Bride Wars – Beste Feindinnen

Kate Hudson als resolute Anwältin mit kindlicher Ungeduld und Anne Hathaway als Mauerblümchen mit Emanzipationsdefizit bilden das Zentrum von Bride Wars.

Bride Wars – Beste Feindinnen

Schlüsselerlebnisse ereignen sich bekanntlich meist in der Kindheit. So ist es auch im Falle der beiden Hauptfiguren von Bride Wars – Beste Feindinnen (Bride Wars, 2008). Beinahe hypnotisiert verfolgen Liv und Emma eine Hochzeit im Plaza Hotel am Rande von Manhattans Central Park. Von nun an schwören sich die Mädchen hoch und heilig ebenfalls an diesem Ort zu heiraten.

Bride Wars – Beste Feindinnen

Im Erwachsenenalter angekommen sind Liv (Kate Hudson) und Emma (Anne Hathaway) immer noch beste Freundinnen und die zeitnahen Hochzeitsanträge ihrer Lebenspartner versetzen sie in die Lage, im selben Monat ihr Jawort im Plaza zu geben. Doch durch einen Fehler, den die Hochzeitsagentur verursacht, wird einer der Trauungstermine unwiderruflich storniert. Da eine einvernehmliche Doppelhochzeit anscheinend nicht in Frage kommt, stellt dieser Umstand eine harte Probe für die Freundschaft der beiden jungen Frauen dar. Die eine müsste nachgeben und sehr viel länger auf die Trauung im ersehnten Plaza warten, damit der anderen der gemeinsame Kindheitswusch alsbald in Erfüllung geht. Der aus dieser Situation hervorgehende Streit eskaliert und führt zu dem titelgebenden Krieg unter „Bräuten“. Doch für einen waschechten Zickenkrieg reicht es in Bride Wars nicht.

Das mitunter Wichtigste an einer auf zwei Stars zugeschnittenen Komödie stellt die stimmige Chemie zwischen den Akteuren dar. Wenn etwa in Reine Nervensache (Analyze This, 1999) zwischen Billy Crystal und Robert De Niro in einem Wechselspiel aus Feindschaft und Nähe die Funken sprühen, hat dies vor allem gut unterhaltene Zuschauer und klingelnde Kassen zur Folge, doch das Feuerwerk bleibt im Falle der beiden Hauptdarstellerinnen von Bride Wars aus.

Bride Wars – Beste Feindinnen

Möchte man den Akteurinnen bisweilen noch die Zuneigung, die aus einer jahrelangen Freundschaft erwächst, abnehmen, gerät Bride Wars gerade dann ins Schleudern, wenn es darum geht, die Prämisse des Titels einzulösen. Zu zahm geht es auf der Leinwand zu, wenn die Figuren für die kriegerische Auseinandersetzung unter Freundinnen aufeinander treffen. Zu spärlich sind zudem die wirklich zündenden Witze gestreut. Nicht erst die Tatsache, dass die besten Gags, die sich an einer Hand abzählen lassen, bereits im Trailer zu sehen sind, führt letztlich dazu, dass Bride Wars das eigentliche Ziel einer Hollywood-Komödie verfehlt: Kurzweil herzustellen. Auch bei Unkenntnis der Pointen dürfte das so wesentliche Merkmal dieses Genres nur allzu oft auf sich warten lassen.

Trailer zu „Bride Wars – Beste Feindinnen“


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