Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

Bridget Jones hat eigentlich ihr Glück – also den richtigen Mann fürs Leben – gefunden; aber mit genügend Selbstzweifeln kann man natürlich auch dieses Glück ins Wanken bringen. Was in Romanform noch leidlich unterhaltsam war, wird auf der Leinwand zu einem weitgehend vorhersehbaren Rührstück mit gelegentlichen Slapstickeinlagen. Es ist dringend davon abzuraten, dieser „romantischen Komödie“ einen Abend zu opfern.

Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

Bridget Jones ist wieder da. Nachdem sie 2001 in Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück (Bridget Jones´ Diary) zwischen ihrem liederlichen Chef (Hugh Grant) und dem Menschenrechtsanwalt Mark Darcy (Colin Firth) hin- und hergerissen war und sich schließlich für Mark entscheiden konnte, droht sie ihn jetzt durch einige Missverständnisse wieder zu verlieren.

Der Verleih hebt im Werbematerial besonders hervor, dass Hauptdarstellerin Renée Zellweger für ihre Rolle wieder kräftig zugenommen habe, als ließe das schon auf echte Schauspielkunst schließen. Anders als Charlize Theron allerdings, die in Monster (2003) mit einigen Kilo Mehrgewicht auch noch eine beeindruckende schauspielerische Leistung bringen durfte, hat Zellweger gegen das Drehbuch, das die ohnehin schon eindimensionale Romanvorlage völlig verflacht, nie eine Chance. Da fällt es kaum mehr ins Gewicht, dass ein thailändisches Gefängnis kein besonders geschmackvoll gewählter Ort für eine derart leichtgewichtige Komödie ist, oder dass mit Bridgets Eltern und Freunden die interessantesten Figuren des Films jeweils nur wenig mehr als zwei Zeilen zu sagen haben. Zellweger alias Bridget Jones selbst darf nur ahnungslos in der Gegend herumblicken, sich danebenbenehmen und dümmlich stehen, laufen und fallen. Sieht man von diesen Slapstickeinlagen ab, ist die durchweg vorhersehbare Handlung nicht besser als der Soundtrack: nur Bekanntes und Remixes von Bekanntem.

 

Filmkritik von Rochus Wolff

Veröffentlicht am 24.11.2004

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Film-Angaben

Titel: Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

Originaltitel: Bridget Jones: The Edge of Reason

Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Irland, USA 2004

Laufzeit: 95 Minuten

 

Regie: Beeban Kidron

Drehbuch: Andrew Davies, Helen Fielding, Richard Curtis, Adam Brooks

Produktion: Tim Bevan, Jonathan Cavendish, Eric Fellner

Darsteller: Renée Zellweger, Hugh Grant, Colin Firth, Gemma Jones, Jim Broadbent, Jacinda Barrett, Sally Phillips

 

Kinostart: 02.12.2004

 

DVD-Angaben

Titel: Bridget Jones 2: Am Rande des Wahnsinns

Vertrieb: Universal Pictures

Bild: 2,40:1, 16:9

Sprache(n): Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch, Arabisch, Hebräisch

Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Spieldauer: 104 Minuten

 

Extras: Extras: Audiokommentar der Regisseurin Beeban Kidron; „Kurz-Urlaub in Österreich“ (mit Kommentaren von Renée Zellweger, Colin Firth und Beeban Kidron) (3’49); „Mehr von Bridget – Geschnittene Szenen“ (12’39); „Der Schmuseführer für das exotische Thailand“ (4’24); „Der große Kampf – Mark und Daniel in Aktion“ (4’46); Interaktives Quiz: „Wer ist der Richtige?“; „Mark und Bridget: Vereint für immer?“ (5’23); „Bridget Jones interviewt Colin Firth“ (4’53); „Einsam in London“ (3’07)

 

Verleih ab: 07.04.2005

Verkauf ab: 07.04.2005

 

Weitere Filme

... mit Renée Zellweger

New in Town
USA 2009
Von Jonas Elmer

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USA 2009
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Ein verlockendes Spiel
USA 2007
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... mit Hugh Grant

Mitten ins Herz – Ein Song für Dich
USA 2007
Von Marc Lawrence

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USA 2006
Von Paul Weitz

Bitter Moon
Frankreich, Großbritannien 1992
Von Roman Polanski

 

Copyright Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

Fotos: © UIP

 

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