Final Destination 4

Death can’t wait: Im nunmehr vierten Teil der Reihe um den Wettlauf mit dem Tod erfolgt erneut die Rückkehr zum Ewiggleichen. Nur wird diesmal in 3D gestorben.

Final Destination 4

Fortsetzungen gehörten seit jeher konstitutiv zum Genre des Horrorfilms, erst recht zu seiner Ausformung als Slasher- oder Splatterfilm Anfang der 1980er Jahre. Die Handlung ist meist bekannt und folgt dem sprichwörtlichen Schema F: Ein Monster oder ein unmenschlicher Mörder verfolgt eine Gruppe Jugendlicher und tötet einen nach dem anderen in den Ausformungen des kreativen Tötens. So bewährt sich auch in Final Destination 4 (The Final Destination) das seit dem ersten Teil erprobte Konzept der Reihe und wartet vorerst mit wenigen Überraschungen auf. War es im ersten Teil (2000) ein Flugzeugabsturz, der manchen Menschen nach der Sichtung des Films das Fliegen unmöglich machte, folgte im zweiten Teil eine Massenkarambolage auf dem Highway (2003), während im dritten Teil (2006) die Achterbahn eines Vergnügungsparks im wahrsten Sinne des Wortes aus der Kurve fiel.

Final Destination 4

David R. Ellis lässt seine Protagonisten nun auf einer Autorennbahn in den Kampf gegen das Schicksal und den Tod treten. Wie alle Protagonisten vor ihm ist es nun Nick (Bobby Campo), der auf der Tribüne als Zuschauer bei einem Autorennen die Vision von der baldigen Katastrophe und dem sich anschließenden Tod seiner Freunde hat. Nur mit Mühe gelingt es ihm, Lori (Shantel VanSanten), Hunt (Nick Zano) und Janet (Haley Webb) zu überreden, die Tribüne zu verlassen. Aufgeschreckt durch Nicks energisches Auftreten, folgt ihnen eine kleine Gruppe weiterer Zuschauer nach draußen, von denen nur der Sicherheitsmitarbeiter George (Mykelth Williamson) noch eine größere Rolle spielen wird. Die anderen bilden lediglich Kanonenfutter für die folgenden Splattereffekte. Schnell erkennt die Gruppe, dass der Tod sich nicht nehmen lässt, was er einmal als sein Eigentum markiert hat und wie gewohnt beginnt nicht nur der Wettlauf gegen die Gefahren des Alltags, die zur tödlichen Falle werden können, sondern auch die dringlichen Versuche die Kette der Unfälle zu unterbrechen, um sie damit zu beenden.

Final Destination 4

Final Destination 4 setzt nicht nur dramaturgisch auf Altbewährtes, sondern baut die Todesszenen, die im letzten Teil zunehmend plakativ und sinnentleert wirkten, wieder in einen größeren Spannungsbogen ein, wie man es aus den ersten beiden Teilen kennt. Der Zuschauer wird dabei zum Detektiv, der alle kleinen Begebenheiten im Umfeld der Personen – die natürlich alle verdächtig wirken oder durch die Inszenierung verdächtig gemacht werden – aufnimmt, um zu erraten auf welche Weise das nächste Opfer von der Liste gestrichen werden kann. Wie der Film mit den Erwartungen des franchise- und genreerprobten Zuschauers spielt und falsche Fährten legt, wirkt auch in diesen Teil zuweilen zynisch. Dabei schreibt er lediglich die eigene Geschichte fort; beispielsweise wenn auch hier erneut mittels Googleschlagwortsuche die Ereignisse des ersten Teils aus dem Netz gezogen werden, oder wenn – nun natürlich auf einer Metaebene – die Todesarten der anderen Fortsetzungen in einer röntgenartigen Verfremdung den Hintergrund für den Vorspann bieten.

Der Vorspann wird damit zum Statement, er drückt das Bewusstsein davon aus, dass der Reiz dieser Filme darin liegt, Leute auf möglichst spektakuläre Weise sterben zu sehen. Dieses Versprechen hält der Film virtuos. Wie man dazu steht, sei jedem selbst überlassen.

Final Destination 4

Dass Final Destination 4 an einigen Stellen redundant wirkt, bedeutet aber nicht, dass er dramaturgisch nicht funktioniert und nicht doch die eine oder andere Überraschung bereithält. Vor allem das Ende ist deutlich lauter, als man es von der Reihe gewohnt ist. Die Wiederkehr des Ewiggleichen hat dabei eine andere Form angenommen (die ihrerseits jedoch das Tor für weitere Fortsetzungen offen hält). Zum Spektakel – und diese lohnen bekanntlich immer – wird der Film dadurch, dass er auf die neue Welle der 3D-Technik aufspringt, die im Bereich des Horrors – heute freilich unter digitalen Vorzeichen – an Produktionen wie Und wieder ist Freitag der 13. (Friday the 13th Part 3: 3D, 1982) oder Der weiße Hai 3 (Jaws 3-D, 1983) anknüpft. Ist an sich der Kern eines Splatterfilms die durchbrechende Gewalt, so wohnt der 3D-Technologie selbst eine gewaltsame Facette inne, sticht doch jeder Gegenstand durch die sprichwörtliche Brille betrachtet in den Raum des Zuschauers und lässt die Leinwand hinter sich. Dass Final Destination 4 dies zelebriert, kann man ihm kaum zum Vorwurf machen, auch wenn der Zuschauer durchaus erkennt, dass die Bildkomposition mancher Szenen exakt auf den Moment hinarbeitet, in dem die Leinwand auf einen zukommt.

Final Destination 4

Verführt der angesprochene Zynismus, die Häme, die der Zuschauer an manchen Stellen empfindet, und die eigene Reaktion durch die 3D-Brille zwar zum Lachen, bleibt der Film aber einer alten Ernsthaftigkeit treu, die dem Horrorgenre seit 2000 inne zu wohnen scheint. Er folgt dabei einem stringenten Nihilismus, der durch Produktionen wie Cloverfield (2008) deutlich geprägt wurde. Daher bleibt auch am Ende des Films wenig Hoffnung für die, die überleben. Dass Final Destination 4 dabei nicht anders ist als seine Vorgänger kann man als Einfallslosigkeit bezeichnen, oder eben auch als eine bittere dramaturgische Konsequenz.

Trailer zu „Final Destination 4“


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Kommentare


Bruce Lee

Der Film kann mit der Story der Vorganger nicht mithalten. Dafür ist sie etwas zu Flach. Das heisst aber nicht das es eine schlechte Story ist. Was den Film aber ausmacht ist das 3D. Was mann natürlich im Kino schauen sollte. Es gibt wieder reichlich schöne Splatterszenen. Und das macht doch Final Destination aus. Mein Fazit ein guter nächster Final Destination.


Stefan

Der Film ist rausgeworfens Geld Es wirkt alles Künstlich und nicht Echt!
Die letzten Teile sind spitze doch der 4. .....


Physiker

These movies are very interesting espeically the natural law of Death (which are sometimes hidden) are discovered and picturized.
It is said, "Death devours the lamb as well as the sheep".. As a physicist, and curious to experiment the nature in my lab or so, I am greatly interested in watching these movies.

Unfortunaltely, I cant write after my death, but I am very curious to cross this gate and experience a smooth or accidental natural death. But at the moment, I enjoy watching these films and having experience about such catastrophes..

Admiring the critical view of the writer and especially the focused observation, I would rank this movie 9 out of 10, or let me exaggrate, 9,5 out of 10...


Jack Daniel

dafür dass es unser erster 3d-film war und wir ne ladung alkohol im blut hatten, haben wir den film relativ gut überstanden... final destination wie man es kennt...nur schlechter, aaaaber in 3d.
aber bitte...seit wann spuckt man blut, wenn einem die beine zerquetscht werden?
11 euro waren eindeutig zu viel, wenn man splatter mag, reicht auch was billiges aus der videothek, sorry. [punkt]


der_ulf

gnarf gnarf gnarf! genauso sinnig wie diese drei worte ist auch die filmkritik vom lieben tobi. sorry aber dem film auch nur den hauch an handlung oder dramaturgie zuzusprechen ist reiner hohn. dieser film hat nichts aber auch gar nichts zu bieten, ausser wie schlecht animierte gummipupen mit billigeffekten und ner menge ketschup zerhackstückt werden... ohne witz: ich war während der aufführung *auf dem klo* und diese zeit war ästhetischer als dieser ganze lieblos hingerotzte film zusammen.
die filmkritik von tobias hätte eigentlich jeden nur warnen müssen, dass dieser film rausgeschmissenes geld ist und NICHT LOHNT!!! 3d-effekte machen doch noch keinen film?! man wartet echt nur noch gelangweilt darauf, wen's als nächstes zersägt und das kann es nicht sein. teil 1 in allen ehren, aber leider wurde die destination-reihe vom t-virus infiziert (resident evil. das bedeutet: 1) sie ist nicht totzukriegen
2) sie läuft ohne sinn und verstand immer weiter
3) sie hat keine seele mehr und ist nur noch auf fleisch aus...

...echt mal...dieser film bekommt von mir minus 5 von 5 sternen...eine kundenverarsche sondergleichen. weg mit sowas. kampf der franchise-ausschlachtung. geht nicht hinein. boykotiert saw und destination. bitte. ich will wieder frische ideen im genre und nicht eine auf zelluloid-gebannte beleidigung meiner augen und ohren


horror_filme_werden_immer_schlechter

stimme dem_ulf voll und ganz zu. der film gleicht einer zum vierten mal aufgewärmten suppe ohne geschmack. schlechte handlung, schlechte schauspieler, ein paar mehr oder weniger realistisch wirkende splatter-einlagen. schrott in 3d. das einzige positve: ich finde er ist nicht ganz so schlecht wie der dritte teil.


ali

Wenn ich diese Filmkritik oben lese, wird mir schlecht. Der Film ist die absolute Beleidigung. Ich habe gerade 120 min. meines Lebens verschwendet um mir diesen Schwachsinn anzuschauen. Der erste Teil war ganz okay... jetzt wird der Kaugummi immer wieder in den Mund genommen und gekaut. Keine Spannung, kein Nachdenken, keine dramatischen Szenen. Es ist eher lachchaft wie der Tod der einzelnen Protagonisten dargestellt wird. Die Effeckte sind wie "home-made" und total schlecht insziniert. Lasst eure Augen davon!!!






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