Elektra
Profikillerin Elektra Nachios wechselt die Seiten, als sie erfährt, dass sie als nächstes zwei Freunde ermorden soll. Die sich daran anschließenden Kampfszenen haben angeblich etwas mit dem Schicksal der ganzen Welt zu tun, sind aber schlecht inszeniert und retten die höchst undurchsichtige und hanebüchene Geschichte auch nicht.

Elektra Nachios (Jennifer Garner) ist Profikillerin; während sie auf einer kleinen Insel im Westen Kanadas auf Details zu ihrem nächsten Auftrag wartet, den sie für die geheimnisvolle Organisation The Hand übernehmen soll, freundet sie sich mit einem Mark Miller und dessen Tochter Abby (Goran Visnjic und Kirsten Prout) an, die in einer benachbarten Hütte wohnen. Als sich herausstellt, dass ihr Auftrag darin besteht, Mark und Abby umzubringen, wechselt sie die Seiten, und muß die beiden nun gegen die nächsten von The Hand gesandten Auftragsmörder verteidigen.
Wer sich von der Comicverfilmung Elektra nun eine actionreiche Geschichte erwartet, die nebenbei ihre Hauptfigur auch noch Selbstzweifeln und moralischer Läuterung unterwirft, wird in jeder Hinsicht enttäuscht. Bevor man auch nur angefangen hat, Elektra zu glauben, dass sie eine böse, skrupellose Mörderin sei, hat sie es sich schon anders überlegt. Überdies wird nie klar, warum sie überhaupt jemals auf der falschen Seite gestanden hat: Die als wirre Traumsequenzen eingespielten Flashbacks summieren sich zu einer allenfalls vagen Erklärung. Das alles hat im Übrigen nichts mit Mark Steven Johnsons Film Daredevil (2003) zu tun, obwohl die Figur Elektra dort bereits eingeführt und in beiden Filmen von Jennifer Garner gespielt wird.
Garner, die sich mit der Fernsehserie Alias als Actiondarstellerin etabliert hat, bekommt man hier nur selten kämpfend zu sehen: Die Actionsequenzen, in denen Elektra mit ihren Sai genannten Waffen herumwirbelt, machen allenfalls ein paar Minuten aus. Das stört nicht weiter, denn diese Minuten sind allesamt entweder in Zeitlupe und aus mehreren Perspektiven quälend langsam dahingezogen oder aber durch hektischen Wechsel der Kameraeinstellung völlig zerstückelt. Hinzu kommt eine absurde, irgendwie mythisch verbrämte Hintergrundgeschichte, die vielleicht – Genaues ist nicht zu erfahren – auch die magischen Kräfte von Elektras Opponenten erklärt, die anscheinend aus dem asiatischen Kino geklaut, hier aber wie Fremdkörper wirken und noch dazu Anlass für allerlei schlechte Spezialeffekte sind.
Filmkritik von Rochus Wolff
Veröffentlicht am 24.02.2005
Kommentare zu Elektra
Mr.Reaper 04.03.2005 00:08
Ich habe mir aus Neutralem unbeeinflußdem von Kritiken verschonten Denken den Film bei uns in der Sneak angesehen. Was mir dann aber geboten wurde war ja das maas alles schlechtem. Der Film war langweilig ,nervend und total stumpfsinnig. In Vietnam wurden Mensche bambusstäbe unter die Fingernägel geschoben um sie zu Quälen und Elektra ist die Moderne Elektronische Art Menschen zu Quälen. Ich hätte wenn ich so ein Drehbuch als Regieseur in die Hände bekommen hätte wäre dies zunächst im Schrädder gelandet um die Menscheit zu Schonen. Aber und Filmguckern bleibt ja leider nichts erspart.
Hinterlassen Sie hier Ihre Meinung oder Anmerkungen zu Elektra. Kommentare werden in der Regel innerhalb eines Tages freigeschaltet.
Kommentar schreiben
Blog: Berlinale im Dialog

Verfolgen Sie das Festivalgeschehen der Berlinale auch im deutsch-französischen Berlinale-Blog des DFJW auf critic.de/berlinale-im-dialog
Film-Angaben
Titel: Elektra
USA 2005
Laufzeit: 96 Minuten
Regie: Rob Bowman
Drehbuch: Zak Penn, Stuart Zicherman, Raven Metzner
Produktion: Mark Steven Johnson, Gary Foster, Avi Arad
Darsteller: Jennifer Garner, Goran Visnjic, Kirsten Prout, Will Yun Lee, Cary-Hiroyuki Tagawa, Terence Stamp
Kinostart: 10.03.2005
Copyright Elektra
Fotos: © Universum
BERLINALE 2012

Unser Special zur Berlinale 2012 - schon jetzt mit Trailern und Vorab-Infos zu den Filmen! www.critic.de/berlinale/
Berlinale 2012: Empfehlungen
Filmempfehlungen für Forum, Forum Expanded und Panorama der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. weiter
Aktuelle Filme
The Firm
R: Alan Clarke
Der Junge mit dem Fahrrad
R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Hugo Cabret
R: Martin Scorsese
Boardwalk Empire
R: Timothy Van Patten, Allen Coulter ...
Neu im Kino
02.02.2012
Underworld Awakening
R: Måns Mårlind, Björn Stein
Die Summe meiner einzelnen Teile
R: Hans Weingartner
Dame, König, As, Spion
R: Tomas Alfredson
Moneyball
R: Bennett Miller
26.01.2012
Michael
R: Markus Schleinzer
26.01.2012
Ein riskanter Plan
R: Asger Leth
Arirang - Bekenntnisse eines Filmemachers
R: Kim Ki-duk
The Artist
R: Michel Hazanavicius
Drive
R: Nicolas Winding Refn
Demnächst im Kino
Der Junge mit dem Fahrrad
R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Hugo Cabret
R: Martin Scorsese
Die Unsichtbare
R: Christian Schwochow
In Darkness - Eine wahre Geschichte
R: Agnieszka Holland
Black Gold
R: Jean-Jacques Annaud
Don 2
R: Farhan Akhtar
Take Shelter
R: Jeff Nichols
Shame
R: Steve McQueen
Beauty
R: Oliver Hermanus
Das Turiner Pferd
R: Béla Tarr
Der Schnee am Kilimandscharo
R: Robert Guédiguian
Viva Riva
R: Djo Munga
Der Preis
R: Elke Hauck
Young Adult
R: Jason Reitman
Der perfekte Ex
R: Mark Mylod
Der König von Bastøy
R: Marius Holst
Kill Me Please
R: Olias Barco
Martha Marcy May Marlene
R: Sean Durkin
Das Leben gehört uns
R: Valérie Donzelli
Beloved
R: Christophe Honoré
The Yellow Sea
R: Na Hong-jin
Aktuell im TV
Motel
Mi 08.02, 22:10 Uhr, Kabel Eins
Waltz with Bashir
Nacht von Mi auf Do, 08.02-09.02., 02:00 Uhr, arte
Berlin is in Germany
Do 09.02, 20:45 Uhr, kultur (ZDF digital)
Metropolis - restaurierte Fassung
Do 09.02, 21:00 Uhr, 3sat
Spur der Steine
Fr 10.02, 22:25 Uhr, 3sat










1 Kommentar