Die Schlacht Von Gallipoli

Canakkale 1915 01

Mit seinem Debütfilm, der Komödie Süpürrr, konnte der türkische Regisseur Yesim Sezgin in seiner Heimat nur wenige begeistern. In seinem neuesten Projekt Çanakkale 1915 hat er sich nun einen historischen Kriegsfilm vorgenommen. Nach einer Niederlage während des Balkankrieges erwacht in der Türkei ein neues nationales Selbstbewusstsein. Unter den zahlreichen Jugendlichen, die zum Wehrdienst einberufen werden, befinden sich auch die beiden Brüder Veli und Mehmet. Der Film folgt ihnen durch die verschiedenen Stationen des Ersten Weltkrieges. Dabei geht es ihm jedoch nicht darum, dass halbe Kinder als Kanonenfutter verheizt werden oder gar um den im titelgebenden Jahr begonnenen Völkermord an den Armeniern, sondern anscheinend lediglich um unverhohlenen Patriotismus. Grundsätzlich mag es nicht verwerflich sein, die Bedürfnisse heimatliebender Migranten zu befriedigen. Es stößt aber in diesem Kontext dann doch sauer auf, wie der deutsche Verleih Kinostar den Film bewirbt: „ein Epos, das beweist, dass kein Feind, kein Heer und keine Waffe stärker als die Vaterlandsliebe ist".

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