Das Schwiegermonster

Dem komödiantische Zickenkrieg zwischen J-Lo und Jane Fonda als deren Schwiegermutter gelingt es weder lustig noch besonders unterhaltsam zu sein.

Das Schwiegermonster

Wie es bei jedem Genre der Fall ist, greift auch die Komödie letztendlich auf ein begrenztes Repertoire an Geschichten zurück. Ein Rezept, das sich immer wieder bewährt, bieten Filme über Probleme mit der angeheirateten Verwandtschaft, wie es sie schon bei prominenten Vertretern wie Vater der Braut (Father of the Bride, 1950/1991) oder kürzlich erst bei Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (Meet the Fockers, 2004) zu sehen gab. Im Falle von Das Schwiegermonster (Monster in Law) möchte die cholerische Ex-Fernsehmoderatorin Viola (Jane Fonda) aus Eifersucht die Hochzeit zwischen ihrem Sohn (Michael Vartan) und der ihr verhassten Aushilfskellnerin Charlie (Jennifer Lopez) unbedingt verhindern. Nach The Wedding Planner (2001) scheint J-Lo auf heiratsanimierende Filme abonniert zu sein, in denen junge Frauen als einzigen Lebensinhalt eine möglichst baldige Hochzeit mit ihrem Märchenprinz sehen. Die bösartigen Attacken ihrer Schwiegermutter bringen das junge Glück zwar ins Wanken, können aber natürlich das herannahende kitschige Happy End nicht verhindern.

Das Schwiegermonster

Für einen Film, der in erster Linie unterhalten will, ist die Handlung viel zu vorhersehbar und die zahlreichen Witze und Slapstickeinlagen weder originell noch besonders lustig. Die blasse und ausdruckslose Darbietung der Schauspieler macht die ohnehin dünne und etwas einfallslose Story nicht wirklich erträglicher. Das Schwiegermonster ist nichts anderes als Fließbandware, die sich aus mehrfach verwendeten Versatzstücken diverser romantischer Komödien, vom klinisch reinen Traummann mit Zahnpastalächeln bis zum schwulen besten Freund, zusammensetzt. Nachdem am Ende Charlie ausgiebig für ihren zukünftigen Mann gekämpft hat, dürfen sich bei der sentimentalen Hochzeitszeremonie schließlich auch die beiden Furien unter Tränen versöhnen, um wieder einmal zu zeigen, dass zumindest im Kino die Kraft der Liebe noch als Sieger hervorgeht.

Filmkritik von Michael Kienzl

Veröffentlicht am 24.05.2005

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Film-Angaben

Titel: Das Schwiegermonster

Originaltitel: Monster in Law

USA 2005

Laufzeit: 95 Minuten

 

Regie: Robert Luketic

Drehbuch: Anya Kochoff

Produktion: Paula Weinstein, Chris Bender, J.C. Spink, Magnus Kim, Julio Caro, Richard Brener

Darsteller: Jennifer Lopez, Jane Fonda, Michael Vartan, Wanda Sykes, Adam Scott

 

Kinostart: 26.05.2005

 

DVD-Angaben

Titel: Das Schwiegermonster

Vertrieb: Warner Home Video

Bild: 2,35:1, 16:9

Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte

Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Spieldauer: 97 Minuten

 

Extras: Audiokommentar; Dokumentationen: „Welcome back Jane Fonda“, „Keeping It Real with Jennifer“, „Robert Luketic - Der Mann hinter dem Monster“, „Lifestyles“, „Fashion“; Featurette: „Tuby’s Make-up Bag; nicht verwendete Szenen; verpatzte Szenen; Trailer

 

Verleih ab: 04.11.2005

Verkauf ab: 04.11.2005

 

Weitere Filme

... von Robert Luketic

Kiss & Kill
USA 2010
Mit Ashton Kutcher, Katherine Heigl

Die nackte Wahrheit
USA 2009
Mit Katherine Heigl, Gerard Butler

21
USA 2008
Mit Jim Sturgess, Kate Bosworth

... mit Jennifer Lopez

Plan B für die Liebe
USA 2009
Von Alan Poul

Bordertown
USA, Großbritannien 2006
Von Gregory Nava

 

Copyright Das Schwiegermonster

Fotos: © Warner Bros.

 

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