Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile.

Zwischen quietschenden Reifen und wackelnden Hinterteilen rechnet Vin Diesel als rachsüchtiger Autoknacker mit einem mexikanischen Drogenbaron ab.

Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile.

Nach einem Ausflug in den fernen Osten (Fast and Furious: Tokyo Drift, 2006) begibt sich der vierte Teil der Reihe um schnelle Gefährte und harte Kerle wieder auf vertrautes amerikanisches Terrain. Mit Vin Diesel und Paul Walker in den Hauptrollen kommt es unter der Regie von Justin Lin zu einer Wiedervereinigung der Originalbesetzung. Ansonsten verlässt man sich auf das bewährte Erfolgsrezept: Getunte Autos, weibliche Kurven und eine Vorliebe für das große Spektakel.

Die Handlung dient hier vor allem als roter Faden, um den herum die ausgiebigen Action-Szenen platziert werden: Nach dem Mord an Freundin Letty (Michelle Rodriguez) kehrt Torreto (Diesel) aus seinem Exil in der Dominikanischen Republik zurück, um Rache zu nehmen. Gemeinsam mit seinem geliebten Feind, dem Cop O’Connor (Walker), lässt er sich als Fahrer für die Drogengeschäfte des Gangsterbosses Antonio Braga rekrutieren. So können die beiden Männer neben ihrer ehrenwerten Aufgabe noch der Leidenschaft für schnelle Autos nachgehen.

Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile.

Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile. (Fast & Furious) ist in jeder Hinsicht ein Kino der Geschwindigkeit. Wenn die beiden Helden ihren getunten Autos ohne Rücksicht auf Verluste über die Stadtautobahn rasen und ein Bild der Zerstörung hinterlassen, suggerieren auch die filmischen Mittel stets Schnelligkeit. Verwackelte Realaufnahmen werden in einem derartigen Tempo gegen GPS-Animationen geschnitten, dass sich die Dauer vieler Einstellungen an der Grenze zur Wahrnehmbarkeit bewegt. Die zusätzlich beschleunigende Wirkung von dreschendem Nu Metal und basslastigem Hip Hop und Reggaeton machen Fast & Furious mitunter zu einem körperlichen Erlebnis. Das protzige und etwas ordinäre Image dieser musikalischen Stile eignet sich zudem perfekt für das raue, archaische Männerbild des Films.

Da Justin Lins Aufmerksamkeit vor allem den Schauwerten seines Films gilt – Autos werden als Fetischobjekte inszeniert und während einer Clubszene zoomt die Kamera auch mehrmals auf die Hinterteile leicht bekleideter Tänzerinnen –, überrascht es nicht, dass die Qualitäten von Fast & Furious vor allem in seinen Action-Szenen liegen. Sobald die Story stärker in den Vordergrund tritt, offenbart sich auch die Stumpfsinnigkeit von Drehbuch und Inszenierung. Etwas albern wird es zum Beispiel wenn O'Conner mit Denkermine anhand von Bremsspuren den genauen Tathergang eines Autounfalls rekonstruiert. In solchen Momenten kommt dem Film sein rasantes Erzähltempo durchaus zugute.

Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile.

Fast & Furious suhlt sich leidenschaftlich, wenn auch mit einem leichten Augenzwinkern, in Klischeevorstellungen heterosexueller Männlichkeit. Der Lebensinhalt der muskelbepackten und abenteuerlustigen Männer sind Autos, zu denen sie ein geradezu erotisches Verhältnis pflegen, und Frauen. Letztere müssen sich damit zufrieden geben, erst an zweiter Stelle zu kommen und eine überwiegend dekorative Funktion einzunehmen. Einzig die auf die Rolle der taffen Amazone abonnierte Michelle Rodriguez, vermag den Männern, trotz ihrer weiblichen Reize, ebenbürtig zu sein. Schade nur, dass gerade sie die ersten zehn Minuten des Films nicht überlebt.

 

Trailer zu „Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile.“


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