Ice Age 2: Jetzt taut’s – Kritik

Was tun, wenn einem der Lebensraum buchstäblich unter den Füßen wegschmilzt? Für Tiere kommt da im Zweifelsfall nur eine Arche in Frage. Und letztlich ist auch diesmal der Weg das Ziel.

Ice Age 2: Jetzt taut’s

Innerhalb eines halben Jahres erschütterten Shrek (2001) und Ice Age (2002) die etwas brach liegende Animationswelt. Diese überbordend witzigen, anspielungsreichen und auch für Erwachsene extrem unterhaltsamen Filme weckten im Animationsgenre einen schlafenden Riesen und zogen Hits wie Findet Nemo (Finding Nemo, 2003) nach sich. In solchen Fällen lassen sich die Produktionsfirmen nicht lange bitten. Bereits 2004 klingelten die Kassen dank der Fortsetzung von Shrek gehörig und nun kehren auch die Eiszeitbewohner Sid, Manni und Diego wieder auf die Leinwand zurück.

Faultier, Mammut und Säbelzahntiger sind noch immer ein schlagkräftiges Team. Ihr weitreichendes Problem: Das Eis schmilzt! Ja, so schnell geht das: im ersten Teil setzte die Eiszeit gerade erst ein, nun ist sie bereits vorbei. Die Struktur bleibt dieselbe: eine Fluchtbewegung bestimmt den Film, bei der reichlich viele Vorzeittiere ins Bild rücken; nur Menschen sind diesmal nicht mit am Start.

Ice Age 2: Jetzt taut’s

Heimlicher Star des Originals war ein Eichhörnchen, immer auf der Jagd nach einer Eichel. In der Fortsetzung konnten die Macher der Versuchung nicht widerstehen, dem einzigen Tier ohne Dialogstimme (ähnlich der Maggie in den Simpsons), eine ganze Reihe von Auftritten zu gewähren, die sukzessive an Reiz verlieren. Erst ganz am Ende ist den Ideengebern wieder etwas Originelles zu dem Part eingefallen. Neu mit von der Partie ist eine Opossum-Patchworkfamilie, die Auslöser einer Liebesgeschichte ist und parallel das zentrale Thema des Aussterbens mitträgt.

Davon abgesehen unterscheidet sich Teil 2 von seinem Vorgänger vor allem durch eine stärkere Adressierung des Erwachsenenpublikums. Eine Vielzahl der Witze ist sehr bezugsreich, so mancher Gag erschließt sich nur mit der entsprechenden filmischen Vorbildung. Deutlichstes Beispiel sind zwei Unterwassertiere, zwischen Hai, Wal und Krokodil angesiedelt, die für allerlei Referenzen, vor allem zu Der weiße Hai (Jaws, 1974) gut sind und zum Teil extreme Spannung aufbauen.

Die Animationen sind technisch reifer, was allerdings nicht mehr als eine Randnotiz wert ist. Filme wie Ice Age leben von ihrem, zum Teil kindlichen, Charme, der auch im zweiten Teil noch vorhanden ist, allerdings deutlich dosierter. Dennoch ist auch Ice Age 2 – Jetzt taut’s durchaus sehenswert, da die konzentrierteren Witze zum Teil wirklich sitzen und Otto, in Persona seit über 20 Jahren leider auf dem absteigenden Ast, als deutsche Synchronstimme von Sid einige seiner größten Talente ideal ausspielen kann.

 

Trailer zu „Ice Age 2: Jetzt taut’s“


Trailer ansehen (1)

Neue Trailer

alle neuen Trailer

Neue Kritiken

Kommentare


Dennis

Spricht tatsächlich mehr Erwachsene an, als dies Teil 1 tat. Häufige Kino- und DVD-Schauer werden sich freuen, denn sehr oft werden Szenen dieser mit eingebaut ;) (Der Soldat James Ryan z. Bleistift)
Ich kann der Kritik bezüglich des Scrats nicht zustimmen. Jedes einzelne mal als es aufgetaucht ist, lag das Kino am Boden und lachte.


sid

alles gut und schön aber wo kommt ice age2 im kino und wann??


Paris

Ich kann ICE AGE 2 nur empfehlen! Wer mal wieder richtig lachen will, kommt auf jedenfall auf seine Kosten...


Manuel

Also, ich kann nur eins sagen:

DÉR FILM IST ZUM BRÜLLEN WITZIG!


anonym

ey leute ich sag euch der film ist hammer geil den müsst ihr euch ansehen






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.