Death Proof - Todsicher

Quentin Tarantino setzt mit Death Proof der Grindhouse-Ära ein filmisches Denkmal. In Deutschland kommt im Unterschied zu den USA die in Cannes uraufgeführte Langfassung in die Kinos. Darin vertraut Tarantino einmal mehr auf ungebremste Frauen-Power.

Death Proof – Todsicher

Grindhouses grenzten sich in den USA der sechziger und siebziger Jahre von den üblichen Kinos durch ihr spezielles Genre-Programm ab. Sie zeigten zwei Filme zum Preis von einem, meist eher billig und schlecht produzierte Horror-, Action- oder Softporno-Streifen. Angelehnt an diese Kinotradition tüftelte Film-Maniac Quentin Tarantino mit seinem Freund Robert Rodriguez ein gemeinsames Filmprojekt aus, das jener Präsentationsform nachempfunden sein sollte. Ihr 2007er-Grindhouse-Revival sah vor, dass jeder Filmemacher einen eigenen Beitrag abdreht, der dann zusammen mit dem anderen gezeigt wird; davor und dazwischen wurden Trailer fiktiver Filme eingefügt. Doch noch bevor das Grindhouse-Projekt in den USA an der Kinokasse baden ging, entschied sich das Studio dazu, das Paket außerhalb der USA aufzuschnüren und die Filme getrennt zu vermarkten.

So wird in unseren Kinos eine im Vergleich zu dem im amerikanischen Grindhouse-Doppelpack enthaltenen Teil um rund 20 Minuten längere Fassung von Tarantinos Death Proof – Todsicher (Death Proof) starten. Diese lief zuletzt auch im Wettbewerb von Cannes, wobei man sich fragen kann, wie sie dahin gekommen ist. Denn Death Proof setzt – ganz untypisch für die meisten Festivalfilme – auf den Spaß am Zitat und der Pose.

Death Proof – Todsicher

Bereits die Figurenkonstellation weckt Erinnerungen an Tarantinos frühere Filme, insbesondere an seine starken Heldinnen aus Jackie Brown (1997) und Kill Bill (2003, 2004). Die drei Freundinnen „Jungle“ Julia (Sydney Tamiia Poitier), Arlene (Vanessa Ferlito) und Shanna (Jordan Ladd) geben sich selbstbewusst und taff. Ihre Reize wissen sie in Szene zu setzen und zwar nur dann, wenn sie es auch wirklich wollen. Das war schon bei Pam Grier und Uma Thurman so, wenngleich „The Bride“ bei ihrem Rachefeldzug nicht nur auf die Waffen einer Frau zurückgriff. Während „Jungle“ Julia und die anderen in einer Bar mit Freunden feiern, bleiben sie nicht unbeobachtet. Der „passionierte“ Serienkiller Stuntman Mike (Kurt Russell) hat ein Auge auf die Schönheiten geworfen. Nur zu gerne würde er ihnen beweisen, dass sein schwarzer Stuntschlitten tatsächlich „Deathproof“ ist.

Als wäre die Struktur eine direkte Replik auf das Wesen des Grindhouse-Kinos, zerfällt Death Proof gleichsam in zwei Teile. Nach dem Auftritt des ersten Frauen-Trios und einer fast einstündigen Exposition, die wie die viel zu kurze, aber umso heftigere erste Klimax gegen sämtliche Konventionen des plotgetriebenen Mainstream-Kinos verstößt, stellt Tarantino die Uhr auf Null, um die nächste Frauenmannschaft ins Rennen zu schicken. Der zweite Durchlauf unterscheidet sich anfangs nicht wesentlich von seinem Vorgänger. Erst allmählich wechselt der Film seine Tonlage und das Genre bis sich der Zuschauer schlussendlich in einem geradlinigen Actionreißer mit spektakulären Stunt-Einlagen wiederfindet.

Death Proof – Todsicher

Death Proof beinhaltet dabei all das, was sich längst als Tarantinos Markenzeichen im heutigen Kino etabliert hat: Endlose Diskussionen über die unterschiedlichsten Themen der Pop-Kultur, ein rockig, souliger Soundtrack, Fußfetischismus und ein Schuss Gore zur rechten Zeit. Obwohl er sich großzügig aus anderen Genres und Jahrzehnten bedient, sind seine Geschichten immer mehr als nur ein zusammenkopiertes Best-Of seiner Vorbilder. Denn trotz aller filmhistorischen Referenzen – dieses Mal finden sich Anspielungen unter anderem an Spielbergs Duell (Duel, 1971) und H.B. Balickis Die Blechpiraten (Gone in 60 Seconds, 1974) – stehen auch in Death Proof die Charaktere und nicht der genreimmanent minimalistische Plot im Mittelpunkt. Tarantino schreibt hierzu Männer-Dialoge für Frauen, die glaubwürdig klingen, gerade weil sie jedes Detail durchdeklinieren, mitunter abschweifen und von Kraftausdrücken förmlich zerschossen sind.

Tarantino ist zudem bekannt für seine Besetzungscoups. Uma Thurmans Stuntfrau aus Kill Bill, die Neuseeländerin Zoë Bell, spielt praktisch sich selbst. Sie ist eindeutig der Star unter den weiblichen Darstellern – nicht nur aufgrund ihres körperlichen Einsatzes. Ihre natürliche Ausstrahlung und die Authentizität, mit der sie über Männer, Autos und den Spaß am Nervenkitzel philosophiert, stellen sogar Russells cooler als coole Verkörperung des alternden, frauenmordenden Playboys in den Schatten. Im Gegensatz zu den Geschlechterbildern vieler der von Tarantino referenzierten Exploitation-Filme verkörpern Zoë und ihre Freundinnen eine moderne, emanzipierte Frauen-Generation, die, wenn nötig, mit aller Macht zurückschlägt.

Death Proof – Todsicher

Tarantino ist an dem Punkt angelangt, an dem er nicht nur andere, sondern auch zunehmend sich selbst zitiert. Michael Parks spielt wie bereits in From Dusk till Dawn (1996) und Kill Bill Vol.1 (2003) Sheriff Earl McGraw, und wenn plötzlich ein Handy klingelt, hören wir „Twisted Nerve“, jenes Stück, das für immer mit Daryl Hannahs Elle Driver-Charakter verbunden sein wird. Diese Selbstverliebtheit in das eigene filmische Universum sei einem Filmbesessenen wie ihm jedoch verziehen, versteckt sich doch hinter solchen Anflügen von Selbstreferentialität stets ein doppelter Boden, der auf Tarantinos geliebte Originale verweist.

Mit großen Aufwand und entsprechenden Budget hat Tarantino dafür gesorgt, dass Death Proof gemäß dem Ansatz des zusammen mit Robert Rodriguez entwickelten Projekts täuschend echt das – ironischerweise – billige Grindhouse-Kino jener Zeit imitiert. Die Mimikry geht soweit, dass Cutterin Sally Menke sogar an mehreren Stellen grobe Fehlschnitte einbaut, die den Zuschauer abrupt aus der Szene reißen. Ebenso urplötzlich verschlechtert sich die Qualität des Bildmaterials oder wechselt der Film ins Schwarz-Weiße. Man kommt kaum umhin, diese Spielereien – und im Grunde erscheint der gesamte Film als eine einzige lässige Fingerübung – mit einem breiten Schmunzeln zu begleiten. Besonders dankbar darf man Tarantino dafür sein, dass er dem modernen Actionkino eine vergessene Qualität der Vor-CGI-Ära entgegensetzt: handgemachte Action. Wenn Stuntfrau Zoë Bell zeigt, wieso sie zu den besten ihres Fachs zählt, stockt einem der Atem. Da können sämtliche Pixelschlachten einpacken. Eine Frau, ein Auto, ein Psychopath und der Rausch der Geschwindigkeit. Mehr braucht es nicht.

 

Kommentare


cineast

schade. das tarantino als sooo unantastbar gehandelt wird. wärend ich von planet of terror noch bestens unterhalten wurde, hat mich death proof wirklich enttäuscht und gelangweilt.
hier wird eine erste echt lähmend erzählte stunde ald ausbruch aus dem gewohnten hingestellt. nicht immer ist aber anders auch gut. und auf DVD wird das einer dieser durchspulfilme sein. nett in der mitte, ganz ansehnlich am ende. punkt.
schon kill bill war billige trendunterhaltung ohne wirklichen kultfaktor (und ich LIEBE reservoir dogs und pulp fiction) aber death proof ist kein guter film und erst recht nicht, wenn man bedenkt von wem er ist.

kleine randnotiz: als oldboy rauskam, wurde der regisseur peinlicherweise hier als der tarantino aus asien vermarktet. ich möchte dick festhalten, das quentin soetwas nicht fertig bringen würde. bitte schluss mit dieser unnnahbarkeit.

auf planet of terror warten und dann wirklich spaß haben im kino!


Gina

Zugegeben, ich bin nicht gerade ein Terrentino Fan, bin aber wegen meinem Freund da rein gegangen, weil er ihn gerne sehen wollte. Am Ende waren wir beide der Meinung, das dieser Film einfach nur enttäuschend war. Sein Geld kann man wirklich besser investieren, als Death Proof zu sehen!
Da ist es tatsächlich traurig das es Leute gibt (haben wir im Internet rechachiert), die diesen Film mit "gut" bezeichnen, nur weil es um die so genannte Frauenpower geht. Um einen Film zu beurteilen, so finde ich, gehört ein wenig mehr dazu, als nur Frauenpower!


Arashi

Der Film war einfach nur für den A****. Total unrealistisch. Da ist eine Frau auf der Motorhaube, das Auto wird verfolgt und gerammt und die Dumme hält nicht an, sondern fährt weiter. Echt jämmerlich. Bin von Quentin Terrentino eigentlich besseres gewohnt. Zu Anfang war der Film ja noch ganz lustig und es kamen ein paar gute Sprüche. Aber mit der Zeit hat das Niveau echt nachgelassen. !!!!!!!!!!NICH!!!!!!!!!!! zu empfeheln. Nutzt eure Zeit lieber anders. Macht einen Häkelkurs oder geht kacken.


Peter Horn

Dieser Film ist eine einzige Katastrophe für Augen und Ohren.Ein schier endloses Gelaber,wobei spätestens in jedem zweiten Satz das wort mit F***** vorkommen muss.Zuerst fragt man sich noch nach dem Sinn,aber dann merkt man sehr schnell,das man sein Kinogeld besser in den Gulli geworfen hätte.Es wäre einem viel erspart geblieben.Die Handlung ist absolut schwachsinnig.Ich nehme stark an,das Tarantino in das Alter gekommen ist,wo er nochmal versucht sich etwas zu beweisen.Leider geht das aber voll den Bach runter.Fazit:Ärger über einen total misslungenen Kinoabend und nie wieder Tarantino!


laZee

Wer Tarantino wirklich mag, der wird den Film großartig finden. Alle anderen haben Tarantino nicht kapiert. Tarantino zeichnet sich nicht durch die abgedrehte Action aus die Killbill, Pulp Fiction oder From Dusk Till Dawn begleiten, sondern durch die Figuren und Dialoge wie in Four Rooms, Jackie Brown oder auch den oben genannten.

Es ist Popcornkino aus einer anderen Zeit, in einem Setting der heutigen Zeit. Zauberei. Ich war begeistert.

Der Film leidet ein wenig unter der deutschen Synchro, Zoe fand ich (im Gegensatz zum Autor der Kritik) deplaziert, man merkt ihr sofort an, dass sie keine Schauspielerin ist, es ist wie ein Gastauftritt von Tony Hawk in einem anderen Film, irgendwie deplaziert. Vielleicht wirkte das nur in der deutschen Synchro so, aber ich fand sie zu gestellt.

Dennoch: Großartiger Film, keine Hommage an die Grindhouse-Filme sondern ein echter Grindhouse-Film :)


fitzgerald

Also eins ist ja wohl schon klar, mann muss den Tarantino Style schon kennen bzw. lieben, um sich so einen Film anzuschauen! Das Leute die nur auf 0815 Streifen stehen hier nix verloren haben ist dann ha wohl auch klar! Ich halte die Typen nicht aus, die sich immer endlos über den Film beschweren,... mann ihr habt doch keine Ahnung!
Tarantino ist desshalb so genial, weil seine Filme nur für Kenner sind und nicht für jeden dahergelaufenen Idioten gedreht wurden. Also, alle die den Film schlecht fanden: Seht euch lieber wieder eure Bambi filme an und gebt kein Urteil darüber ab, wenn ihr keine Ahnung von garnichts habt!!!


Oliver Noltmann

Ich komme gerade aus dem Kino. Bin ja eigentlich ein Fan von Tarantino-Filmen aber dieser...?!?!? Zugegeben - die billige Machart der alten, ca.1000x abgespielten und daher mehrmals gerissenen und wieder notdürftig zusammengeflickten Filme hat er mit B-Movie-Schauspielern, ebensolcher (also kaum vorhandener) Story und nervigen Dialogen gut kopiert - , allerdings auch mit hohem finanziellen Einsatz, den man dem Film dadurch nicht ansieht. Ich fand den Film unter aller S-a-u. Langweilig, langatmig (bis zur ersten Auto-Szene vergeht eine Stunde und diese Szene dauert nur wenige Minuten.Bis dahin plappern eingebildete Ziegen so lange und so viel, dass man ihnen schon früh den Film-Tod wünscht. Und dann fängt der Film auch noch quasi von vorne an. Mannomann. Zwischenzeitlich war ich kurz davor, meine Sachen zu packen und das Kino zu verlassen. Wie dieser Film bei IMDB 8.1 Punkte bekommen hat, ist mir ein Rätsel. Von mir bekäme er keine Punkt.


hugo2k

An die beiden Leuchten da unten:

Wer den Film nicht großartig findet hat also den "Über-Regisseur" Tarantino nicht kapiert.

Wer sich negativ über den Film äußert steht also nur auf 08/15 Hollywoodkram und sollte lieber Bambi gucken gehen.....

Eure beiden Beiträge zeugen von absoluter Dummheit. Tut mir leid, Fanboys! Von solch Flachpfeifen wie euch lasse ich mir nicht mein Recht auf Kritikäußerung nehmen.

Zum Film:

Tarantino fällt nichts neues mehr ein, minutenlange Dia- bzw. Monologe über die Farbe des Klopapiers waren mal "cool", das ganze Konzept hat sich aber sowas von abgenutzt!

Da helfen auch die paar Actionenszenen nicht mehr, wenigstens sehen die Frauen gut aus und Kurt Russel ist in Hochform.

Trotz allem bleibt nur ein durchschnittlicher Film übrig!


fitzgerald

Gott sei dank hugo2k bist du wohl einer der größten Armleuchter auf unserem Planeten!


mrvol

Der Film ist totaler schrott. Sinnloses cooles pseudo gequatsche, zwei sinnfrei nicht inhaltlich verbundene Filme. Tarantino wird total überschätzt. Und wer ehrlich ist. PULP Fiction ist nur so eine Lengende im nachhinein geworden weil große namen dabei waren, bzw später noch mal auflebten. Bis auf das Pulp Fiction in verschiedenen Zeitansichten Spielt und einen glücklichen super soundttrack hat ist der Film auch ziemlich dünne. Es gibt tausend mal bessere Raod Movies oder was auch immer Death Proof darstellen soll. Der größte schrott den ich je gesehen hab !!!PS ich dachte auch mal das tarentino nen guter Filme macher ist aber kill bill hostel und death proof beweisen MIR jedenfalls das Gegenteil.

Das Auto, Sex drugs und Rock and Roll immer gut ankommen is ja klar. Jetzt kombiniere das mit einer absolut sinnfreien Story und alle 16 jährigen Kids sagen - es ist der Über Film. Sorry aber die meisten die hier so laut schrein waren noch nicht mal gebohren als Charger Challanger, cuda und Co. das licht der Welt erblickten.


EnglishStyle

Lieber FitzGerald!

In manchen Dingen magst du vielleicht Recht haben, z.B in dem Punkt dass dieser Film nichts für 0815 Typen ist. Denn dieser Film ist für Menschen, die krampfhaft versuchen, sich von der Masse abzuheben, indem Sie sagen, ja ihr kapiert den Stil, die Machart von Tarantino nicht. Nun frage ich dich, was es denn bei diesem Film zu kapieren gibt. Vielleicht die unendlich schwachsinnigen, sinnarmen Trash-Dialoge der Girls. Die unglaublich tiefgründige Handlung, deren Anspruch gleich Null ist. Nein, versteh mich nicht falsch, ich bin Tarantino Fan und mich haben bis dato all seine Filme überzeugt, aber mit diesem hat er es übertrieben. Waren die Dialoge in den voherigen Filmen noch witzig, kurzweilig und teilweise handlungsergänzend, sind sie bei Todsicher nur noch nervtötend. Außer die 2 Actionszenen, so mancher Wortwitz, die absichtlichen Ton- und Bildfehler und natürlich Kurt Russell
hat dieser Film nichts, aber auch wirklich nichts besonderes. Alles in allem konnte der Film einfach nicht fesseln.....du könntest dich genauso gut zu einer Mädchenclique Samstags Abend hinzugesellen.....

mfg


Loophole

Habe den Film gesehen, nachdem ich eure Kommentare hier gelesen habe. Wurde positiv überrascht! Der Film ist weder langweilig noch misslungen. Würde ihn weiterempfehlen, auch an Freunde, die keine Tarantino-Fans sind. Ausreichend Action und Gewalt für jeden Geschmack. ;-)


Er kommt nicht an Kill-Bill heran, gehört aber zu den besten drei Tarantino-Streifen.


Im Kino gab´s Applaus, entsprach auch meiner Stimmung.

Loophole


Paul Pannemann

Wofür gab´s denn Applaus? Für den erlösenden Abspann? ;-)


Michael Lechner

Vorweg muß ich sagen, dass ich eingefleischter Tarantino Fan bin (bzw.war!)und bisher alle seine Filme mochte. Aber was er hier abgeliefert hat, hat mit Kult nichts mehr zu tun! Der Film plätschert eine Stunde lang völlig belanglos dahin, ehe etwas passiert. Wo sind die tollen Actionszenen? Man wird den Eindruck nicht los das manche Kritiker den Film nur gut schreiben wollen weil er von Tarantino ist. Ich fand den ganzen Film nur langweilig, absolut belanglos und in keinster Weise packend. Ich kann nur hoffen das Tarentino seinen Zenit nicht schon überschritten hat und in Zukunft wieder richtige Filme abliefert und nicht so einen Schrott, ansonsten wäre er sicher besser als aufgedunsener, altender Barkeeper aufgehoben, den er in seinem Gastauftritt spielt.


Rähmis

ein langweiliger streifen, der vielleicht beim zweiten mal besser wirken könnte, aber das wird sich erst zeigen.

es gibt weitaus besseren trash, egal, ob wir von bookwalter, fred olen ray oder den schaffern eines toxic avenger reden. dieser streifen ist alles andere als bahnbrechend, er ist lahm. die dialoge sind großteilig erbärmlich, mädels, die sich nicht nur schlecht bewegen sondern sprechen wir homies aus einem x-beliebigen gangsta-streifen haben mich bisher nicht zum lachen bringen können.

die kameraführung ist teilweise recht schön, der soundtrack mäßig, der erste unfall amüsant, rosario zeigt leider keine titten, bla bla bla, die wagen sind schön in szene gesetzt, aber da ist murder set pieces mindestens ebenbürtig.

vielleicht ergänze ich hier nochmal was, sofern der streifen ein weiters mal begutachtet wurde.

gute nacht


Peter

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an diesen Film und wurde beim ersten Ansehen leider bitter enttäuscht. Nach etwa zwei Jahren habe ich den Film nochmal im Fernsehen gesehen und muss sagen, dass er mir nun etwas besser gefallen hat. Dennoch kommt er nicht im Ansatz an die anderen Tarantino-Filme heran.


Martin Z.

Man muss Tarantino mögen, um auf diesen Trash abzufahren. Zugegeben, der Soundtrack schafft Atmosphäre und lässt einen echt mitrocken. Aber das Wichtigste sind ja wohl die beiden spektakulären Carcrashs. Die sind optisch sehr gut umgesetzt und schockieren echt. Schnitt und Kamera vom Feinsten. Zur Einstimmung gab’s dann noch vorher einen blutigen Innenraum in dem Auto Namens ’Todsicher’ mit einer Blondine. Aber dazwischen viel gähnende Leere. Niveauloses Gequatsche von Thekenschlampen. Da geht es natürlich nur um das Eine und außerdem noch darum, wer die Coolste ist. Wenn man es positiv sieht, läuft aber alles auf diese beiden Crashs hinaus. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass hier mal die Mädels die knallharten sind und dem Macho Kurt Russell mehr als nur kräftig einheizen. Typisch Tarantino: viel Gewalt mit Blut und Schmackes. Nichts zum Lachen, auch nichts zum Weinen. Hat man sich vom ersten Schocker erholt, kommt nach einer halben Stunde der zweite, ultimative. Sonderbar, dass Tarantino hier für ausgleichende Gerechtigkeit plädiert. Aber schon nach der amerikanischen Ethik von Auge um Auge…






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