Der Love Guru

Nach dem Kassenschlager Austin Powers (1997-2002) schlüpft Mike Myers in die Rolle des Guru Pitka, der nach der neuesten Hollywood-Mode Lektionen über die Liebe erteilt und Selbstfindungsformeln aufstellt.

Love Guru

 Der Beste Guru ist er jedoch nicht. Da gibt es immer noch den – im Übrigen realen – Deepak Chopra, den er nur übertreffen kann, wenn er endlich in die Oprah Winfrey Show eingeladen wird. Diese Möglichkeit scheint zum Greifen nahe, als die bezaubernde Jane Bullard (Jessica Alba) ihm den Auftrag erteilt, Darren Roanoke (Romany Malco), den besten Eishockey-Spieler der Toronto Maple Leafs, wieder mit seiner Frau zusammenzubringen, damit die Mannschaft doch noch den Stanley Cup gewinnen kann.

Da ja Gurus für gewöhnlich aus Indien kommen, leuchtet das gesamte Filmset nur so von bunten Dekorationen und Kostümen, Elefanten laufen durchs Bild, und zwischendurch wird auch mal eine Bollywood-Tanzeinlage dargeboten. Die Gags des Gurus lassen einem keine Ruhe, nicht genug, dass man sich die Lebensweisheiten anhören muss, schafft es der Guru auch sonst, zu jeder Situation ein Scherzchen beizutragen. Doch lustig ist einem schnell nicht mehr zu Mute, denn die Geschichte ist vorhersehbar, die Figur nervtötend, und die Gags wiederholen sich. Immer wieder ertönt ein Gong, der die Erektion des einen metallischen Keuschheitsgürtel tragenden Gurus ankündigt, und jeder Leitsatz wird von einem Zwinkern und dem „TM - Mein Markenzeichen“-Spruch begleitet.

Love Guru

Die einzigen wirklich lustigen Sequenzen sind die mit Ben Kingsley (Gandhi, 1982), der durch die Darbietung des schielenden Guru Tugginmypuddha unterhält. Doch leider schenkt ihm Regisseur Marco Schnabel zu wenige Szenen, als dass er den Love Guru aus seiner kompletten Monotonie retten könnte.

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