Der Fluch der Betsy Bell

Eine Farmerfamilie wird im 19. Jahrhundert von einem Fluch heimgesucht, der bis in die Gegenwart reicht. Nach dem groben, von der Kritik einhellig verrissenen Film zum Rollenspiel Dungeons & Dragons (2000) hat sich Regisseur Courtney Solomon eine Spukgeschichte vorgenommen.

Der Fluch der Betsy Bell

Der Fluch der Betsy Bell (An American Haunting) basiert auf dem Roman The Bell Witch von Brent Monahan (1997), in dem ein angeblich aktenkundiger Vorfall aus dem 19. Jahrhundert nacherzählt wird - allerdings mit deutlich modernen Untertönen, denn das eigentlich Monströse liegt in diesem Horrorfilm nicht dort, wo mit Heulen und Zähneklappern übersinnliche Phänomene in Szene gesetzt werden, sondern im schlicht Menschlichen.

Das erfährt man jedoch erst zum Schluss. Der Film beginnt mit einer Rahmenhandlung, in der ein Mädchen in einer Vorstadtsiedlung von Albträumen geplagt wird. Die besorgte Mutter entdeckt unter den Sachen ihrer Tochter ein fast 200 Jahre altes Tagebuch. Bis zum abschließenden genreüblichen Wendepunkt bildet nun dieses Tagebuch, in dem die Mutter zu lesen beginnt, den Inhalt des Films:

Der Fluch der Betsy Bell

Im Jahr 1818 wird der reiche Farmer John Bell (Donald Sutherland) von einer als Hexe verschrieenen Bäuerin verflucht. Die folgenden gespenstischen Ereignisse betreffen vor allem seine Tochter, die von Rachel Hurd-Wood (Das Parfum, 2006) gespielte Betsy. Auch sie hat Albträume, zusätzlich wird sie von Krämpfen geschüttelt und, das ist der vorläufige Höhepunkt des Spuks, von einer unsichtbaren Hand in die Luft gehoben und geohrfeigt.

Das Heulen und Zähneklappern wird leider vor allem durch überlaute Geräuscheffekte erzeugt und mit einem nicht recht nachvollziehbaren ständigen Wechsel zwischen Farbe und Schwarzweiß. Die Starbesetzung mit Sissy Spacek als Betsys Mutter nützt nicht viel, wenn man ihr kaum mehr zu tun gibt, als am Bett der Tochter verzweifelte Miene zum bösen Spiel zu machen. Schlimmer noch: Das Drehbuch stellt Betsy auch noch einen älteren Bruder zur Seite (Thom Fell), der aber keine Funktion in der Handlung übernimmt.

Der Fluch der Betsy Bell

Regisseur Courtney Solomon (Dungeons & Dragons, 2000), der auch für Drehbuch sowie Produktion verantwortlich zeichnet, erweist sich zwar in der Herstellung von eye candy als geschickt. Die wilden Kamerafahrten aus der Sicht des Geistes durch Türritzen und einmal sogar in großem Bogen über die weite Landschaft sind wie ein Ritt auf einem Jahrmarktkarussell. Und im Vergleich zu seinem fünf Jahre alten Erstlingswerk ist Der Fluch der Betsy Bell ein deutlicher Fortschritt. Aber die düstere Geschichte mit Anklängen an die Romantik gerät Solomon zu einem durchschnittlichen Horrorgenre-Mischmasch; wie ein Remake von Der Exorzist (The Exorcist, 1973) und Nightmare on Elm Street (1984) als Kostümfilm, das allerdings längst nicht so gruselig ist wie seine Vorgänger.

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Kommentare


Bernd Hagel

Habe schon zwei Filmfehler entdeckt nach 15 min sehens.!!
1. Fehler : 2 Minute
(Strickjacke der Mutter )
2. Fehler : 9 Minute (Kerzengröße)
weitere nicht ausgeschlossen ...


gefrorenerFisch

die lautstärke der soundeffekte und musik sorgt in jedem fall dafür, dass schock und horroreffekte verstärkt werden. an einigen stellen sind meiner meinung nach allerdigns wesentliche handlungslücken, sodass es schwer ist dem film zu folgen. die am anfang noch wichtige datums/ortanzeige während des films hört dann auf einmal auf. da es wie ein tagebuch wirken soll, wäre es sicherlich besser gewesen dies durch den ganzen film durchzuhalten.


Ascalin

Also bis auf die Schreckeffekte ist der Film nicht sonderlich toll. Vom Anfang bis zur Mitte dachte man sich noch ah nen 0815 Geisterfilm aber dann wirds recht schnell langweilig und die "Auflösung" wirkt auch nur noch an den Haaren herbei gezogen.

Selbst wenn man solche Filme mag sollte man sich den zweimal überlegen.


Brabus

Naja der Film ist sehr konfus und undurchsichtig. Von einer scala con 1 -10 würd ich ihm eine 2 geben


calypso11

Habe den Film noch nicht gesehen aber den Soundtrack gehört und der war SPITZE!


Dragon

Also ich finde den Film total Cool, cole efekte. Und naja was hat ein so Film toll macht die geschichte ;-)
Das ihr so schlecht drüber denkt hätte ich gar nicht gedacht.


fricksen

ultra schlechter film,glaub bisher nix schlechteres gesehn.das ende is zuarg,wie soll der vater das alles gemacht haben???hat er sich eine unsichtbarkeitshaube aufgesetzt und hat seine tochter hochgehoben und geohrfeigt???unglaublich schlechter film


electricbird

oh weia, war der Film bescheuert. Langweilig, lahme in sich nicht stimmige Geschichte, ober-dämliche Auflösung...höchstens als Bügel-Film anzusehen. (Einziger Lichtblick ist die Flugszene des Geistes (?) durch das Haus, über die Wiesen, in den Wald...vor die Kutsche PENG


Roland

Der Film ist absolut verwirrend in seiner Handlung.
Viel zu viele undurchsichtige Charaktäre.
Hab den Film nach 1 Stunde vor langeweile nicht mehr ansehen können. Musste mir dann am nächsten Tag den Rest zwangsweise ansehen, da iuch ihn zurück in die Videothek geben musste. Wäre fast eingeschlafen.....
Da schu ich mir lieber die 100ste Wiederholung von Miss Marple an ;-) Ultra- Schlecht !!!


kanona

ich habe mir den film jezt 2 mal angeschaut und immer noch nicht ganz hintergestiegen... vom gemachten her finde ich den film genial nur er ist halt schwer zu verstehen!


Miss

Habe den film heute ausgeliehen und grad eben zuende geckuckt. Habe den Film und um was es geht verstanden. Am Anfang dachte ich es wäre so ein "übernatürlicher" Film aber am Ende kommt es ganz anders (das der Vater seine Tochter nachts missbrauch). OK so weit so gut aber ich kann mir einige Szenen trotdem nicht erklären wie z. B. warum wird das mädchen in ihrem zimmer hoch gehoben und auf die Wangen geschlagen (angeblich von ihrem Vater aber der steht ja neben dran) warum wird das mädchen eigendlich vom "Dämon" gequelt, sie hat es doch nicht verdient! Der Vater sollte doch verflucht werden..! wieso die Tochter??? das verstehe ich nicht, sie hat doch nichts gemacht!


Claudio Corigliano

Habe diesen ganz besonderen Film gerade gesehen! Er ist äußerst tiefschürfend,was wohl die meisten Zuschauer etwas überfordert.Aber warum sollte man das Niveau eines Filmes reduzieren,nur weil die meisten Zuschauer eher banalere Streifen gewohnt sind?
Um den Film zu verstehen,benötigt man entweder Hintergrundwissen über sexuellen Mißbrauch innerhalb der Familie oder man versucht sich in Betsy Bell hinein zu versetzen.
Zur Handlung: Der Film beschreibt im Grunde das Leiden der Betsy Bell.Jeder sieht zwar oberflächlich,daß das Mädchen leidet,aber die "helfenden" Personen sehen nicht den eigentlichen Ursprung des Leidens.Auffällig ist hier eben auch,daß der eigene Vater oft fast teilnahmslos wirkt.Das "Schlagen" durch den "Dämon" ist eher sinnbildlich für die Qualen zu sehen,unter denen Betsy immer wieder leiden muß.Auf die Hilferufe,die immer wieder zu hören sind,wird nicht reagiert.Der Fluchtversuch zeigt die Sinnlosigkeit des "Weglaufens ohne Klärung",da sie immer wieder durch den "Dämon" eingeholt wird,und so fort...
Die schwarz-weiß Effekte lehnen meiner Ansicht nach an der stark reduzierten "Schwarz-Weiß"-Sicht an,die viele mißbrauchte Kinder entwickeln,um "Gutes" und "Schlechtes" zu trennen.Hierzu existieren Bücher ("Die schwarz-weiße Welt der BP",etc.).Dieser Film ist geschickt aufgebaut und sehr spannend.Die einzige Kleinigkeit,die ich bemängeln würde,ist das Vergiften des Vaters,daß "leider" in solchen "Familien" fast nie stattfindet.

Ein Vergleich mit "Nightmare on Elmstreet" oder "Der Exorzist" ist blödsinnig,da der Film eher dem Thriller,aber keinesfalls dem Genre "Horror" zu zuordnen ist.Das wäre dann schon etwas zu leichtfertig...

Unterm Strich: Empfehlenswert!


Daredevil

Also, bin mir nicht sicher ob ich den Film richtig verstanden habe.
Meiner Meinung nach geht es darum , dass der Vater von Betsy Bell sie am Tag vor der besagten Gerichtsverhandlung vergewaltigt. Daraufhin löst sich die Seele von Betsy allmählich vom Körper dieser, da diese nicht mit dem traumatischen Ereignis umgehen kann. Das geschehene Ereignis wird immer wieder zum Teil durch übersinnliche Kräfte (Körper wird von Geisterhand an den Haaren hochgezogen, Decke wird von selbst weggezogen), welche wohl vom Mädchen selbst bzw. von ihrem Geist hervorgerufen werden wiederholt. Ich denke dies soll eine Art Hilfeschrei an die Umwelt darstellen, der Geist versucht der Umwelt klar zu machen was passiert ist, bzw. der Mutter in Erinnerung zu rufen was damals geschehen ist. Da diese es gesehen hat, es aber durch den Schock verdrängt hat. So etwas gibt es oft bei traumatischen Ereignissen. Die Seele von Betsy löst sich im Verlauf des Films immer mehr vom Körper, dies geschieht zum Teil durch Halluzinationen, das kleine Kind stellt meiner Meinung nach das unschuldige Kind dar, dass sie vor dem Geschehenen war dar. Als sich die Seele ganz vom Körper des Mädchens gelöst hat, fällt diese in einen katatonischen Zustand. Die Seele des Mädchens bringt ihren Körper dazu den Nacht für Nacht mit kleinen Dosen zu vergiften, um sich an de Vater rächen. Das schließe ich daraus, dass es ihm bis zur Katatonie von Betsy gut geht und er nur unter Schuldgefühlen leidet, welche sich wohl im Wolf manifestieren, den er immer wieder sieht. Der Mann, der eines Nachts auf dem Fenster zu sehen ist, denke ich ist der Lehrer von Betsy, er hat wohl schon seit längerem eine nichtsexuelle Beziehung mit ihr, da er sich zu ihr hingezogen fühlt, jedoch weiß dass sie noch ein Kind ist. Der einzige Geist in dem Film, ist meiner Meinung nach somit nur der von Betsy Bell. Das Wesen vor dem man wirklich Angst haben muss, ist der Mensch und die Tatsache dass dieser zu schrecklichen und kranken Taten fähig ist.


Natalie K. V. T.

ich muss sagen der film hat ich tief beeindruckt um auf den kommentar vor mir zurück zu kommen, betsy wird geschlagen gerüttelt von sich selbst um sich zu erinnern, sie muss sich erinnern um zu verarbeiten. Ihre seele ist durch das traumatische erlebnis mit ihrem vater gespalten und sie rüttelt sich und ihre umwelt wach. ich wollte den film erst nicht gucken da horror nicht mein genre ist aber nach sehen dieses filmes ordne ich ihn für mich in drama ein. sehr empfehlenswert!


>$ € N @<

Also ich finde den Film GENIAL es spielt sich eher ein Familiendrama ab.Ich verstand den Film am Anfang nicht ganz.Ich dachte sie wären von der Frau,die alle für eine Hexe hielten verflucht,weil sie sich villeicht rächen wollte.
Doch als der Geist von Betsy aus ihr rauskam und sagte:meine Mutter schläft nachts immer fest oder so was änliches, wusste ich sofort um was es geht. Meiner Meinung nach geht es darum, dass der Vater Betsy missbraucht hat,doch diese versuchte es zu verdrängen. Die ganzen Orfeigen bekam sie von ihrem Geist, der Betsy versucht hat klar zu machen was ihr Vater ihr angetan hat.Die schwarz-weiß Effekte, sind dass,was >der Geist<,der Betsy sieht, denk ich mal.Und der Nachbar und gleichzeitig auch Lehrer von Betsy fühlte sich zu ihr hingezogen. Dies passierte der Familie in der neuen Version auch(nur ein wenig anders) ,die in das Haus von Betsy gezogen sind.


Sarah

ich fand den film genial aber stimmt es dass es eine wahre geschichte war, denn wenn ja macht er mir angst den so etwas ähnliches ist mir auch schon widerfahren


John Bell

Ich find den film echt richtig schlecht ich dachte nach einer stunde ich seh mir hier Scary Movie 5 an den die Kamerafahrten des geistes sind so schlecht das ich des öfteren lachen musste. Wie kann man aus so einer geschichte einen so misserablen Film drehn. Tut mir echt leid für fans dieses filmes aber den schau ich mir nie wieder an, ich lass mich doch nicht verarschen denn das diese geschichte stimmt könnt ihr einen andren erzählen. Bis bald euer Ghostbuster


jana

also ich fand den film echt super, es ist halt wirklich kein horror film für mich ist er auch eher ein drama und genau des find ich so super. ich mag filme in denen man erst später merkt was genau passiert ist und es ist ja wirklich so wie es meistens ist, nämlich keiner will es sich eingestehen das der vater und der eigene mann so etwas tun kann, sein eigenes kind missbrauchen. großes lob von mir der film ist echt super ich werde ihn mir auf alle fälle noch mal anschauen!!!


Liebelein

also ich finde den Film sehr gelungen. Ich mag gernerell Filme, bei denen man viel nachdenken muss. Es ist kein klassischer Horror Film (Ich würde ihn eher in die Kategorie Thriller einordnen) denn ich finde in "normale" Horror Streifen, sind meist sehr blutig und haben für mich oft nichts mehr mit Film zu tun. Bei Der Fluch der Betsy Bell ist eine Hintergrund Geschichte vorhanden, die den Film meiner Meinung nach sehr ansprechend macht. Natürlich ist er nicht ganz einfach zu verstehen, aber mit ein bisschen Anstrengung und Grips ist es zu verstehen.

Der ständige Wechsel der Farbe von schwarz-weiß zu bunt, hängt mit der jeweiligen Person zusammen. Wenn es bunt ist sieht man die Perspektive so, als würde man dabei sein. Sobald sich der Film schwarz-weiß färbt, sieht man alles durch die Augen von Betsy´s Seele. Also der vermeindliche "Geist".
Ich kann den Film nur weiter empfehlen. Ich werde ihn mir definitiv noch einige mal ansehen.


bijou

Also ich fand den Film ziemlich schwer zu verstehn. Es erschien erst alles so schlüssig und das Ende sollte zwar die ganze Situation aufklären, hat aber anfangs bei mir für noch mehr verwirrung gesorgt. Musste mir das Ende dann noch ein zweites mal ansehen, um es doch wirklich verstehen zu können.
Irgendwie macht es für mich keinen Sinn, dass sich ein Teil ihrer Persönlichkeit bzw. Seele vom Körper löst um sich dann am Vater zu rächen und dann der Familie zu zeigen was wirklich passiert ist. Finde das irgendwie schlecht als Auflösung gemacht.
Zwar erkennt man, dass dieses kleine Mädchen Betsys unschuldige, ich denke teilweise soll sie sogar ihr jungfräuliches Wesen zeigen, darstellt und das der Wolf die Angst vom Vater verkörpert, aber irgendwie hätte man das Ende doch ein wenig tiefgründiger behandeln müssen. Denn ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass man es gleich beim ersten mal verstehn kann, zumindest hatte ich darin meine Probleme und ich denke viele beim mehrmaligen schauen auch noch. Der Film ist wirklich nicht schlecht gemacht und die tiefgründigkeit gefällt mir auch, aber wenn es wirklich auf einer wahren Begebenheit beruhen soll, hätte man es wirklich realistischer gestalten müssen. Denn das Ende spricht mehr als nur dagegen.

Trotzdem hat mir sehr gut gefallen, wie der Regiesseur gezeigt hat, wie Vergewaltigte Mädchen dieses Erlebnis verdrängen und anscheinend auch typische Merkmale hierfür verwendet hat. Doch wenn man damit nicht vertraut ist, kann man das auch nicht erkennen und das auch nicht schlussfolgern. Hätte ich das nicht bereits in einem anderen Kommentar gelesen, wäre ich sicher nie darauf gekommen.

Den Film sollte man wohl nicht bei Horrorfilmen einordnen. Drama finde ich wirklich angemessener und wahrscheinlich sollte man doch wenigstens danach etwas darüber lesen, denn erst so kann man den Film wirklich verstehen.






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