Chiko
Ein Stück deutscher Gangsta-Rap: Özgür Yildirims Debütfilm zeigt Aufstieg und Fall eines Hamburger Dealers als testosterongesättigte Jungsfantasie mit filmhistorischen Anleihen.
Auf Herrentoiletten zeigt sich, was ein ganzer Kerl ist. Und Chiko (Dennis Moschitto) hat die Knarre schon durchgeladen, als Brownie (Moritz Bleibtreu), der Drogenkönig im Revier, sich ans Pissoir neben ihm stellt. Chiko will seinen besten Freund Tibet (Volkan Özcan) rächen, der von Brownies Leuten schwer misshandelt wurde. Doch er ist nervös, zögert zu lange, und als Zuschauer ahnt man, das kann nur schiefgehen. Durchdringend schaut ihn Brownie über den Sichtschutz hinweg an: „Ich weiß genau, was mit dir los ist.“ Dann macht er ihm ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann: die Beförderung zum Koksdealer. Und Chiko, wahrscheinlich doppelt erleichtert, steckt die Knarre unverrichteter Dinge wieder ein.
Die vielleicht spannendste Szene des Films – und trotzdem ist Chikos Entscheidung gegen die Freundschaft und für die Karriere nicht so tiefgreifend, wie es scheint. Hier wie dort geht es allein um „Respekt“, und Chiko ist clever genug, um zu wissen, dass dies ein am Kontostand messbarer Wert ist, sprich: eine Laufbahn bei Brownie wortwörtlich mehr zählt als die Freundschaft zu Tibet. Nun beginnt sein rasanter Aufstieg – schnelles Auto, dicke Villa, teure Klamotten inklusive. Als besonderes Geschenk erhält er von Brownie die in der Nachbarschaft arbeitende Hure Meryem (Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray) zur Gefährtin. Tibet indessen, allein gelassen mit seiner kranken Mutter, verfällt dem Wahnsinn und dem Heroin und hat nur noch Rache im Sinn.
Dass der Schauplatz dieses Films statt New York Hamburg heißt und statt Italoamerikanern junge türkische Deutsche um die Vorherrschaft in der Unterwelt kämpfen, ist für den Plot zunächst nebensächlich: Mythologie und Symbolik des Gangsterfilms funktionieren über alle Grenzen hinweg, und Chiko ist ein klassischer Gangsterfilm. Anleihen aus Scorseses Mafiaepen finden sich zahlreich, der Plot um den aufstiegswilligen Junggangster mit dem durchgeknallten Freund als Klotz am Bein erinnert von fern an Mean Streets. Kaum eine Einstellung, die man nicht schon tausendmal gesehen hätte: das Verpacken des Stoffs, rasant geschnitten und mit Beats unterlegt (Akkordarbeit!); Tibets Kopfrasur vorm Badezimmerspiegel (Persönlichkeitswandlung!); der finale Fluchtweg über den Bahnübergang (neues Leben!) und so weiter. Dazu gibt es Gewalt und Blut in rauen Mengen, und Moritz Bleibtreu gibt ein weiteres Mal mit Inbrunst den aggressiven Proll. Das ist alles nicht sehr originell, funktioniert rein technisch betrachtet aber gut; ein kleiner, schnörkellos inszenierter Genrebeitrag, mit filmhistorischem Wissen gesättigt – eine Sorte Film also, die hierzulande praktisch nie gemacht wird.
Chiko wurde just zu dem Zeitpunkt erstaufgeführt, als die polemisch geführte Debatte um kriminelle Jugendliche „mit Migrationshintergrund“ auf ihrem Höhepunkt war. Vor diesem Hintergrund ist es nicht unproblematisch, dass der Film als „authentisch“ beworben wird. Denn so genau und kenntnisreich der Film Milieu und Slang seiner Helden zeigt, so wenig erfährt man über deren Welt als konkreten historischen und sozialen Ort. „Ghetto“ und „Unterwelt“ bleiben hermetische, zeitlose Räume, die immer so waren und immer so bleiben. Und die wenigen Plätze und Menschen außerhalb dieses Kosmos – Chikos Ex-Freundin und ihre gemeinsame Tochter, eine islamische Gemeinde, die den flüchtigen Tibet aufnimmt – stehen fast bezugslos zum Rest des Films.
„Authentisch“ ist Chikos Dealerkarriere, sofern damit die glaubwürdige Wiedergabe einer testosterongeschwängerten Jungsfantasie gemeint ist. Chiko ist ein Stück deutscher Gangsta-Rap; die Darstellung sowohl des „Ghettos“ wie des Traums vom Aufstieg inklusive der dazugehörigen Statussymbole entsprechen der Ästhetik und dem Wertesystem eines Bushido-Songs. Dass alles ein schlimmes Ende nimmt, ändert daran nichts, noch in seinem blutigen Showdown bleibt der Film der archaischen Ehre-und-Respekt-Logik verhaftet. Die weibliche Hauptfigur ist bezeichnenderweise eine Hure, die sich keineswegs als heilig entpuppt, sondern Chiko im Stich lässt, als es darauf ankommt (mancher Zuschauer dürfte sie allerdings zu diesem Schritt beglückwünschen). Und die einzige moralisch integre Figur ist, ebenso bezeichnend, Tibets bedauernswerte Mutter (auch Chiko war wie ein Sohn für sie).
Als Eins-zu-Eins-Wiedergabe von Chikos Sicht auf die Welt ist das alles nur konsequent. Die perspektivische Engführung ist auch nicht das Problem – man kann und soll sowas ohne Zugeständnisse an Sozialarbeiter und Feingeister machen. Nur wirkt der Film dabei kalkulierter, als man bei einem Debütanten annehmen würde. Ihm subversives Potenzial abzuringen scheint jedenfalls ebenso vergeblich wie bei einer Bushido-Song. Trotz der kurzfristig schockierenden Gewaltszenen dürfte er keinen Zuschauer auch nur einmal in seiner Haltung verunsichern. Deshalb macht es dann eben doch einen Unterschied, dass der Schauplatz Hamburg heißt und nicht New York. Wenn er Pech hat, nützt er so denen als Anschauungsmaterial, die junge Männer mit Migrationshintergrund für die naturgemäß „gefährlichste Spezies der Welt“ (Der Spiegel) halten.
Filmkritik von Maurice Lahde
Veröffentlicht am 05.02.2008
Kommentare zu Chiko
Chris 20.02.2008 12:04
Eins vorneweg, im Großen und Ganzen habe ich bisher critic.de als kompetente Plattform bezüglich Filmbesprechungen/-kritiken gehalten, weil sich critic.de eben bisher nur auf selbiges konzentriert hat.
Jedoch finde ich es sehr erschreckend, dass nun auch ein relativ unabhängiges Internetportal auf den bereits fahrenden Zug mitaufspringt und sich in den Wald erhobener Zeigefinger gegenüber der deutschen HipHop-Kultur miteinreiht - wenn auch nur sehr subtil.
Es ist eine Sache Musik nicht zu mögen und eine andere sie systematisch durch den Dreck zu ziehen und dies, obwohl ich mir sicher bin, dass der Herr Autor noch nicht einen einzigen Song Bushidos in voller Länge gehört hat und dementsprechend keinen beim Namen nennen könnte.
Ehrlich gesagt finde ich es verstörend, dass ich auf einer, sich offensichtlich dem Film verschriebene, Domäne, etwas über das subversive Potenzial der Texte eines Bushidos lesen muss.
Mit anderen Worten: Schuster bleib bei deinen Leisten...
Maurice 20.02.2008 18:10
Hallo Chris,
vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Lob für critic.de. Eine
Anmerkung hierzu meinerseits: Einem Kunstwerk sein subversives
Potenzial abzusprechen ist etwas anderes als es "systematisch
in den Dreck zu ziehen". Letzteres geschieht in dem Text nicht, auch
nicht subtil. Schon gar nicht richtet er sich gegen die deutsche
HipHop-Kultur im Ganzen.
Ich bin gewiss kein Bushido-Experte, kenne aber einige Stücke von
ihm - vor dem Schreiben der Kritik habe ich mir ein paar nochmal zu
Gemüte geführt, aus "Eine Kugel reicht" wollte ich ursprünglich
ein Zitat verwenden -, und die Debatte um den deutschen
Gangsta-Rap habe ich intensiv verfolgt. In den "Wald der erhobenen
Zeigefinger" will ich mich gewiss nicht einreihen - ich sage nur,
dass Bushido & Co. den selbsternannten Moralwächtern eine
Steilvorlage bieten, und behaupte, dass sie das ganz bewusst tun.
Anbei ein Link zu einem Artikel von Murat Güngör, der die
Problematik m.E. recht gut schildert:
http://www.taz.de/index.php?id=digitaz-artikel&ressort=me&art=2637
Man muss auch nichts reflexartig nur deshalb verteidigen, weil es von
konservativer Seite angegriffen wird. Und die Inhalte von Bushidos
Songs - das in ihnen entworfene "Männlichkeits"-Bild inkl. der
homophoben und sexistischen Implikationen - ist, vorsichtig
ausgedrückt, diskussionswürdig.
Übrigens: Filme entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern immer
in einem bestimmten kulturellen Kontext. Es ist nicht nur legitim, sondern
wichtig, diesen bei einer Rezension mit einzubeziehen und also
über die Fachgrenzen hinauszuschauen.
Beste Grüße,
Maurice
Chris 21.02.2008 17:54
Ich bin angenehm überrascht, dass Sie sich die Zeit genommen haben und Stellung bezogen haben zu meinem vorrausgegangenen Kommentar.
Ich habe auf ihre Filmkritik bzw. auf den Seitenhieb ihrerseits gegenüber Bushido sicherlich nicht - gemäß einer jugendlichen Attitüde - reflexartig reagiert. Dafür bin ich schon zu alt.
Ich bewege mich seit einigen Jahren (seit ca. 1998) aktiv (redaktionelle Erfahrungen, Interviews, Alben-Reviews etc.) und auch passiv (begeisterter Rap-Fan, Konzertgänger, etc.) durch die deutsche HipHop-Szene und habe somit den Aufstieg des "Gangsterraps" in Deutschland hautnah mitbekommen.
Auch ich bin grundsätzlich wohl eher ein konservativ eingestellter Mensch, würde man mich nach Moralität, menschlichen Werten, sozialem Umgang u.ä., fragen.
Doch gibt es mehr als nur zwei Seiten einer Medaille - gerade in der Kunst (auch Bushido, Sido, Savas, Azad, Fler - um nur die augenfälligsten zu nennen - sind nach meiner Auffassung als Künstler zu verstehen). Gerade deswegen ist für mich eine kritische Auseinandersetzung mit Ihnen als "Phänomen deutscher Jugendkultur" so wichtig. Da dies im Rahmen der deutschen Medienlandschaft scheinbar, aber so gut wie nicht möglich erscheint, entsteht ein gefährliches Halbwissen in der breiten Masse der Bevölkerung, die nicht in den Informationszyklus der "HipHop-Gemeinde" involviert ist und somit die - (auch) sehr kompetenten - Gegendarstellungen gar nicht bewusst erfahren kann. Um nur ein Beispiel zu nennen: In ihrer neuesten Ausgabe (03/2008) lässt Europas erfolgreichstes HipHop-Printmedium die Juice, die "Ziele" der öffentlichen Anschuldigungen zu Wort kommen (u.a. Bushido, Saad, Massiv, u.e.m.).
Da mir gerade in letzter Zeit die zunehmende Masse an unreflektierten Beiträgen in der Medienlandschaft aufgefallen ist, stieß mir auch Ihre Anspielung sauer auf, da Sie eben wieder nur eine Seite, der bereits viel zitierten Medaille, ansprechen und Ihr Statement unkommentiert in das Gesamtwerk miteinfließen lassen. Natürlich haben sie recht, dass Filme nicht isoliert von gesellschaftlichen Entwicklungen, der Menschheitsgeschichte und insbesondere der Filmgeschichte betrachtet werden können und dürfen, dennoch (wie ich selbst in einer Filmkritikübung erfahren durfte) ist es sehr wohl empfehlenswert, sich auf einen einzigen Aspekt zu konzentrieren und diesen in letzter Konsequenz zu bearbeiten als mehrere "Baustellen" gleichzeitig aufzumachen. Mir erscheint ihre - durchaus negativ konnotierte - Speerspitze in Richtung der wohl zurzeit erfolgreichsten Person im "deutschen Rapraum" (und somit stellvertretend für eine ganze Kultur) einer dieser Aspekte/Aufhänger zu sein, die eben mehr als nur einen Nebensatz bedürfen - gleichgültig wie die öffentliche bzw. konservative Meinung dazu sein mag.
Es gehört eben, um eine Sache wie "Rapdeutschland" zu fassen, mehr dazu, als nur ein Lied und einen Artikel zu kennen.
Oder würden Sie eine Filmkritik zu Park Chan-wooks "Oldboy" verfassen, ohne ihn in Bezug zu seinem Vorgänger und seinem Nachfolger zu setzen oder gar im Unwissen darüber, dass es sich dabei, um den zweiten Teil einer Rachtrilogie handelt!?
Maurice 21.02.2008 19:03
Hallo Chris,
dann nochmal danke für Ihre ausführliche Antwort.
Eins war offenbar missverständlich: Mit der "reflexartigen
Verteidigung" habe ich nicht Ihren Kommentar gemeint, mit
der "konservativen Seite" nicht mich. Ich wollte damit sagen:
*Ich* sehe für mich keinen Anlass, B. allein deshalb zu
verteidigen, weil er (auch) von konservativer Seite
angegriffen wird.
Und zu Ihrem Park Chan-wook-Beispiel: Nein, das würde
ich so nicht machen. Aber sehr wohl würde ich in der Besprechung
eines anderen Films anmerken, dass dieser mich an "Oldboy"
erinnert, wenn mir das angebracht erschiene - und das
ginge auch, ohne alle Filme des Regisseurs zu kennen.
Gruß,
Maurice
Aro 06.04.2008 15:11
Herr Autor, ich habe da mal eine frage.
Sind Sie vielleicht der Ghetto-Chef der hamburger Unterwelt oder sind Sie in einem Vorstadt-Ghetto aufgewachsen? Wie können Sie den Film einfach als nicht authentisch darstellen?
Jasper 07.04.2008 10:08
So was von eine dämliche Kritik!!!
Der Film ist ein deutsches Meisterwerk obs euch passt oder nicht
ulligunde 15.04.2008 00:10
puh, was war das denn... Komme gerade aus der Sneak in der dieses Wunderwerk an Sinnlosigkeit gezeigt wurde... Ich persönlich sehe eigentlich eher ungern, wenn eine unschuldige Mutter von zwei ausgewachsenen Männern zu Tode geprügeln, die Freundinn geschlagen, der Vater vor seiner Familie erschossen wird und das dann auch noch unter der ständigen Bombardierung von "Alder" , "Digger" und (anscheinend besonders beliebt) "ficken"... Tut mir leid, aber dieser Film hat die Abneigung gegen dieser Art von Menschen noch viel mehr geschürt. Der Film schürt das Klischee von dem brutalen Türken, der ohne mit der Wimper zu zucken seinen Freund zerschnipselt, auf andere Menschen schießt und sich täglich prügelt. Sehr toller Film - langsam fange ich an daran zu zweifeln, dass es nur ein Klischee ist. Ich befürchte, es ist die Realität.
... Schönes Deutschland...
Hunny Bunny 30.04.2008 07:53
Was für ein Wunderwerk bodenloser Kritik, "du" direkt unter mir! Wie kommst du auf die Idee, so einen gelungenen, schauspielerisch fesselnden Film zu kritisieren?! Ja, solche Memmen wie du sollten sich lieber weiterhin Bully reinziehen und Themen wie in Chiko ignorieren damit sie sich nachts nicht in die Hose machen!
Sasso 01.05.2008 23:54
Jede Menge Werbeslogans "Gangsterfilm-Glanzlicht des deutschen Film", "Scarface" in Hamburg" etc…und was war? Viele Szenen und deren Inhalt einfach abgekupfert aus Meisterwerken wie der Pate, Scarface oder anderen Movies wie Get Rich or Die Tryin. Kaum zu glauben das das Fatih Akin bei so einem Film mitgewirkt hat - Spart euch die Zeit und das Geld für unterhaltsamere Movies!
Frasco 07.05.2008 13:27
@ Sasso:
Derjenige, der abkupfert, das bist du mit deinem ´Spitznamen Sasso` von Carlito's Way, du Klugscheisser. Tarantino kupfert alles ab, aber bei ihm machst du dir wahrscheinlich nichts draus. Chiko ist 'ne Hommage an Gangsterfilme der 70'er und 80'er.(Wenn du nicht weisst, was das bedeutet, dann siehe im Lexikon nach) Aber dennoch funktioniert der Film ganz eigen und ist keine Kopie von irgendwas! Also, spar uns deine dämliche Kritik und die Sekunden, die du uns klaust!!
Sasso 10.05.2008 03:18
Naja, was soll man dazu sagen. Schade eigentlich das die Beiträge hier teilweise auf dieses Niveau.
Homa Was? Chiko verliert in so einem Genre schon alleine an seinem Namen, der Knabe hätte sich Daffy Duck oder noch besser Chicken Joe nennen sollen. Ne mal Spass bei Seite, wenn Chikolein sich einen Traum erfüllt und sich einen Wagen zu legt, dann muss er doch nicht derselbe aus Get Rich or Die tryin sein und schon gar nicht dieselbe Farbe. Wie auch immer, für mich war dieser Film enttäuschend.
Marco 15.05.2008 17:03
Mein Gott, Sasso, bist du ein Depp! Du denkst, du kannst so schlagfertig argumentieren und dabei bist du noch peinlicher mit deiner Meinung als Frasco! Bist echt'n Schimpanse!
Sasso 07.06.2008 19:23
Hey Du, Marco, hat hier jemand die Null gewählt? Wenn der Kuchen spricht müssen die Krümel schweigen, merk Dir das, kritisiere den Film so wie es alle machen oder lies anständig die Kommentare. Hat keine einzige Zeile über den Film geschrieben, aber macht hier einen auf Klugscheisser..
Fatma 26.10.2009 22:20
Ja wir sehen alle nicht gern wie Mütter von ausgewachsenen Männern zu Tode geprügelt werden, oder wenn überhaupt eine Frau verprügelt wird, oder ein Vater (der mit Drogen dealt und allein deswegen schon seine Familie gefährdet) der vor seiner Familie erschossen wird. Auch WIR TÜRKEN sehen sowas nicht gerne. Und "Alter und "Digger" ist nunmal Slang. Es ist aber oberflächlich wenn man nur wegen einem Slang Leute verurteilt und sie dann in einen Sack steckt. Es gibt genug Leute die sich "ach-so-toll" artikulieren können, die trotzdem kein Gewissen haben und brutale Sachen machen. Sogar ich rede mit meinen Freunden so, aber wenn es drauf ankommt, kann ich mich auch normal artikulieren. "Brutale Türken". Moritz Bleibtreu spielt einen DEUTSCHEN Drogen Boss wenn ich mal erinnern darf. Also sollten wir sowas schon garnicht von Nationalität abhängig machen. Ich werde so wütend wenn ich sowas lese "Schönes Deutschland". Was soll das denn bitte heissen? Habt ihr alle nicht gesehen das es in dem Film weniger um Nation geht? Da sind Polen, Deutsche, Araber, Türken...Mensch ist Mensch.
Man kann nicht einfach etwas beurteilen was man nicht kennt. Ich kann nicht über Lasagne sprechen, wenn ich es nie probiert habe...So!
Der Film spiegelt einfach nur dar was viele Jugendliche vllt in solchen Situationen empfinden, WIE sie empfinden.
Ob es richtig oder falsch ist. Ja...Im Film wird wenig gezeigt wie es dazu kommt das Jugendliche so denken, aber das ist ein anderes Thema. Also vermischt hier nicht irgendwelche Sachen. Und tut bitte nicht so als wäre es ein sooo brutaler Film. Es gibt Filme wo Müttern schlimmere Dinge zustoßen.
Hinterlassen Sie hier Ihre Meinung oder Anmerkungen zu Chiko. Kommentare werden in der Regel innerhalb eines Tages freigeschaltet.
Kommentar schreiben
Blog: Berlinale im Dialog

Verfolgen Sie das Festivalgeschehen der Berlinale auch im deutsch-französischen Berlinale-Blog des DFJW auf critic.de/berlinale-im-dialog
Film-Angaben
Titel: Chiko
Deutschland, Türkei 2007
Laufzeit: 92 Minuten
Regie: Özgür Yildirim
Drehbuch: Özgür Yildirim
Produktion: Fatih Akin, Klaus Maeck, Andreas Thiel
Darsteller: Denis Moschitto, Moritz Bleibtreu, Volkan Özcan, Ogün Yardim, Reyhan Sahin
Kinostart: 17.04.2008
DVD-Angaben
Titel: Chiko
Vertrieb: Universum Film
Bild: 1,85:1, 16:9
Sprache(n): Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel: keine
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Spieldauer: 89 Minuten
Extras: Interviews mit Cast & Crew (ca. 23 Minuten)
Verleih ab: 17.12.2008
Verkauf ab: 12.01.2009
Copyright Chiko
Fotos: © Corazon International
BERLINALE 2012

Unser Special zur Berlinale 2012 - mit Kritiken, Empfehlungen und Trailern. www.critic.de/berlinale/
Berlinale 2012: Empfehlungen
Filmempfehlungen für Forum, Forum Expanded und Panorama der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. weiter
Berlinale: Kritiken
Die Wand
R: Julian Pölsler
Barbara
R: Christian Petzold
Revision
R: Philip Scheffner
Caesar Must Die
R: Paolo Taviani, Vittorio Taviani
Death for Sale
R: Faouzi Bensaïdi
Aujourd'hui
R: Alain Gomis
Extrem laut und unglaublich nah
R: Stephen Daldry
Neu im Kino
09.02.2012
Die Unsichtbare
R: Christian Schwochow
Der Junge mit dem Fahrrad
R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne
Hugo Cabret
R: Martin Scorsese
In Darkness - Eine wahre Geschichte
R: Agnieszka Holland
Black Gold
R: Jean-Jacques Annaud
02.02.2012
Moneyball
R: Bennett Miller
Die Summe meiner einzelnen Teile
R: Hans Weingartner
Underworld Awakening
R: Måns Mårlind, Björn Stein
Dame, König, As, Spion
R: Tomas Alfredson
Demnächst im Kino
Gefährten
R: Steven Spielberg
Extrem laut und unglaublich nah
R: Stephen Daldry
Don 2
R: Farhan Akhtar
Take Shelter - Ein Sturm zieht auf
R: Jeff Nichols
Shame
R: Steve McQueen
Beauty
R: Oliver Hermanus
Barbara
R: Christian Petzold
Das Turiner Pferd
R: Béla Tarr
Der Schnee am Kilimandscharo
R: Robert Guédiguian
Viva Riva
R: Djo Munga
Kaddisch für einen Freund
R: Leo Khasin
Der Preis
R: Elke Hauck
Young Adult
R: Jason Reitman
Der perfekte Ex
R: Mark Mylod
Der König von Bastøy
R: Marius Holst
Kill Me Please
R: Olias Barco
Martha Marcy May Marlene
R: Sean Durkin
Das Leben gehört uns
R: Valérie Donzelli
UFO in Her Eyes
R: Xiaolu Guo
Beloved
R: Christophe Honoré
The Yellow Sea
R: Na Hong-jin
Leb wohl, meine Königin!
R: Benoît Jacquot
Neu auf DVD
Crazy, Stupid, Love.
R: Glenn Ficarra, John Requa
Sieben Tage Sonntag
R: Niels Laupert
Boardwalk Empire Season 1
R: Timothy Van Patten, Allen Coulter ...
Aktuell im TV
Cincinnati Kid
So 12.02, 20:15 Uhr, arte
Neandertal
So 12.02, 20:15 Uhr, kultur (ZDF digital)
L.A. Confidential
Nacht von Mo auf Di, 13.02-14.02., 02:00 Uhr, arte
Im Schatten
Di 14.02, 20:25 Uhr, 3Sat
Hotel Ruanda
Nacht von Di auf Mi, 14.02-15.02., 00:15 Uhr, BR





















14 Kommentare