Die Daltons gegen Lucky Luke

Vier dumme Brüder möchten die sicherste Bank Amerikas knacken. Selbst mit einem magischen Sombrero ist dies kein leichtes Unterfangen.

Die Daltons gegen Lucky Luke

Schon als James-Bond-Verschnitt in der Fernsehwerbung eines rosa Telefonanbieters war er eher lächerlich als verkaufsanregend, jetzt bürdet uns unser deutscher Star Til Schweiger auch noch seine Interpretation des Lucky Luke auf. Immerhin: In der Parodie Die Daltons gegen Lucky Luke (Les Dalton) geht es nicht um Luke sondern um die Daltons. Aber das war auch schon die einzige gute Nachricht, denn die Protagonisten, der große Dumme und der kleine nicht viel schlauere Bruder werden von Eric und Ramzy, dem französischen Pendant zu Erkan und Stephan, ein unzertrennliches Komikerpaar, das auf derben Humor abonniert ist, gespielt.

Ma Dalton hat nicht viel, worauf sie bei ihren vier Sprösslingen stolz sein kann, schließlich stehen sie auf der Liste der gesuchten Verbrecher ganz unten. Für die Ganovenehre muss also ein richtiger Coup her. Joe, Averell, Jack und William setzen sich in den Kopf die Gulch City Bank, die heutigen Hochsicherheitstrakten Konkurrenz machen könnte, auszurauben. In Mexiko müssen die vier dafür aber erst noch einen magischen Sombrero seinem allseits gefürchteten Besitzer abnehmen. Dort spielt dann auch ein Großteil der gänzlich unrhythmisch erzählten Handlung, bevor es zuletzt die Brüder zur Bank und in die Arme eines gewissen Herrn Luke verschlägt.

Die Daltons gegen Lucky Luke

Mexiko ist leicht beschrieben: scharfes Essen, Hängematten, tonnenweise Tequila, Sombreros und viele leuchtende Farben. Der exzessive Klischeeeinsatz wäre ja an sich der Parodie noch zu verzeihen, wenn dies über einfachen Slapstick hinausreichen würde. Doch die wenigen Versuche, Sprachwitze zu platzieren misslingt – zumindest in der deutschen Synchronfassung. Dafür haben die Macher umso mehr sogenannte visuelle Gags kreiert, um allen Zuschauern etwas zu bieten: für die Jüngsten wurde Lukes Schatten zur eigenständigen und natürlich langsam handelnden Animation, und für die sprachlich versierten Eltern sind wohl die orthografisch verwüsteten Beschriftungen im Saloon gedacht oder auch die in Anlehnung an die Körpergröße der Daltons gestalteten Flaschen als Detail zu entdecken.

Eigentlich hätte man sich ja freuen können, nach dem Film (Lucky Luke, 1991) und der Serie mit Terence Hill (1990-1992), die die Jungenherzen höher schlagen lassen und Westernatmosphäre herzustellen wissen, eine neue Adaption der Kultcomics von Morris und Goscinni auf der großen Leinwand vorzufinden. Doch dem Team um die Comedians Eric und Ramzy, die auch am Drehbuch beteiligt waren, gelingt es zu keiner Zeit Spannung, Unterhaltung oder auch nur Staunen zu erzeugen. Da ist fast schon Til Schweiger ein Highlight – und das will was bedeuten!

Kommentare


Melanie

Hallo,
war letzte Woche in dem Film drin und muss sagen - ich bin begeistert. Wie toll spielt eigentlich dieser Till Schweiger? Auch wenn ich das jetzt aus einer Frauen-Brille sehe, er ist einfach in seiner Rolle. Fand nur den Hund schlecht aus der Grafik gemacht.


fredi

Das ist ja wohl der Hammer was Till hier auf die Beine stellt. Cool sag ich nur. Deine Kritik gefällt mir auch sehr gut kritisch.


Obi

also ich fande den film groten schlecht!! man erwartet mehr als das der film verspricht!!


lenz

Hallo, ich finde den Film optimal - Popcorn Kino pur. Warum soll macn sich nicht auch mal so berieseln lassen. Das macht ja schließlich Spaß.


Günter

Mieser streifen, der einzig in seinem ungeheuerlichen Dilettantismus stimmig ist. Schlechte Story + schlechte Schauspieler + schlechte.....
Bin nach 25 min rausgegangen und das war 25 min zu spät!


dörte

Wünsch euch alles gute zum Geburtstag, macht weiter so auch bitte mit Filmniveau.


Joe Dalton Fan

Richtig Toller Film...ein Hoch auf die Dalton Brüder!!!!!!!!1


Leo

Nach der fürchterlichen Verfilmung mit Terence Hill sollte man wirklich froh über diese Interpretation sein, die es schafft den Witz und die Dynamik der Comics einzufangen. Da hier nicht versucht wurde einen ernsthaften Western, sondern einen Slapstickstreifen mit Comic-Charakter zu drehen sollte man würdigen, daß der ganze Streifen in seiner Gestaltung wie eine Projektion der LL-Hefte wirkt und die Grenze zwischen Trick- und Realfilm verschwimmen lässt.
Zugegeben die Story ist reichlich dünn geraten, aber die Umsetzung zeigt, daß hier echte Fans des Originals am Werk waren.


Dietmar

Habe die DVD gesehen. Also ich finde den Film in der französischen Version gut. Die deutsche Version wird durch die mehr als kindische Synchronisation komplett kaputtgemacht und hat nicht mehr viel vom Witz der Version in Originalsprache.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.