Der Fluch – The Grudge 2

Die Wiederkehr des Immergleichen im Schreckmoment: Ein Fluch wandert um die Welt und wird doch ein wenig anders, allerdings nicht schrecklicher.

Der Fluch – The Grudge 2

Es sind weniger Haare geworden. Während in Der Fluch – The Grudge (The Grudge, 2004) sich das Grauen noch bevorzugt durch lange, schwarze Haare ankündigte, so sind es in Der Fluch – The Grudge 2 (The Grudge 2) vermehrt die bläulich schimmernden Körper und Körperteile der Verstorbenen, die plötzlich auftauchen und das Gruseln lehren sollen. Das im europäischen Kino wenig dominante, fremd erscheinende Grauen durch unkontrollierbar erscheinende Auswüchse wie etwa diesen Haaren, die aus Zimmerecken hervorkrochen und sich in Badewannen ausbreiteten, weicht zu einem großen Teil einem dem westlichen Horrorfilm näher liegenden, sehr körperlichen Schrecken. Wie bläulich schimmernde Zombies paradieren die Untoten vor den Lebenden herum und wirken nur noch dadurch geisterhaft, dass sie nach Belieben erscheinen und verschwinden.

Der Fluch – The Grudge 2

Die Grudge-Filme sind Remakes der erfolgreichen Ju On – The Grudge-Reihe von Takashi Shimizu für den internationalen und vor allem amerikanischen Markt, bei denen Shimizu selbst Regie führt, und mit Der Fluch – The Grudge 2 scheint sich die Bilderwelt dem westlichen Markt stärker anzupassen, auch die Handlung wird teilweise in die USA verlegt.

Zunächst aber beginnt die Handlung in Tokio, dort, wo Der Fluch – The Grudge endete: Karen Davis (Sarah Michelle Gellar) ist dem Fluch gerade noch entkommen; ihre Schwester Aubrey (Amber Tamblyn) reist aus Amerika an, um sie dort im Krankenhaus zu besuchen und zu erfahren, was mit ihr geschehen ist. Kurz nach ihrer Ankunft stürzt Karen sich jedoch vor Aubreys Augen vom Dach des Hospitals; gemeinsam mit dem Journalisten Eason (Edison Chen) versucht sie die Ursache für Karens Tod zu ergründen, und wird so, nachdem sie, wie ihre Schwester zuvor, das verfluchte Haus betreten hat, von den Geistern Toshios (Ohga Tanaka) und Kayakos (Takako Fuji) verfolgt.

Der Fluch – The Grudge 2

Der Fluch – The Grudge 2 ist ebenso episodisch erzählt wie sein Vorgänger, drei Handlungsstränge wechseln sich immer wieder ab. Neben Aubreys Geschichte wird von drei jungen Frauen erzählt, die ebenfalls das verfluchte Haus aufgesucht hatten, und von einer Familie in Chicago – die Verbindung zum Haus in Tokio wird hier erst spät deutlich.

Sieht man jedoch davon ab, dass der Film ein wenig mehr Licht in die Vorgeschichte der Grudge-Filme bringt, bietet Der Fluch – The Grudge 2 kaum etwas, was nicht schon sein Vorgänger gezeigt hätte. Zwischen der starken Einstiegsszene mit Jennifer Beals und der hübsch mörderischen Schlussidee wird es rasch monoton, und mit fortschreitender Filmdauer hat fast jede Szene ihren Schreckmoment – da setzt rasch Gewöhnung ein. Auch aus der Verlagerung eines Teils der Handlung in ein anderes Land zieht der Film keinen Gewinn; Chicago bleibt als Stadt völlig unsichtbar und auf die bemerkenswert düsteren Räume eines Mietshauses beschränkt, dass sich von den ähnlich düsteren Räumen in Tokio nur darin unterscheidet, dass das Licht dort bläulich, hier aber bräunlich schimmert.

Der Fluch – The Grudge 2

So bleibt als einzige Veränderung, dass der Fluch jetzt nicht mehr an das Haus in Tokio gebunden zu sein scheint, sondern wie ein Wanderpokal herumgereicht wird, das Böse im Schlepptau, und so auch Leute erreicht, die nie einen Fuß nach Japan gesetzt haben und eigentlich viel zu jung sind für diese Art von Filmen. Schon lange bevor am Schluss fast alle in die Handlung eingeführten Personen dahingerafft worden sind, wird es gleichgültig, wen es als Nächsten trifft: Der Fluch – The Grudge 2 ist mehr an seinem eigenen Reproduktionssystem und dem des Fluchs interessiert, an der Wiederkehr des Immergleichen, als an den Menschen, die der Zorn der Geister trifft.

Es bleiben zwei eindrückliche Szenen: ein Schlag mit der Pfanne, ein Liter Milch. Der Rest ist gruselig, aber egal.

Trailer zu „Der Fluch – The Grudge 2“


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Kommentare


Jürgen

Ich muss zugeben, ich stimm ihrer Kritik voll und ganz zu. Während des Films hab ich mich bei dem Gedanken erwischt, einmal kurz rauszugehen um der Nikotinsucht nachzugeben. Letztendlich hab ich es doch nicht übers Herz gebracht, obwohl ich sicher von der Handlung nichts versäumt hätte. Die Fragen, welche nach dem ersten Teil bei mir aufgekommen sind, wurden beim zweiten keinesfalls beantwortet, es wurden lediglich ein paar neue Arten des Sterbens der Beteiligten hinzugefügt.
Fazit: Aus meiner Sicht lohnt der Film weniger, da die Story in fünf Minuten erzählt ist. Die Todesszenen sind zwar richtig nett gemacht, aber sollte man sowas bevorzugen, für den sind alte/neue Zombiefilme besser geeignet. Man sehnt dem Ende, nicht wegen des überwältigenden Horrors entgegen, sonder wegen der aufsteigenden Langeweile.

In diesem Sinne, spart euch den dritten Teil.


Cajen

Totale Geldverschwendung!!!
Ich weiß immer noch nicht, was jetzt der Sinn dieses Films war. Dieser Film hat keine Handlung bzw. wenn es eine gab, versteh ich sie immer noch nicht. :-)
Vor allem: was hat es mit der erbrochenen Milch auf sich?? Fragen über Fragen und keiner kennt ne Antwort.
So ein S***** Film!!!!


jule

ich habe den film nach 20 mins unterbrochen um die Kritik und die zusammenfassung des filmes durchzulesen, weil ich den film überhaupt nich verstanden habe. dann hab eich auch gar nicht mehr weiter geguckt, weil die kritik so schlechjt ist...also lohnt es sich nicht;)


Julööö

dieser film ist einaxch nur grudelig, ich hab ihn mir zwar noch nicht abgeguckt aber ,ich bekam schon beim trailer schiss!!!!


Lars

Naja ich habe noch nie einen Film(e) gesehen, wo ich soviel Schiss hatte. Und das bei 90% der Fimllänge.

Die Story des Filmes klärt sich doch auf, was habt ihr denn? So anspruchsvoll war das nun auch nicht :).

Also wenn da jemand noch Fragen offen hat, e-Mail an mich :).

Ich hoffe das es nen 3ten Teil geben wird, damit der spuk endlich mal ein Ende hat :D.


mark

sorry der vorherigen filmfachkritiker! 1. bevor ein teil2 gesehen wird sollte man ersteinmal teil 1 kennen.
2.einen film der ohne körperliche brutalität, sondern rein psychisch auskommt und somit sehr gänsehautfeeling erzeugend daher kommt , ist sehr selten zu sehen. und gut
3.handlung -handlungsschreiendes kritikum bitte nicht vergessen kinofilm über einfachen fluch,also wer mehr handlung bevorzugt sollte sich ein mathebuch vornehmen, oder sich ein prosafilm reinziehen. indem film geht es weniger um sinn oder nicht , sondern das eigentliche schaurige.
4. bitte keine inkompetenz mehr neg. kritiken äußern, sondern erst überlegen was für ein film das überhaupt ist. weiterschlafen


TrustNo1

Peinlich, das es Leute gibt, die sich einen Film anschauen, nur weil er eine gute Kritik hat bzw. sich einen Film nicht anschauen, weil er eine schlechte Kritik hat. Könnt Ihr euch keine eigene Meinung bilden? Kritiker ist doch der lächerlichste Beruf der Welt, jeder sollte seine eigene Meinung von etwas haben. Man sollte NICHT nach der Meinung eines "Kritikers" gehen. Ob es nun Restaurant, Theater, Kino oder sonstwas Kritiker sind. Kritiker sollte nichtmal ein annerkannter Beruf sein, sondern nur ein Hobby, mehr nicht!

Wie dem auch sei. The Grudge ist ein super Film. Ich hab mich die ganze Zeit über gegruselt und hatte meinen spaß! Wer den Schluss nicht versteht, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Am schluss wird eigentlich alles aufgedeckt. Selbst wieso man immer dieses oaaaaaaaaaaarrrrrr hört.....


Julchen

Schönen guten Tag.
Also ich finde auch das jeder sich sein eigenes Bild von diesem Film machen sollte. Auch wenn ne schlechte Kritik irgendwo geschrieben ist,dieser Film ist einfach richtig gut und er hat richtig gute Schocker. Alleine schon aus dem Grund da es nicht um irgend ein Massaker (The Hills have Eyes und so) geht, sonder einem richtig unter die Haut geht. Diesen Film sollte man sich auf jeden Fall an schauen.

Endlich mal ein richtig guter Gruselfilm...


Jeeper

Der Film ist vorhersehbar, klar. Doch warum ist speziell bei dunklen Szenen die Qualität so schlecht? Ist das vom Künstler so beabsichtigt, oder sollte Sony schlechtes Filmmaterial benutzen?


Daniela

also ich finde den film richtig gut, ich liebe gruselfilme die auch die richtigen schock effekte haben und nicht nur wildes rum gemätsel.
Wäre mir sowas von egal ob der eine schlechte kritik hat oder nicht, gucken tu ich ihn dann erst recht ;)


Vertigo

The Grudge (2) zählt für mich zu den besten (Psycho-)Horrofilmen unserer Zeit, weshalb ich die oben aufgeführte Kritik nicht ganz nachvollziehen kann. Gut, dass innovative Ideen in Fortsetzungen, die sehr an die Story der Vorgänger angelehnt sind, schwierig zu finden sind und auch Shimizu das nicht gänzlich bravorös vollbringen konnte, gebe ich gerne zu, aber in Punkto Schockmomente ist dieser Film das Non-Plus-Ultra. Ich bin ein sehr, sehr hartgesottener Horror-Fan, aber einige Szenen ließen selbst mir das Blut in den Adern gefrieren.
Leider ist das klischeehafte "japanische/s Frau/Mädchen mit langen schwarzen Haaren erschreckt alle" seit The Ring und dem 1. Grudge-Movie doch recht ausgelutscht. Dennoch ist dieser Film (bzw. beide Teile) in meinen Augen ein Meilenstein des Horror-Genres und ich hätte auch nichts gegen einen dritten Teil einzuwenden. :)


h00b3rT

Nachdem ich mir eben die DVD angeschaut habe, habe ich sie dem DVD-Player entnommen und sie umgehend dem Mülleimer überlassen. Sowas erbärmliches... jede Szene ist absolut vorhersehbar - wirklich jede. Wer den Film mit etwas Interesse verfolgt, und sich nicht einfach nur von den Bildchen berieseln lässt - wie es leider so viele Leute machen - , hat spätestens nach der Hälfte des Films verstanden, was passiert und das Ende ist lediglich noch die grafische Ausgestaltung eines Gedankens, den man ohnehin schon im Hinterkopf hat.
Ein Film, der seinen Horror größtenteils durch das plötzliche Auftauchen zweier blauer Hände, die jemanden mit sich in das Nichts reißen, aufbaut, sollte dem Zuschauer das unbehagliche Gefühl vermitteln, dass sich auch ihm gleich diese Hände von hinten um den Hals schlingen könnten - das einzige aber, was mir durch den Kopf ging: Ahja... wieder mal einer der Hauptcharaktere alleine, also mal abwarten, ob wenigstens dieser eine auf eine "innovative" Weise "geholt wird"... (man wartet 20 Sekunden ab)... Okay, also wieder das selbe (vielleicht sollte ich die DVD abschalten und etwas spannendes tun... Schlafen gehen ?!?).

Ich, für meinen Teil: Maßlos enttäuscht. Schlecht investierte 10 Euro...


hehehe^^

also ich fand den fiLm maL so Hamma qaiL naja ... :) hehe^^ echt alles voLL cooL den mit dem freund oder miT freunden zu guckn... hehe naja hamma qaiLbis denne .... :-*


Melanie-Cheyenne

alos ich habe den film gesehen und... mann ich hatte echt schiss
der ist sehr gut gelungen aber alleine würde ich ihn nie nie wieder gucken...


WieImLovesong

Ich hab mir den Film angesehen, weil Leute, die beim Thema Horrorfilme echt hart drauf sind, gemeint haben, dass er gruselig ist. Hab ihn gerade zu ende gesehen und bin maßlos enttäuscht. Ich hatte in keiner Szene wirkliche Angst und bin nur einmal richtig erschrocken.
Und das sagt schon ziemlich viel über den Gruselfaktor des Films aus. Denn ich bin gerade mal 15, alleine im Haus und es ist 1 Uhr nachts.


Julian

Leute dieser Film ist Hammer.
Ich verstehe nicht was ihr habt, der Film hat solche schockmomente dass selbst mir, ein 14 jähriger grünschnabel im leben, aber ein Veteran im Thema horrorfilme, das Blut in den Adern gefriert. Der beste psychohorror den ich je gesehen habe und er ist nur weiterzuemphelen. Das man alles in euren Augen Vorraus sehen kann liegt vllt daran dass ich die originale Version ohne Schnitt hab und ihr das remake






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