De Engel van Doel

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Bereits in seinem Abschlussfilm Doel leeft widmete sich der niederländische Regisseur Tom Fassaert dem Dorf Doel. Wegen seiner Lage in der Nähe des Antwerpener Hafens soll der beschauliche Ort im Rahmen einer umfassenden Modernisierung dem Erdboden gleich gemacht werden. Die meisten Bewohner sind deshalb schon weggezogen, nur wenige halten hartnäckig die Stellung. In seinem poetischen Dokumentarfilm De Engel van Doel erzählt Fassaert nun von einer älteren Dame, die sich partout nicht vertreiben lassen will. Während der technische Fortschritt keine Moral kennt, bleibt sie still protestierend in ihrer zur Geisterstadt gewordenen Heimat und füttert weiterhin die Hühner. Irgendwann ganz alleine, denn ihre einstigen Verbündeten sind entweder gestorben oder haben es den anderen nachgemacht und sind weggezogen. Fassaerts im Forum der Berlinale uraufgeführter Dokumentarfilm gibt sich nicht mit einem sozialkritischen Anliegen oder einer nüchternen Wiedergabe der Realität zufrieden. Vielmehr beschwört er mit schwarzweißen Bildern und einer vernebelten Küstenlandschaft eine düster romantische Stimmung herauf.

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