Das schnelle Geld

Das schnelle Geld haben hier wohl vor allem zwei gemacht und da passt dann auch wieder der amerikanische Originaltitel, Two for the money: die Stars Al Pacino und Matthew McConaughey.

Das schnelle Geld

Das schnelle Geld (Two for the money) verspricht von Titel und Marketingkonzept her einen „schnellen“ Film, der sein Geld lohnt. Aktion, Unterhaltung, viele Schnitte, Thrill. Ein Entertainment-Produkt, angesiedelt im Sport- und Wettbusiness. Das wäre wünschenswert gewesen, doch Regisseur D.J. Caruso degradiert die ohnehin schon mit heißer Nadel gestrickte Geschichte des invaliden Sporttalents, das im unmoralischen Wettgeschäft mit Hilfe des skrupellosen Mentors die große Karriere nachholt, ehe es tief und böse fällt, zu einem unausgegorenen Vater-Sohn-Trauma-Konflikt.

Hätte man diese Story in einen schlichten Genrefilm umgewandelt, wäre vielleicht noch etwas zu retten gewesen. Doch D.J. Caruso kann sich nicht entscheiden, welche Geschichte er eigentlich wie erzählen möchte. Zwischenzeitig baut er mithilfe düsterer Gangstercharaktere auf Thrillermomente, die er aber schnell zugunsten der Selbstfindungsgeschichte wieder vernachlässigt. Der Sport wird hier weder in seiner Ästhetik genutzt, noch als Wettdroge tiefergehend analysiert. So funktioniert Das schnelle Geld weder als Sportfilm, noch als Thriller und schon gar nicht als Drama.

Das schnelle Geld

Das schnelle Geld ist einer dieser Filme, bei denen man bis ans Ende ständig glaubt, jetzt müsse ein großer Twist kommen, jetzt müsse gar ein Deus Ex Machina auf der Leinwand erscheinen, um dem ganzen Sinn, Stil oder auch nur Struktur zu verleihen. Es passiert nicht. Ganz im Gegenteil. Ähnlich wie sein Weggefährte aus Der Pate Teil 2 (The Godfather, Part II) und Heat (1995), Robert DeNiro, sich in der Schlusssequenz von City by the Sea (2002) schauspielerisch endgültig der Lächerlichkeit Preis gibt, unterstreicht auch Pacino am rührseligen Schluss von Das schnelle Geld, wie weit er sich von glorreichen Tagen entfernt hat.

So bleibt von dieser filmischen Fließbandware höchstens der Soundtrack als Sinnbild in Erinnerung: ein kruder Mix bekannter und schon besser eingesetzter Songs, in Verbindung mit den Bildern immer ein wenig zu aufgesetzt.

Kommentare

Es gibt bisher noch keine Kommentare.






Kommentare der Nutzer geben nur deren Meinung wieder. Durch das Schreiben eines Kommentars stimmen sie unseren Regeln zu.