Ein Schatz zum Verlieben

Ein sympathischer Verlierer verfolgt in der Karibik die Spur eines legendären Schatzes und stolpert durch einen wahrlich haarsträubenden Film.

Ein Schatz zum Verlieben

Der nicht gerade mit Intelligenz gesegnete Abenteurer Finn (Matthew McConaughey) hat die letzten Jahre damit verbracht, einen legendären Schatz im karibischen Meer aufzustöbern. Als er eines Tages auf einen Speiseteller des 1715 gesunkenen Schiffes stößt, überredet er seine Exfrau Tess (Kate Hudson) zu einer erneuten Schatzsuche. Allerdings wird nicht nur Finn auf den Schatz aufmerksam, sondern auch eine Gruppe Gangster. Unerwartete Unterstützung findet Finn beim Multimillionär Nigel Honeycutt (Donald Sutherland), der die Unternehmung als willkommene Unterhaltung betrachtet und Finns emsige Geschäftigkeit neugierig von seiner Jacht aus beobachtet.

Ein Schatz zum Verlieben

Als Abenteuerfilm lässt sich Ein Schatz zum Verlieben (Fool’s Gold) nur schwerlich bezeichnen. Zwar zitiert Andy Tennant verlässliche Genre-Grundpfeiler wie exotische Schauplätze, Actionszenen in Badebekleidung und eine Geschichte gespickt mit Legenden und Mythen. Doch im Gegensatz zu einem Film wie Fluch der Karibik (The Pirates of the Caribean: The Curse of the Black Pearl, 2003) wirken die Actionsequenzen geradezu stümperhaft inszeniert und lassen sich bestenfalls als völlig uninteressant beschreiben.

Ein Schatz zum Verlieben

Gelang Andy Tennant mit der romantischen Komödie Hitch – Der Date Doktor (Hitch, 2005) ein unterhaltsamer und treffsicherer Film, so wirken hier die witzigen Momente ebenso erzwungen wie das Zusammenspiel zwischen den beiden Hauptdarstellern. Am schlimmsten ist jedoch die herablassende Haltung der Filmemacher gegenüber den Charakteren. Finns Rolle erschöpft sich auf sein Dasein als etwas dummer, aber doch sympathischer Verlierer, der Film macht sich reichlich und ausführlich über seine Handlungen und sein Versagen lustig. Auch Gemma (Alexis Dziena), die Tochter des Multimillionärs, wird ausschließlich verhöhnt. Ihre überzogene Darstellung als verzogene reiche Göre würde reichlich Stoff für eine bissige Parodie bieten. Stattdessen missbraucht Ein Schatz zum Verlieben Gemma jedoch als dumpfe Gaglieferantin.

Ein Schatz zum Verlieben

Außer den Zuschauern sind am Ende alle glücklich. Die Übeltäter sind tot, Tess und Finn heiraten wieder und auch sonst werden alle Stränge der Erzählung hastig zu einem Happy End gebracht. Gemma und Finns ukrainischer Freund Alfonz (Ewen Bremmer) sind plötzlich ein Liebespaar, und Finn umarmt freudig seinen angeblichen Erzfeind Moe (Ray Winstone). Nicht nur zollt Ein Schatz zum Verlieben seinen Figuren mit solchen Szenen keinen Funken Respekt, die gleiche erschreckende Haltung vertritt er auch gegenüber den Zuschauern.

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