Fantastic Four
Mr. Fantastic ist elastisch wie Gummi, The Thing ist ein steinerner Kraftberg. Die speziellen Fähigkeiten vom Invisible Girl und Human Torch erklären sich von selbst. Gemeinsam kämpfen diese Fantastic Four gegen den diabolischen Doctor Doom in einem kostspieligen Kinoausflug.

Das Erfolgsgeheimnis der Comicfiguren Fantastic Four, das erste Heft erschien 1961, ist deren familiäre Struktur. Das daraus erwachsene Konfliktpotential untereinander und eine emotionale Dimension der Geschichte, ausgelöst durch Familientragödien, die sich im Kampf gegen böse Supermächte ereignen, verschaffte der Comic-Reihe einen Vorteil gegenüber den Konkurrenzprodukten, die ihre Superhelden bunt zusammenwürfelten.
2005 startet Fantastic Four, nun als Sommerblockbuster, in den Kinos. Dass die ursprüngliche Stärke der fantastischen Gemeinschaft auch noch heute ein Vorteil gegenüber vielen Comicverfilmungen wäre, wurde von den Produzenten und Drehbuchautoren dieser Leinwandadaption scheinbar erkannt, doch nur in Ansätzen ausgeschöpft. Zudem krankt die Verfilmung an Symptomen, die den anvisierten Eventfilm ad absurdum führen.
Zum einen sind da die vielen Special-Effects, ein nicht ganz unwesentlicher Faktor bei einem Effektfilm, die lieblos aufbereitet wurden. So grenzen insbesondere komplett computergenerierte Einstellungen (CGIs), wie etwa eine Hand, die sich dank der Gummieigenschaften ihres Besitzers, unter einem Türschlitz durchquetschen lässt, an lächerlicher Simplizität. Die Life-Action-Tricks, die Kombination von CGI und real aufgenommenen Szenen, gestalten sich auf einem höheren Niveau, auch wenn streckenweise auf einen billigen Blue-Screen-Look nicht verzichtet werden konnte.

Die schlampig hergestellten Tricks sind nicht in der Lage vom zweiten Defizit abzulenken, einem mangelhaften Drehbuch. Weder die Geschichte, noch die Figurenzeichnung können das Interesse an dem Schicksal der vier Mutanten aufrechterhalten. So tun sich eine Reihe von Handlungslöchern in der Erzählung zwischen den Action-Sequenzen auf. Diese werden mit Verlegenheitslösungen gestopft, wenn Sue (Jessica Alba), das unsichtbare Mädchen, etwa dem Zuschauer in einem Off-Kommentar die Umstände erläutern muss, die zur anschließend gezeigten Situation führen. Zudem tritt der Film auf der Stelle, da ein Großteil der Handlung darauf verwendet wird, die Mutation, ausgelöst durch eine kosmische Katastrophe, wieder rückgängig zu machen. Dass das Team dabei keinen Erfolg haben wird, ist abzusehen.
Die Beziehung der Fantastic Four bleibt oberflächlich, nur der ironische Unterton in den Dialogen kann der Gruppe bisweilen eine eigenständige Dynamik verleihen. Doch scheint trotz der unterhaltsamen Zankereien, die das Vierergespann zusammen schweißen lassen, das Konzept einer Superheldenfamilie letztlich verfehlt. Zu oft bewegt sich der banale Humor am Rande des unfreiwillig Komischen. Man hätte dem Team einen besseren Start auf der großen Leinwand gewünscht.
Filmkritik von David Gaertner
Veröffentlicht am 13.07.2005
Kommentare zu Fantastic Four
Simone Lechler 28.07.2005 17:00
Der Film "Die fantastischen Vier" ist für mich die fbste Comicverfilmung überhaupt. Die Darsteller sind perfekt ausgewählt, der Film zeigt die Probleme der Charaktere ohne dies unnötig in die Länge zu ziehen oder schnulzig zu werden. Ein charismatischer Bösewicht und ein sehr gut kostümiertes Ding sind sehenswert. Auch die anderen Charaktere waren nicht enttäuschend dargestellt. Der Film hält sich an die Vorlage (im Gegensatz zu Spiderman)und ist zu keiner Sekunde langweilig. Die Tricktechnik könnte besser sein, aber wen das stört sollte in Filme gehen wo Tricktechnik den Film bestimmt (z.B. Star Wars Episode 3). Und wer nur ins Kino geht um Fehler zu suchen sollte sein Geld besser für etwas anders ausgeben.
Der Film war sehr gute Unterhaltung, die mich die ich seit 20 Jahren Fan der fantastischen Vier bin, in keinster Weise enttäuscht hat.Zudem ich das Gefühl habe das die meisten Kritiker nur die Meinung der USA Presse übernommen haben. Fest steht wenn man gute Unterhaltung haben will ist "Die fantastischen Vier" das richtige. Schließlich ist das eine Comicverfilmung und nicht Schindlers Liste.
Trotz allem gut darstellerische Leistungen der Schauspieler.
Hannes Lindner 17.08.2005 16:27
also ich kann dem obenen genannten nur zustimmen. die handlung ist sehr langweilig und die action scenen eher der standard. für mich kommt diese comicverfilmung nicht an sin city ran, auch wenn es verschiedene arten sind, an die sache ran zu gehen. fuer mich eher ein schlechter film.
Andreas 28.09.2005 22:48
Also ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen ...
Die Vier sind hervorragend an die Wand gespielt. Und endlich mal ein Typ wie das Ding, das nicht nur aus dem Computer kommt ... Zu Ehren von Chewbacca ... Ich kann nur hoffen das bald eine Fortsetzung zu sehen ist ...
Jens Schiffer 17.10.2007 06:02
Ein furchtbar schlechter film. Schlechte Dialoge, langeweile pur. Schnulz und schlecht umgesetzt
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Blog: Berlinale im Dialog

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Film-Angaben
Titel: Fantastic Four
USA, Deutschland 2005
Laufzeit: 106 Minuten
Regie: Tim Story
Drehbuch: Michael France, Mark Frost
Produktion: Avi Arad, Chris Columbus, Bernd Eichinger, Michael Barnathan, Ralph Winter
Darsteller: Ioan Gruffudd, Jessica Alba, Chris Evans, Michael Chiklis, Julian McMahon
Kinostart: 14.07.2005
DVD-Angaben
Titel: The Fantastic Four
Vertrieb: Highlight Video, Paramount Home Entertainment
Bild: 2,35:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Spieldauer: 102 Minuten
Extras: Featurette; Making of Fantastic Four; Musikvideo: „Everything burns“; Hinter den Kulissen
Verleih ab: 02.12.2005
Verkauf ab: 02.12.2005
Copyright Fantastic Four
Fotos: © Constantin Film, Twentieth Century Fox
BERLINALE 2012

Unser Special zur Berlinale 2012 - mit Kritiken, Empfehlungen und Trailern. www.critic.de/berlinale/
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Nacht von Mo auf Di, 13.02-14.02., 02:00 Uhr, arte










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