naja eine Fortsetzung macht auch keinen Sinn.
Fazit: klasse Film mit kleinen Schwächen kann ich jedem Empfehlen
Stefanus 11.06.2006 16:01
Wirklich beeindruckend ist der Film doch vor allem deshalb, weil er bewusst zwischen Fiktion und Realität changiert - oder anders gesagt: die Frage danach stellt, was zukünftig eigentlich Realität und was Fiktion sein wird. Schon heute lösen sich doch die Grenzen zwischen Ursache und Wirkung, Schein und Sein immer mehr auf. Das in dieser ganzen (blauen=kalten) Orientierungslosigkeit keine Begründbaren Storys entstehen können, ist da für mich nur folgerichtig. Die einzig mögliche Klammer für das eigene Dasein ist nicht der Fortschritt der Technik (sei dies nun der Gen-Forschung oder auch auf anderen Gebieten), sondern die Rückbesinnung auf die Götterwelt. Die beiden Hauptdarsteller, die um ihre Menschsein ringen, sind der Reflex auf eine Sinn-los gewordene (weil vollkommen fragmentierte Welt) in denen der Staat nichts anderes mehr unternimmt, als die Erinnerung an den eigenen Selbstverlust, durch Gewalt und Denkverbot zu unterdrücken: das Einzige, was dieser aus seinen Labors entlassen kann, sind Monster, aber keine Menschen. Ich denke, der Fiilm wirkt deshalb so beeindruckend, weil er in erschreckender Weise nicht das Jahr 2095, sondern unsere heutige Zeit skizziert. Unbedingt anschauen!
Ich 03.09.2007 23:24
Der Film is ja mal sowas von scheiße...wer sowas produziert kann nur ein Freak auf Drogen sein. Die 5€ für die DVD war echt rausgschmissenes Geld. Da sollte man Schadensersatz verlangen.
Frank 04.11.2007 11:48
Ich finde den Film super. Habe ihn im Fernsehen und nun auf DVD gesehen. Die Atmosphaere ist super (a la Blade Runner), gut, die Handlung ist an manchen Stellen etwas schwach, aber ich halte es trotzdem für einen supi Film. Die Aufmachung, die Mischung der Figuren (animiert + real) und die Handlung (unsterblicher Gott verliert seine Unsterblichkeit - auf dem Hintergund der aegyptischen Mythologie). Echt super! Aber wie schon in einem anderen Meinungsforum geschrieben wurde: Der Film ist nichts für die heutige Klingeltonrunterlader- Balleractionspiel- Generation.
Grant 26.05.2010 22:39
Habe soeben diesen Film gesehen- es war die Wahl der Pest als Alternative zur Cholera. Hier finden sich auf peinlich laienhafte Weise vorägyptische Kultriten in einem ansonsten inhaltandeutenden aber inhaltslosen und zudem schlecht gemachten Film (wirkt fast wie low budget). Alleine die altertümliche Vorstellung à la 1. Mose 6 mittels infantiler und unfertiger Phantasie visuell aufzubereiten und nichts, aber auch gar nichts vom Drumherum in einen Zusammenhang zu setzen, ist anstrengend, ermüdend und lachhaft. Historisch korrekt, dass die Götter auf die Zikkuraten herabstiegen (ähnlich den Pyramiden) und in der Kammer an der "Pyramidenspitze" mit der von den Priestern dort platzierten Jungfrau eine "heilige Vereinigung" eingingen, woraus ein Götternachfolger entstehen sollte, reicht alleine dies nicht aus, mit wahllosen Elementen von Autos, die teils fliegen und teils wie eine Tram daherkommen; Wasserlebewesen als Killer, die zwar durch die Klospülung kommen, ansonsten aber auch fliegen können; eine hingerotzte "Widerstandsgruppe" mit nem aufgetauten Anführer; einer blauen, ständig auslaufenden und färbenden Tussi mit ihrem Tuarek-Startrek-Mantelpapi im zugefrorenen Central Park oder in der Abstellkammer einer Kaschemme, die ausschaut, wie die Milchstraße und der rumfaselt, als wäre er Gottvater höchstpersönlich- reicht alldies eben nicht aus, um Menschen mit nem Hauch von Hirnströmen vorm Fernseher zu begeistern.
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Blog: Berlinale im Dialog

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Film-Angaben
Titel: Immortal - New York 2095: Die Rückkehr der Götter
Originaltitel: Immortel (ad vitam)
Frankreich 2004
Laufzeit: 102 Minuten
Regie: Enki Bilal
Drehbuch: Enki Bilal, Serge Lehmann
Produktion: Charles Gassot
Darsteller: Linda Hardy, Thomas Kretschmann, Charlotte Rampling, Frédéric Pierrot, Thomas M. Pollard, Yann Collette
Kinostart: 26.05.2005
DVD-Angaben
Titel: Immortal
Vertrieb: Sunfilm
Bild: 1,85:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Deutsch (DTS 6.1 ES), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Spieldauer: 99 Minuten
Extras: Making of; Making of: Special Effects; Interview mit Thomas Kretschmann; Gespräch mit Co-Autor Serge Lehman; „In Enki Bilals Atelier“; Unveröffentlichte Filmmusik; „Premieren“; Diskussion mit dem Publikum; Originaltrailer; Teaser; 16seitiges Booklet
Verleih ab: 24.08.2005
Verkauf ab: 19.10.2005
Copyright Immortal - New York 2095: Die Rückkehr der Götter
Fotos: © Tiberius Film
BERLINALE 2012

Unser Special zur Berlinale 2012 - mit Kritiken, Empfehlungen und Trailern. www.critic.de/berlinale/
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The Yellow Sea
R: Na Hong-jin
Leb wohl, meine Königin!
R: Benoît Jacquot
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R: Timothy Van Patten, Allen Coulter ...
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Hotel Ruanda
Nacht von Di auf Mi, 14.02-15.02., 00:15 Uhr, BR








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