Die Bourne Verschwörung

Matt Damon jagt wieder als unehelicher Schwiegerneffe von James Bond seiner Vergangenheit und den Schurken dieser Welt hinterher. Dabei bahnt er sich diesmal schon nach der ersten Viertelstunde ohne Franka Potente seinen Weg. Die kaum von Handlung unterbrochene Jagd des Solisten, vor allem durch Berlin und Moskau, geriert ob handwerklicher Mängel der Filmemacher schnell zur Persiflage von Die schönsten Bahnstrecken.

Die Bourne Verschwörung

Erst nahmen sie Jason Bourne sein Gedächtnis und damit seine Vergangenheit, nun nehmen sie ihm auch noch seine Lebensgefährtin und damit die Zukunft. Deswegen macht er das, was er kann: sich rächen und die anderen jagen. Dabei ist die Kamera leider meistens schneller als er und begeht somit eine Todsünde des Actionkinos: die Verfolgungsjagden, Kämpfe und Stunts sind nicht mehr nachvollziehbar, weder in Raum noch in Zeit zu verorten. Der hektische Schnitt und die zum Teil miserabel koordinierten Actionszenen verleiden den adrenalisierten Blick. Offensichtlich ist diesem müden Sequel der Wechsel auf dem Regiestuhl von Doug Liman zu Paul Greengrass nicht bekommen. Da besagter Plot unweigerlich eine schlechte Mischung aus Scotts aktuellem Mann unter Feuer (Man on Fire) und den minderwertigsten Bond-Flics mit Timothy Dalton oder Pierce Brosnan provoziert, gerät der Film vollends auf die schiefe Bahn. Als der eiskalte Killer am Ende noch sein Herz für die Waisen der von ihm getöteten Eltern entdeckt, vergreift sich die Die Bourne Verschwörung (Bourne Supremacy) auch noch im pathetischen Ton. Dass der folgende Schluss eine Brücke zum dritten Teil der Saga von Robert Ludlum schlägt, muss wohl als Warnung verstanden werden.

 

Trailer zu „Die Bourne Verschwörung“


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